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Vergleich Plastischer Chirurgen

Dieser Vergleich basiert auf öffentlich verfügbaren Informationen und dient nur zur Orientierung. Bitte konsultieren Sie vor einer Behandlung persönlich einen qualifizierten Facharzt.
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Spreader Graft

Ein Spreader Graft ist ein schmales Knorpeltransplantat, das bei einer Nasenoperation zwischen Nasenscheidewand und seitlichem Nasenknorpel eingesetzt wird. Es hält den inneren Nasenklappenwinkel offen und stabilisiert den mittleren Nasenrücken. Der englische Begriff bedeutet sinngemäß spreizendes Transplantat und beschreibt genau diese Aufgabe.

Wozu es dient

Die Nase muss zwei Aufgaben erfüllen, sie soll gut aussehen und gut belüftet sein. Beides hängt am Gerüst aus Knochen und Knorpel. Wird bei einer Rhinoplastik ein Höcker abgetragen, verliert der mittlere Nasenrücken einen Teil seiner Stütze, und die seitlichen Knorpel können nach innen sinken. Ein Spreader Graft wird längs eingesetzt, spreizt diesen Bereich wieder auf und gibt dem mittleren Drittel gleichzeitig eine gerade, definierte Linie.

Die innere Nasenklappe

Als innere Nasenklappe wird die engste Stelle der Nasenatmung bezeichnet, gebildet vom Winkel zwischen Nasenscheidewand und seitlichem Knorpel. Schon eine geringe Verengung dieses Winkels wirkt sich spürbar auf die Luftmenge aus, weil der Strömungswiderstand an der engsten Stelle des Weges entsteht. Betroffene beschreiben das oft als Gefühl, durch ein Nasenloch schlechter Luft zu bekommen, teils verstärkt bei tiefer Einatmung. Ein Spreader Graft hält diesen Winkel offen und zielt damit auf die Funktion, nicht nur auf die Form.

Woher der Knorpel stammt

In der Regel wird körpereigener Knorpel verwendet, am häufigsten aus der Nasenscheidewand, die im selben Eingriff ohnehin zugänglich ist. Reicht dieser Vorrat nicht aus, etwa bei Voroperationen, kommen Ohrmuschel- oder Rippenknorpel infrage. Welche Quelle geeignet ist, entscheidet sich anhand des Befunds und der benötigten Stabilität. Steht ohnehin eine Septumkorrektur an, lässt sich das entnommene Material häufig direkt weiterverwenden.

Wann es eingesetzt wird

Typische Anlässe sind ein deutlicher Höckerabtrag, eine von Natur aus schmale Nase mit knapper Nasenklappe, eine schiefe Nase mit ungleichen Seitenwänden sowie Korrektureingriffe, bei denen bei einer früheren Operation zu viel Stützgewebe entfernt wurde. Nicht jede Nasenoperation braucht ein solches Transplantat. Ob es nötig ist, ergibt sich aus der Untersuchung der Nasenatmung und der Beurteilung des Gerüsts, nicht aus dem Wunsch nach einer bestimmten Technik. Einen Überblick über den Gesamteingriff gibt die Seite zur Nasenoperation, die knöchernen Schritte beschreibt der Eintrag zur Osteotomie.

Heilung und Grenzen

Das Transplantat wird eingenäht und wächst im Gewebe ein. In den ersten Wochen bestehen Schwellung und ein Spannungsgefühl im mittleren Nasenrücken, die endgültige Kontur zeigt sich erst nach Monaten. Möglich sind Verschiebungen des Transplantats, tastbare oder in seltenen Fällen sichtbare Kanten sowie eine leichte Verbreiterung des mittleren Nasenrückens, die technisch beabsichtigt und meist unauffällig ist. Ein Spreader Graft verbessert die innere Nasenklappe, es behebt aber keine Ursachen, die außerhalb davon liegen, etwa vergrößerte Nasenmuscheln oder allergische Schwellungen.

Häufige Fragen

Macht ein Spreader Graft die Nase breiter?

Es verbreitert den mittleren Nasenrücken gezielt um ein geringes Maß, weil genau darin die stützende Wirkung liegt. Im Gesamtbild fällt das in der Regel nicht als Verbreiterung auf.

Verbessert es die Nasenatmung immer?

Nur wenn die Enge tatsächlich an der inneren Nasenklappe liegt. Liegt die Ursache woanders, bringt das Transplantat für die Atmung keinen Gewinn.

Kann der Körper den Knorpel abbauen?

Körpereigener Knorpel wird meist gut vertragen. Formveränderungen über die Jahre sind möglich, weshalb Kontrollen sinnvoll sind.

Ist das ein zusätzlicher Eingriff?

Nein, es ist ein Arbeitsschritt innerhalb der Nasenoperation und wird im selben Eingriff durchgeführt.