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Vergleich Plastischer Chirurgen

Dieser Vergleich basiert auf öffentlich verfügbaren Informationen und dient nur zur Orientierung. Bitte konsultieren Sie vor einer Behandlung persönlich einen qualifizierten Facharzt.
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Offene Rhinoplastik

Die offene Rhinoplastik ist eine Zugangsvariante der Nasenkorrektur. Zusätzlich zu den Schnitten im Naseninneren wird ein kurzer Schnitt quer über den Nasensteg gesetzt, die Columella. Dadurch lässt sich die Haut nach oben klappen und der knorpelige Aufbau der Nasenspitze liegt frei. Das Gegenstück ist die geschlossene Technik, bei der ausschließlich von innen gearbeitet wird.

Ablauf

Der Schnitt am Nasensteg verläuft meist stufenförmig oder als flaches V, damit die Narbe später weniger als gerade Linie auffällt. Von dort wird die Haut vom Knorpelgerüst gelöst. Nun sind Nasenspitzenknorpel, Nasenscheidewand und der Übergang zum knöchernen Anteil direkt sichtbar. Formende Schritte wie das Setzen eines Spreader Grafts, das Anlegen von Nähten an der Spitze oder eine Osteotomie erfolgen unter Sicht.

Was dafür spricht

Die direkte Sicht auf beide Seiten des Gerüsts erleichtert symmetrisches Arbeiten und das exakte Platzieren von Knorpeltransplantaten. Bei komplexen Ausgangslagen, bei ausgeprägter Asymmetrie und bei Zweiteingriffen mit vernarbtem Gewebe gilt das als deutlicher Vorteil. Auch die Rekonstruktion einer eingesunkenen Kontur, etwa bei einer Sattelnase, ist so besser steuerbar.

Was dagegen spricht

Die Ablösung der Haut ist ausgedehnter, dadurch schwillt die Nasenspitze länger und deutlicher. Bis die endgültige Form beurteilbar ist, vergeht mehr Zeit als bei der geschlossenen Variante. Es bleibt eine kleine äußere Narbe, und die Gefühlsempfindung der Nasenspitze braucht länger, bis sie zurückkehrt, siehe auch Sensibilitätsstörung.

Die geschlossene Technik

Bei ihr bleiben alle Schnitte im Naseninneren. Sie hinterlässt keine sichtbare Narbe, die Schwellung klingt oft rascher ab. Der Blick auf die Strukturen ist jedoch eingeschränkt, weshalb sie eher bei überschaubaren Korrekturen gewählt wird, etwa bei einer Höckerabtragung ohne aufwendige Arbeit an der Spitze.

Wie ausgewählt wird

Entscheidend sind Befund, Ziel und Erfahrung des Operateurs. Weder die eine noch die andere Technik ist grundsätzlich überlegen. Sinnvoll ist die Frage im Beratungsgespräch, warum im eigenen Fall welcher Weg vorgeschlagen wird und welche Schritte an der Spitze geplant sind. Wer nur kleine Konturunterschiede ausgleichen möchte, sollte auch die Korrektur ohne Operation als Alternative kennen.

Die Narbe am Nasensteg

Sie ist meist wenige Millimeter lang und verblasst in der Regel gut, weil die Haut dort dünn und gut durchblutet ist. In den ersten Monaten kann sie gerötet oder leicht verhärtet sein. Pflege und Sonnenschutz beeinflussen das Ergebnis, siehe Narbenpflege nach der Operation. Zum zeitlichen Verlauf siehe Heilungsverlauf nach der Nasen OP.

Häufige Fragen

Sieht man die Narbe später?

Meist nur bei genauem Hinsehen von unten. Sie liegt in einem Bereich mit dünner Haut und verblasst in der Regel gut.

Dauert die Heilung länger?

Die Schwellung an der Spitze hält länger an. Bis zum endgültigen Ergebnis vergehen bei beiden Techniken Monate, offen tendenziell länger.

Ist die offene Technik risikoreicher?

Sie ist ausgedehnter, nicht automatisch risikoreicher. Bei komplexen Befunden erhöht die bessere Sicht sogar die Präzision.

Kann eine Zweitkorrektur offen erfolgen?

Bei Zweiteingriffen wird sie häufig bevorzugt, weil vernarbtes Gewebe unter Sicht sicherer gelöst wird.