Hyaluron - Filler, spritzen & Vorher-Nachher

Fillerbehandlungen mit Hyaluron sind beliebt: Unerwünschte Falten werden bekämpft, sodass die Gesichtshaut wieder frisch und der Teint ebenmäßig wirkt. Die gelartige Substanz ist eine körpereigene Flüssigkeit, weshalb sie in den meisten Fällen gut verträglich ist. Eine Faltenbehandlung mit Hyaluron stellt auf diese Weise eine sanfte Alternative zur klassischen Operation dar. Darüber hinaus kommt Hyaluron in Medizin- und Pflegeprodukten vor.

 

Was ist Hyaluron?

Hyaluronsäure ist ein gelartiger Eiweißkörper. Die Substanz kommt auf ganz natürliche Weise in Haut, Gelenkflüssigkeit, Knochen und Augen vor. Heute wird die Flüssigkeit für unterschiedliche Zwecke verwendet, unter anderem als Inhaltsstoff in Anti-Aging-Produkten. In der Medizin kommt Hyaluron bei Arthrose zum Einsatz, um den Beschwerden der Verschleißerkrankung entgegenzuwirken.

Auch die ästhetisch-kosmetische Medizin setzt auf die Wirkung der Substanz als Filler, um die Haut aufzupolstern und Falten zu reduzieren. Denn mit zunehmendem Alter verlangsamt sich die körpereigene Produktion von Hyaluron. Das wirkt sich auf die Spannkraft und die Optik der Haut aus. Sie verliert Feuchtigkeit und der Teint wirkt trocken. Betroffene leiden nun unter einem müden Erscheinungsbild.

Eigenschaften von Hyaluron und wie es jetzt helfen kann:

  • bindet Feuchtigkeit und reguliert so den Wasserhaushalt
  • polstert Falten und Haut von innen auf
  • strafft unser Bindegewebe
  • kann die Wundheilung fördern
  • wird erst nach einigen Monaten vom Körper abgebaut

 

Wie wird Hyaluronsäure hergestellt?

Zunächst wurde Hyaluron aus tierischen Materialien extrahiert. Eine beliebte Quelle waren in erster Linie Hahnenkämme: Sie enthielten besonders viel von der Substanz. Noch heute wird die Flüssigkeit manchmal als „Hahnenkamm-Extrakt“ bezeichnet.

Heutzutage kommt diese Methode selten zum Einsatz, weil das aus tierischen Materialien gewonnene Eiweiß unter anderem Vogeleiweiß enthält – und darauf reagieren einige Menschen allergisch. Zudem können tierische Krankheitserreger nicht ausgeschlossen werden.

In den 90er Jahren wurde schließlich ein biotechnologisches Verfahren entwickelt, um Hyaluron aus Hefe zu gewinnen. Hierfür werden Proteine aus dem Mikroorganismus entnommen und mit der Hilfe von Bakterien in Hyaluronsäure umgewandelt. Der Vorgang wird als „Fermentierung“ bezeichnet. Die Vorteile: Das Risiko einer allergischen Reaktion nimmt ab. Das aus der Hefe gewonnene Hyaluron ist – im Vergleich zur tierischen Hyaluronsäure – zudem wesentlich reiner.

 

Wie wirkt Hyaluron im Gesicht?

Eine Hyaluron Behandlung im Gesicht ist eine sanfte Möglichkeit, Falten zu bekämpfen. Umwelteinflüsse und die natürliche Hautalterung führen dazu, dass die dünne Gesichtshaut leidet: Es entstehen feine Linien, die Elastizität verringert sich und auch die Durchblutung der Haut nimmt ab.

Eine Injektion mit Hyaluron als Filler kann betroffene Hautpartien von innen aufpolstern. Mit der Hilfe einer Unterspritzung wird Patienten so zu einem jüngeren Hautbild verholfen. Darüber hinaus kommt Hyaluron zum Einsatz, um spezielle Gesichtspartien zu modellieren. So hilft die Substanz dabei, die Nase zu begradigen, den Kinnbereich zu definieren oder die Lippen aufzupolstern.

Der Vorteil einer Hyaluron-Behandlung im Gesicht ist, dass Patienten keinem chirurgischen Eingriff ausgesetzt sind. Üblicherweise kommt es nur selten zu Komplikationen, sodass eine Unterspritzung mit Hyaluron kein Hindernis darstellt, um dem gewohnten Alltag nachzugehen.

