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Vergleich Plastischer Chirurgen

Dieser Vergleich basiert auf öffentlich verfügbaren Informationen und dient nur zur Orientierung. Bitte konsultieren Sie vor einer Behandlung persönlich einen qualifizierten Facharzt.
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Sattelnase

Als Sattelnase bezeichnet man eine Nase, deren Rücken im mittleren Abschnitt eingesunken ist. Im Profil entsteht eine Delle zwischen Nasenwurzel und Nasenspitze, die an einen Sattel erinnert. Ursache ist ein Verlust an Stützgewebe, meist im Bereich der Nasenscheidewand.

Ursachen

Häufig steht ein Verlust von Knorpel der Nasenscheidewand dahinter, etwa nach einem Trauma mit unbehandeltem Bluterguss in der Scheidewand, nach einer Entzündung oder nach einer Voroperation, bei der zu viel Stützgewebe entnommen wurde. Seltener liegen entzündliche Systemerkrankungen oder ein langjähriger Konsum von Substanzen zugrunde, die die Schleimhaut schädigen. Auch angeborene Formen kommen vor.

Ausprägungen

Die Bandbreite reicht von einer leichten Eindellung, die vor allem im Profil auffällt, bis zu einem ausgeprägten Einsinken mit verbreiterter Nase, angehobener Nasenspitze und verkürzter Nasenlänge. Bei starker Ausprägung verändert sich das gesamte Mittelgesicht, weil die Nase ihre tragende Funktion verliert.

Beschwerden

Neben dem äußeren Erscheinungsbild steht oft die Nasenatmung im Vordergrund. Fehlt die Stütze, kollabieren die seitlichen Nasenwände beim Einatmen. Zusätzlich können Krustenbildung, Trockenheit und wiederkehrendes Nasenbluten auftreten, wenn die Schleimhaut vorgeschädigt ist. Damit ist die Sattelnase häufig ein funktionelles und nicht nur ein ästhetisches Thema.

Abklärung

Zur Untersuchung gehören die Beurteilung von außen, die Inspektion des Naseninneren und die Prüfung der Atmung. Bei Verdacht auf eine entzündliche Grunderkrankung folgen Laboruntersuchungen, teils in Zusammenarbeit mit anderen Fachrichtungen. Erst wenn die Ursache geklärt und eine aktive Entzündung behandelt ist, wird ein Aufbau geplant.

Rekonstruktion

Der Aufbau erfolgt mit körpereigenem Knorpel. Bei geringem Defizit reicht Knorpel aus der Nasenscheidewand oder aus der Ohrmuschel, bei ausgeprägtem Verlust wird Rippenknorpel verwendet, der sich schnitzen und stabil einbauen lässt. Zum Repertoire gehören ein Spreader Graft zur Stabilisierung des mittleren Abschnitts und ein Columella Strut für die Spitze. Der Zugang ist meist die offene Rhinoplastik, weil das Gerüst unter Sicht wieder aufgebaut wird. Reine Fillerbehandlungen können eine leichte Delle kaschieren, siehe Nasenkorrektur ohne Operation, sie ersetzen aber keine Stützstruktur.

Verlauf nach dem Eingriff

Rekonstruktionen schwellen länger als einfache Formkorrekturen. Bis das Ergebnis beurteilbar ist, vergehen Monate, bei Rippenknorpel wird zusätzlich beobachtet, ob sich das Transplantat verzieht. Der Eingriff am Entnahmeort verursacht eigene Beschwerden, die in die Planung gehören. Weitere Hinweise unter Heilungsverlauf nach der Nasen OP.

Häufige Fragen

Zahlt die Krankenkasse den Aufbau?

Bei behinderter Nasenatmung ist eine Prüfung möglich, siehe Kostenübernahme. Rein ästhetische Anteile bleiben in der Regel Eigenleistung.

Reicht Eigenfett oder Filler?

Sie füllen Volumen auf, tragen aber nicht. Bei Instabilität ist Knorpel erforderlich.

Hält der aufgebaute Nasenrücken dauerhaft?

Körpereigener Knorpel wächst in der Regel ein. Veränderungen über die Jahre sind möglich, deshalb sind Kontrollen sinnvoll.

Kann eine Sattelnase nach einer Operation entstehen?

Ja, wenn zu viel Stützgewebe entfernt wurde. Das ist ein Grund für den zurückhaltenden Umgang mit der Nasenscheidewand.