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Vergleich Plastischer Chirurgen

Dieser Vergleich basiert auf öffentlich verfügbaren Informationen und dient nur zur Orientierung. Bitte konsultieren Sie vor einer Behandlung persönlich einen qualifizierten Facharzt.
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Polymilchsäure

Polymilchsäure ist ein resorbierbarer Kunststoff, der als Biostimulator in der ästhetischen Medizin eingesetzt wird. Sie füllt nicht direkt auf, sondern regt das Bindegewebe zur Bildung von neuem Kollagen an. Bekannt ist sie vor allem aus dem Produkt Sculptra.

Wirkweise

Das Material wird als Pulver geliefert und vor der Behandlung mit Flüssigkeit angesetzt. Nach der Injektion setzt eine kontrollierte Gewebereaktion ein, in deren Verlauf Kollagen gebildet wird, siehe Kollagen Remodeling. Die Partikel selbst werden über Monate abgebaut. Das sichtbare Ergebnis entsteht also durch körpereigenes Gewebe, nicht durch das Produkt.

Ablauf der Behandlung

Üblich sind mehrere Sitzungen im Abstand von einigen Wochen. Die Suspension wird flächig in tiefere Schichten eingebracht, häufig im Fächermuster mit einer Mikrokanüle. Nach der Behandlung wird die Zone in der Regel massiert, um eine gleichmäßige Verteilung zu unterstützen. Die genaue Vorgabe zur Nachmassage macht die behandelnde Praxis.

Typische Zonen

Behandelt werden großflächige Bereiche mit Volumenverlust, etwa Wangen und Schläfen, sowie Hals, Dekolleté, Oberarminnenseiten und Gesäßregion. In den Lippen und in unmittelbarer Nähe der Augen wird sie nicht eingesetzt. Für punktuellen Aufbau an Knochenstrukturen bleibt die supraperiostale Technik mit festen Gelen die passendere Wahl.

Zeitlicher Verlauf

Direkt nach der Behandlung sichtbares Volumen stammt von der Trägerflüssigkeit und verschwindet innerhalb weniger Tage. Das eigentliche Ergebnis baut sich über Wochen bis Monate auf. Wer sofortige Fülle erwartet, wird enttäuscht. Umgekehrt ist Geduld nötig, bevor über eine weitere Sitzung entschieden wird, sonst wird überbehandelt.

Risiken

Neben Blutergüssen und Schwellung sind Knötchen die bekannteste Nebenwirkung, teils erst nach Monaten. Sie entstehen bevorzugt bei zu oberflächlicher Lage, zu hoher Konzentration oder unzureichender Verteilung. Da das Material nicht mit Hyaluronidase auflösbar ist, sind solche Befunde langwierig, siehe auch Spätgranulom. Wie bei jedem Filler besteht das Risiko eines vaskulären Verschlusses.

Abgrenzung zu anderen Produkten

Hyaluronsäure füllt sofort und ist auflösbar. Kalziumhydroxylapatit füllt sofort und stimuliert zusätzlich. Polymilchsäure wirkt nahezu ausschließlich stimulierend und ist damit ein Verfahren für flächige Verbesserung über Zeit, nicht für punktgenaue Konturierung.

Häufige Fragen

Wie viele Sitzungen sind üblich?

Meist mehrere im Abstand von Wochen. Die Zahl richtet sich nach Befund und Ansprechen.

Wie lange hält das Ergebnis?

Da körpereigenes Kollagen aufgebaut wird, hält es länger als bei klassischen Fillern. Der natürliche Alterungsprozess setzt sich fort.

Ist die Nachmassage wirklich nötig?

Sie gehört zum etablierten Vorgehen und soll Knötchen vorbeugen. Halten Sie sich an die Vorgabe der Praxis.

Für wen ist sie ungeeignet?

Bei sehr dünner Haut, bei akuten Entzündungen im Behandlungsgebiet und wenn eine umkehrbare Behandlung gewünscht ist.

Warum sieht man nach der ersten Sitzung so wenig?

Weil das Ergebnis aus neu gebildetem Kollagen entsteht und nicht aus dem Produkt selbst. Der Aufbau braucht Wochen bis Monate.

Kann sie mit Hyaluronsäure kombiniert werden?

Ja, häufig sogar. Übliche Reihenfolge ist erst der flächige Aufbau, danach die feine Konturierung mit einem Gel.