 

Mit Hyaluron Augenringe bekämpfen

Ist die Augenpartie auffällig dunkel verfärbt und scheinen die Blutgefäße durch die dünne Haut hindurch, wirken Betroffene häufig erschöpft und müde. Blaue, rote oder gelbe Verfärbungen sind keine Seltenheit – sei es aufgrund einer Hyperpigmentierung (Verdunklung der Haut), wegen akutem Schlafmangel oder weil eine Erkrankung vorliegt.

Eine Unterspritzung mit Hyaluron kann hier Abhilfe schaffen. Die ersten Ergebnisse werden nach der ersten Sitzung sichtbar: Die Augenpartie wirkt wieder frisch. Um das endgültige Resultat der Hyaluron-Behandlung zu sehen, sollten Patienten jedoch einige Tage abwarten.

Wer Augenringe mit Hyaluron unterspritzen lässt, muss sich keiner Operation unterziehen. Auch hier gilt: Der Eingriff erfolgt minimal-invasiv mittels feiner Injektionsnadel.

 

Wer darf eine Unterspritzung mit Hyaluron durchführen?

In Deutschland wird eine Behandlung mit Hyaluronsäure nur von zugelassenen Ärzten legal angeboten, welche hierzulande Unterspritzungen mit dermalen Fillern durchführen dürfen. Deshalb wird davon abgeraten, Angebote von Kosmetikern ohne ärztliche Approbation anzunehmen.

Wird eine Injektion mit Fillern minderwertiger Qualität und nicht fachgerecht durchgeführt, besteht ein gesundheitliches Risiko. Üblicherweise werden Hyaluron-Behandlungen unter anderem von Fachärzten mit entsprechender Qualifikation im Bereich der Ästhetisch-Plastischen Chirurgie durchgeführt.

 

Was sind die Vor- und Nachteile von Hyaluronsäure?

Wer sich für eine Behandlung mit Hyaluron entscheidet, um Falten zu bekämpfen oder das Gesicht modellieren zu lassen, sollte Vor- und Nachteile abwägen. Grundsätzlich handelt es sich jedoch um eine vergleichsweise sanfte Behandlungsoption.

Vorteile einer Behandlung mit Hyaluron:

  • Gute Verträglichkeit: Weil es sich bei Hyaluron um eine körpereigene Substanz handelt, vertragen viele Patienten den Filler besonders gut. In seltenen Fällen kommt es zu einer Unverträglichkeit oder zu einer allergischen Reaktion nach einer Unterspritzung mit Hyaluronsäure.
  • Lange Haltbarkeit: Hyaluronsäure verbleibt nach der Injektion über mehrere Monate im Körper. Im Vergleich zu anderen Substanzen können Patienten auf diese Weise bis zu 18 Monate davon profitieren. Wichtig: Der Abbau der Substanz kann bereits nach wenigen Monaten nach der Unterspritzung beginnen.
  • Schmerzarme Behandlung: Eine Hyaluron-Behandlung erfolgt ohne Narkose und gilt als vergleichsweise schmerzarm. Bei Bedarf wird lediglich etwas Betäubungscreme aufgetragen, damit Patienten keine Schmerzen während der Injektion verspüren.
  • Natürliches Ergebnis: Eine Hyaluron-Behandlung führt bei fachgerechter Durchführung üblicherweise zu natürlichen Ergebnissen. Das bedeutet, dass Patienten keine künstliche Optik befürchten müssen. Ist dem nicht so, kann gegebenenfalls eine Korrekturbehandlung durchgeführt werden.
  • Geringe Ausfallzeiten: Während ein chirurgischer Eingriff unter Narkose häufig zu Ausfallzeiten führt, können Patienten nach einer Hyaluron-Behandlung ihrer wieder Arbeit nachgehen. Es kommt manchmal zu leichten Schwellungen, die sich wieder zurückbilden.

Nachteile einer Behandlung mit Hyaluron:

  • Tiefe Falten nicht immer optimal behandelbar: Wenn Patienten unter besonders tiefen Falten leiden, kann eine Behandlung mit Hyaluron zwar Abhilfe schaffen. Es ist aber nicht immer möglich, das gewünschte Behandlungsergebnis sofort zu erreichen. In solchen Fällen sind Folgebehandlungen notwendig, um die Haut aufzupolstern.
  • Unterspritzung nicht immer möglich: Liegen Allergien oder eine Schwangerschaft vor, wird eine Behandlung mit Hyaluron oft ausgeschlossen. Eine weitere Kontraindikation ist Einnahme von speziellen Medikamenten, zu denen Antibiotika und Blutverdünner gehören.

