Ärzte vergleichen

Vergleich Plastischer Chirurgen

Dieser Vergleich basiert auf öffentlich verfügbaren Informationen und dient nur zur Orientierung. Bitte konsultieren Sie vor einer Behandlung persönlich einen qualifizierten Facharzt.
Zuletzt aktualisiert:

Kompressionswäsche

Kompressionswäsche ist eng anliegende Spezialkleidung, die nach vielen körperformenden und straffenden Eingriffen getragen wird. Sie übt gleichmäßigen Druck auf das Operationsgebiet aus und unterstützt damit genau die Vorgänge, von denen das Ergebnis abhängt.

Wozu sie dient

Der gleichmäßige Druck drückt die Gewebeschichten aneinander, die bei der Operation voneinander gelöst wurden. Das unterstützt das Verkleben dieser Schichten und senkt das Risiko für ein Serom. Zugleich wirkt die Kompression der Schwellung entgegen und gibt vielen Patienten ein stabileres Gefühl bei Bewegungen in der frühen Phase.

Wann sie eingesetzt wird

Typisch ist sie nach Liposuktion, Bauchdeckenstraffung und weiteren Straffungsoperationen. Nach Brusteingriffen kommen je nach Verfahren spezielle Bustiers oder Gurte zum Einsatz. Welches Teil in welcher Phase getragen wird, legt der Operateur fest, teils wechselt die Versorgung im Verlauf.

Tragedauer

Verbreitet ist ein Schema mit einer ersten Phase, in der die Wäsche nahezu durchgehend getragen wird, gefolgt von einer Phase mit reduzierter Tragezeit. Die konkrete Dauer hängt vom Eingriff und vom Verlauf ab und wird individuell vorgegeben. Orientieren Sie sich an der Anweisung Ihrer Praxis und nicht an allgemeinen Wochenangaben.

Ein häufiger Fehler ist das Weglassen an heißen Tagen. Gerade dann arbeitet die Kompression gegen die Schwellung, die durch Wärme zusätzlich zunimmt, siehe dazu Sonne, Hitze und Baden nach der Operation.

Sitz und Größe

Die Wäsche soll spürbar fest anliegen, ohne einzuschneiden, zu rollen oder Falten zu werfen. Falten erzeugen punktuellen Druck und können Abdrücke hinterlassen. Taubheitsgefühle, Kribbeln, kalte oder verfärbte Körperstellen sowie starke Schmerzen sind keine Frage der Gewöhnung, sondern ein Grund, den Sitz überprüfen zu lassen. Da der Umfang mit abklingender Schwellung abnimmt, wird im Verlauf teils eine kleinere Größe nötig.

Pflege

Meist werden zwei Teile im Wechsel empfohlen, damit immer eines verfügbar ist. Waschen Sie nach Herstellerangabe, in der Regel schonend und ohne Weichspüler, der die elastischen Fasern angreift, und trocknen Sie an der Luft statt im Trockner. Verliert ein Teil sichtbar an Spannung, erfüllt es seinen Zweck nicht mehr.

Achten Sie außerdem auf die Haut unter der Wäsche. Weil das Material eng anliegt und kaum Luft durchlässt, kommt es besonders bei Wärme leicht zu Reizungen, Rötungen oder kleinen Pickeln. Hilfreich sind tägliches Wechseln, gründliches Trocknen der Haut vor dem Anziehen und der Verzicht auf fettende Cremes unter der Wäsche, sofern nichts anderes verordnet wurde. Nässende oder offene Stellen gehören in der Praxis angesehen, nicht selbst behandelt.

Häufige Fragen

Wie fest soll die Wäsche sitzen?

Spürbar fest, aber ohne einzuschneiden oder Taubheit zu verursachen. Bei Kribbeln, Kälte oder Verfärbungen lassen Sie den Sitz prüfen.

Darf ich sie nachts ausziehen?

In der ersten Phase meist nicht. Ob und ab wann eine Pause möglich ist, gibt die Praxis vor.

Brauche ich zwei Teile?

Das ist praktisch, weil beim Waschen sonst eine Lücke entsteht. Viele Praxen empfehlen es aus diesem Grund.

Wird sie von der Krankenkasse übernommen?

Bei rein ästhetischen Eingriffen in der Regel nicht. Bei medizinisch begründeter Indikation kann das anders sein, das klären Sie vorab mit Praxis und Kasse.