Alexandritlaser
Der Alexandritlaser arbeitet mit einer Wellenlänge von 755 Nanometern. Melanin nimmt dieses Licht stark auf, weshalb er als sehr wirksames System für die Haarentfernung und für oberflächliche Pigmentveränderungen gilt. Dieselbe Eigenschaft begrenzt seinen Einsatz bei dunkleren Hauttypen.
Technik
Als Lasermedium dient ein Alexandritkristall. Die Wellenlänge liegt in einem Bereich, in dem Melanin deutlich stärker aufnimmt als Wasser oder Blutfarbstoff, siehe Chromophor. Geräte arbeiten meist mit langen Pulsen für Haare, als Q switched Variante auch mit sehr kurzen Pulsen für Pigmente und Tattoos.
Haarentfernung
Bei heller Haut mit dunklen Haaren gilt er als besonders wirksam, weil der Kontrast zwischen Zielstruktur und Umgebung groß ist. Behandelt werden Haare in der Wachstumsphase, weshalb mehrere Sitzungen in Abständen notwendig sind. Details zum Verfahren finden Sie unter Laser Haarentfernung. Bei dunklerer Haut wird stattdessen meist der Nd YAG Laser gewählt.
Pigmentveränderungen
Oberflächliche Pigmentflecken wie Altersflecken sprechen gut an, da das Pigment die Energie stark aufnimmt und der Fleck abgestoßen wird. Bei tiefer liegenden oder gemischten Pigmentstörungen wie Melasma ist Vorsicht geboten, weil Wärme den Befund verschlimmern kann. Auch bei der Entfernung von Tattoos wird die kurzgepulste Variante eingesetzt, siehe Tattooentfernung.
Grenzen beim Hauttyp
Da Melanin stark aufnimmt, konkurriert bei dunkler oder gebräunter Haut die Oberhaut mit dem Ziel. Das erhöht das Risiko für Verbrennungen und Pigmentverschiebungen deutlich. Vor der Behandlung wird deshalb der Fitzpatrick Hauttyp bestimmt, und bei höheren Typen wird auf längere Wellenlängen ausgewichen.
Ablauf einer Behandlung
Die Haut wird gereinigt, Augen werden geschützt, die Einstellungen werden anhand von Hauttyp, Haarfarbe und Areal gewählt und an einem Probeareal geprüft. Während der Behandlung kühlt das Gerät die Oberfläche. Danach sind Rötung und eine leichte Schwellung um die Haarfollikel normal. Sonnenschutz über mehrere Wochen gehört dazu, siehe Sonne nach Eingriffen.
Risiken
Möglich sind Verbrennungen, Blasen, Krusten, vorübergehende Rötung sowie Hyperpigmentierung und Hypopigmentierung. Selten kommt es zu einer verstärkten Behaarung in benachbarten Arealen. Bei zu hoher Fluenz steigen alle diese Risiken.
Häufige Fragen
Für wen ist er am besten geeignet?
Für helle Haut mit dunklen Haaren, weil der Kontrast dort am größten ist.
Kann ich ihn im Sommer nutzen?
Frische Bräune ist ein Ausschlussgrund. Zwischen Sonne und Behandlung sollten mehrere Wochen liegen.
Hilft er gegen helle Haare?
Nein. Ohne Melanin im Haar fehlt die Zielstruktur.
Ist eine Behandlung schmerzhaft?
Sie wird als schnelles Zwicken beschrieben. Kühlung reduziert das Empfinden deutlich.
Wie viele Sitzungen sind bei der Haarentfernung üblich?
Mehrere, weil nur Haare in der Wachstumsphase erfasst werden. Die Abstände richten sich nach Areal und Wachstumszyklus.
Darf ich zwischen den Sitzungen rasieren?
Rasieren ist üblich, Zupfen und Wachsen dagegen nicht, weil dabei die Zielstruktur im Follikel entfernt wird.
Wirkt er auch bei grauen Haaren?
Nein. Ohne Pigment fehlt das Ziel, unabhängig von der eingestellten Energie.
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