IPL Behandlung
IPL steht für Intense Pulsed Light, also intensiv gepulstes Licht. Anders als ein Laser sendet ein IPL Gerät kein Licht einer einzigen Wellenlänge aus, sondern ein breites Spektrum, das über Filter auf den jeweiligen Anwendungszweck eingegrenzt wird. Genau genommen handelt es sich also nicht um eine Laserbehandlung, auch wenn beide oft in einem Atemzug genannt werden.
Wie IPL wirkt
Das Licht wird von farbigen Zielstrukturen in der Haut aufgenommen, vor allem vom roten Blutfarbstoff in erweiterten Gefäßen und vom braunen Pigment Melanin. Die aufgenommene Energie wandelt sich in Wärme, die die Zielstruktur schädigt, während das umgebende Gewebe weitgehend verschont bleibt. Erweiterte Äderchen veröden, Pigment wird zerlegt und im Verlauf abtransportiert. Über Filter, Impulsdauer und Energie lässt sich einstellen, welche Struktur bevorzugt getroffen wird.
Unterschied zum Laser
Ein Laser arbeitet mit einer einzigen Wellenlänge und trifft damit sein Ziel sehr selektiv, was in der Regel präziser und kräftiger wirkt. IPL deckt mit seinem Spektrum mehrere Zielstrukturen gleichzeitig ab und behandelt größere Flächen in kürzerer Zeit, wirkt dafür aber weniger gezielt. Eine Übersicht der lichtbasierten Verfahren finden Sie unter Laserbehandlungen.
Typische Anwendungen
Häufig eingesetzt wird IPL bei flächigen Rötungen und feinen erweiterten Gefäßen, wie sie die Seiten zur Couperose und zur Rosacea beschreiben. Ein zweites großes Feld sind Pigmentflecken, etwa im Rahmen der Behandlung von Altersflecken. Ebenfalls verbreitet ist die dauerhafte Haarentfernung, bei der das Pigment im Haar die Zielstruktur bildet. Für tiefe Falten, erschlaffte Haut oder eingesunkene Narben ist das Verfahren nicht geeignet.
Ablauf
Auf die gereinigte Haut wird ein Kühlgel aufgetragen, anschließend fährt der Behandlungskopf das Areal in überlappenden Bahnen ab. Jeder Impuls wird als kurzes Schnalzen mit Wärmegefühl beschrieben, eine Betäubung ist meist nicht nötig. Direkt danach ist die Haut gerötet, behandelte Pigmentflecken dunkeln oft vorübergehend nach und schuppen im Verlauf von Tagen ab. Üblich sind mehrere Sitzungen im Abstand von einigen Wochen, weil pro Termin nur ein Teil der Zielstrukturen erfasst wird. Ein Augenschutz ist für beide Seiten Pflicht.
Grenzen und Risiken
Da Melanin die Energie aufnimmt, ist auch das Pigment der umgebenden Haut betroffen. Bei gebräunter oder von Natur aus dunklerer Haut steigt deshalb das Risiko für Verbrennungen und für Pigmentverschiebungen in beide Richtungen, weshalb die Einordnung nach dem Fitzpatrick Hauttyp vor der Behandlung erfolgt und frische Bräune eine Behandlungspause bedeutet. Möglich sind ferner Blasen, Krusten und eine postinflammatorische Hyperpigmentierung. Sehr helle Haare mit wenig Pigment sprechen kaum an. Eine ärztliche Abklärung vor der Behandlung von Pigmentflecken ist wichtig, damit veränderungsverdächtige Male nicht unbemerkt behandelt werden.
Häufige Fragen
Ist IPL dasselbe wie Laser?
Nein. IPL nutzt gefiltertes Blitzlicht mit breitem Spektrum, ein Laser eine einzelne Wellenlänge.
Wie viele Sitzungen sind üblich?
Meist mehrere im Abstand von einigen Wochen, die genaue Zahl richtet sich nach Befund und Zielstruktur.
Darf ich vorher in die Sonne?
Nein. Frische Bräune erhöht das Risiko für Verbrennungen und Pigmentflecken, deshalb wird ein Abstand eingehalten.
Hält das Ergebnis dauerhaft?
Behandelte Gefäße und Pigmentflecken verschwinden, neue können durch Sonne und Veranlagung nachkommen. Auffrischungen sind üblich.
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