 

Wie lange dauert es, bis Hyaluron wirkt?

Direkt nach der Behandlung können Patienten sehen, wie das Hyaluron in der Haut wirkt. Die ersten Ergebnisse werden zeitnah sichtbar. Dennoch gilt es, abzuwarten: Es kann zwischen 3 und 6 Wochen dauern, bis Knitterfältchen verschwinden und der Teint wie erhofft aussieht. Bei Bedarf und in Absprache mit dem Facharzt kann eine Auffrischungsbehandlung erfolgen.

 

Wie lange hält Hyaluronsäure im Gesicht?

Hyaluronsäure verbleibt für über mehrere Monate im Gewebe unserer Haut. Die Haltbarkeit hängt unter anderem vom Präparat und vom individuellen Stoffwechsel des Patienten ab. Grundsätzlich wird der Körper nach 3 bis 6 Monaten beginnen, die Säure langsam abzubauen. Das Ergebnis ist manchmal bis zu 18 Monate im Gesicht sichtbar.

 

Welche Nebenwirkungen hat Hyaluron?

In seltenen Fällen klagen Patienten nach einer Behandlung mit Hyaluron über ernsthafte Nebenwirkungen. Dies kann beispielsweise auf Inhaltsstoffe der Betäubungscreme (Lidocain) zurückzuführen sein. Auch wenn Hyaluron als risikoarm gilt, sollten Menschen mit Behandlungswunsch beachten, dass unerwünschte Wirkungen nach einer Unterspritzung nicht ausgeschlossen werden können. Dazu gehören:

  • Rötungen und Juckreiz an der Einstichstelle
  • Schwellungen und Blutergüsse
  • allergische Reaktionen
  • schiefe Mimik; Asymmetrien im Gesicht
  • verstärkte Tränensäcke

Betroffene sollten einen Arzt aufsuchen, wenn es nach einer Behandlung zu auffälligen Beschwerden oder starken Schmerzen kommt.

 

Was muss bei einer Unterspritzung mit Hyaluronsäure beachtet werden?

Bevor eine Behandlung mit Hyaluronsäure durchgeführt werden kann, werden Patienten von ihrem Arzt beraten und es wird ein Behandlungsplan erstellt. In diesem Gespräch sollte geklärt werden, ob Ausschlussgründe für eine Injektion mit Hyaluron vorliegen. Das kann zum Beispiel eine Infektion mit Herpes sein.

In jedem Fall gilt: Vor und nach der Unterspritzung sollten Patienten auf Alkohol und Zigaretten verzichtet. Zudem wird Behandelten dazu geraten, sich vor UV-Strahlung zu schützen und Saunabesuche zu verlegen. Auch sportliche Aktivitäten sind in den ersten Tagen nach der Injektion tabu. Falls eine Hyaluron-Behandlung der Lippen erfolgt, wird Patienten im Anschluss an die Injektion von heißen Speisen und Getränken abgeraten.

Blutverdünnende Medikamente müssen – in Absprache mit dem behandelnden Arzt – vor einer Injektion mit Hyaluron abgesetzt werden. Wurde kürzlich eine Operation im Gesicht durchgeführt, wird von einer Unterspritzung grundsätzlich abgeraten.

 

Hyaluron in Kapseln, Pflegeprodukten und Kosmetik

Ob Hyaluron in Augentropfen, in Cremes oder in Seren: Wegen seiner Eigenschaft, Wasser zu binden, kommt Hyaluronsäure oft als Inhaltsstoff in Medizin- und Pflegeprodukten vor. Neben Cremes und Seren gibt es Hyaluron in Kapseln. Aufgrund der essenziellen Funktionen von Hyaluron im Körper soll eine regelmäßige Einnahme von Hyaluron-Kapseln sich positiv auf Haut und Gelenke auswirken. Die Wirkung ist wissenschaftlich nicht eindeutig belegt.

Cremes mit Hyaluronsäure können dazu beitragen, den Teint geschmeidig zu halten und diesen vor dem Austrocknen zu schützen. Um Knitterfalten optisch zu reduzieren oder das Gesicht zu modellieren, hilft jedoch häufig nur eine Injektion mit Hyaluronsäure. Dennoch gilt: Wer die Gesichtshaut mit Feuchtigkeit versorgt, Sonnenschutz aufträgt, auf Genussmittel verzichtet und dem Körper ausreichend Wasser zuführt, kann die Hautalterung zumindest hinauszögern.