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Vergleich Plastischer Chirurgen

Dieser Vergleich basiert auf öffentlich verfügbaren Informationen und dient nur zur Orientierung. Bitte konsultieren Sie vor einer Behandlung persönlich einen qualifizierten Facharzt.
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Pikosekunden-Laser

Der Pikosekunden-Laser ist eine moderne Lasergeneration für die Pigment- und Tattoo-Behandlung. Er gibt Lichtimpulse in extrem kurzen Pulsen ab, gemessen in Pikosekunden, also Billionstelsekunden. Im Vergleich zu älteren Q-Switched-Lasern, die im Nanosekundenbereich arbeiten, entsteht dabei weniger Wärme. Stattdessen wirkt ein photoakustischer Effekt: Das Pigment wird mechanisch in winzige Partikel zersprengt, die der Körper anschließend besser abtransportieren kann.

Wirkprinzip

Trifft der sehr kurze Laserimpuls auf pigmentreiche Strukturen, wird die Energie so schnell freigesetzt, dass das Pigment durch eine winzige Druckwelle zerfällt, statt durch Hitze verbrannt zu werden. Diese photoakustische Wirkung schont das umliegende Gewebe stärker als die rein thermische Wirkung älterer Geräte. Die zersprengten Pigmentpartikel werden danach über das körpereigene Lymphsystem abgebaut, weshalb zwischen den Sitzungen mehrere Wochen liegen.

Wellenlängen

Pikosekunden-Laser arbeiten je nach Gerät mit unterschiedlichen Wellenlängen, etwa 532, 694, 785 oder 1064 Nanometer. Jede Wellenlängen wird von bestimmten Farbpigmenten besonders gut aufgenommen, sodass sich über die Auswahl verschiedene Farben und Pigmenttiefen gezielt ansprechen lassen. Dunkle Pigmente reagieren auf andere Wellenlängen als helle oder bunte Farben. Auch sonst schwer zu behandelnde Farben wie Grün oder Türkis sind dadurch oft besser erreichbar als mit älteren Lasern, die nur eine Wellenlänge abgaben.

Anwendungsgebiete

Der Pikosekunden-Laser wird für mehrere Indikationen genutzt:

Ablauf und Sitzungen

Die Behandlung erfolgt ambulant. Wie viele Sitzungen nötig sind, hängt vom Befund ab, bei Tattoos etwa von Farbe, Tiefe, Alter der Tätowierung und vom Hauttyp. In der Regel ist eine Serie von Behandlungen erforderlich, keine einmalige Sitzung. Zwischen den Terminen liegen mehrere Wochen, damit der Körper die zersprengten Pigmente über das Lymphsystem abtransportieren kann. Wird der Abstand zu kurz gewählt, ist der Abbau noch nicht abgeschlossen. Die genaue Anzahl der Sitzungen lässt sich daher erst nach Beurteilung der Haut und im Verlauf der Behandlung abschätzen.

Risiken und Nebenwirkungen

Nach der Behandlung sind Rötung, Schwellung oder eine vorübergehende Krustenbildung im behandelten Areal möglich. Da der kurze Impuls nur wenig Wärme erzeugt, gilt das Verfahren als vergleichsweise hautschonend, dennoch sind Pigmentverschiebungen oder, bei unsachgemäßer Anwendung, Narben nicht vollständig auszuschließen. Sonnenschutz nach der Behandlung ist wichtig. Die Anwendung gehört in fachkundige Hände, die Wellenlänge und Energie an Hauttyp und Befund anpassen.

Vorteile gegenüber älteren Lasern

Gegenüber Nanosekunden-Lasern werden für das gleiche Ergebnis oft weniger Sitzungen benötigt. Da kaum Hitze entsteht, wird die umliegende Haut in der Regel weniger belastet, was das Risiko von Verbrennungen senkt und die Behandlung als weniger schmerzhaft beschrieben wird.

Kosten

Eine einzelne Sitzung kostet je nach Größe, Lage und Aufwand ab etwa 100 Euro, bei größeren Tattoos oder Arealen entsprechend mehr. Da für ein vollständiges Ergebnis meist mehrere Sitzungen nötig sind, sollten die Gesamtkosten über die komplette Behandlung kalkuliert werden, nicht nur pro Termin. Den verbindlichen Preis nennt die behandelnde Praxis nach Beurteilung von Befund und Aufwand.

Häufige Fragen

Reicht eine Sitzung aus? In der Regel nicht. Sowohl Tattoos als auch Pigmentstörungen brauchen meist eine Serie von Sitzungen im Abstand mehrerer Wochen.

Ist die Behandlung schmerzhaft? Sie wird häufig als weniger schmerzhaft als bei älteren Lasern beschrieben, da kaum Wärme entsteht. Das Empfinden ist jedoch individuell.

Welche Tattoo-Farben lassen sich behandeln? Über verschiedene Wellenlängen sind auch sonst schwierige Farben wie Grün oder Blau besser erreichbar als mit älteren Geräten.

Siehe auch

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