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Vergleich Plastischer Chirurgen

Dieser Vergleich basiert auf öffentlich verfügbaren Informationen und dient nur zur Orientierung. Bitte konsultieren Sie vor einer Behandlung persönlich einen qualifizierten Facharzt.
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Implantatwechsel

Als Implantatwechsel bezeichnet man den Austausch vorhandener Brustimplantate gegen neue. Der Eingriff erfolgt entweder aus medizinischem Anlass, etwa bei einer Komplikation, oder auf Wunsch, wenn sich Vorstellungen zu Größe und Form geändert haben. Er ist stets ein Zweiteingriff und damit anspruchsvoller als die erste Operation.

Typische Anlässe

Am häufigsten führt eine Kapselfibrose zum Wechsel, also eine Verhärtung der Bindegewebshülle um das Implantat. Weitere Gründe sind ein Defekt der Implantathülle, ein Absinken oder Verrutschen der Implantate, sichtbare Randbildung nach Rippling, ein Absinken der Brust über dem Implantat sowie der Wunsch nach anderer Größe oder Form. Auch das Absinken des Implantats nach unten, beschrieben unter Bottoming Out, gehört dazu. Manche entscheiden sich statt eines Wechsels für eine Entfernung ohne Ersatz.

Zur Frage der Haltbarkeit

Brustimplantate sind keine lebenslangen Produkte, ein festes Verfallsdatum haben sie aber ebenso wenig. Verbreitete Faustzahlen zur Haltbarkeit sind mit Vorsicht zu betrachten, weil der tatsächliche Verlauf sehr unterschiedlich ist. Entscheidend ist nicht der Kalender, sondern der Befund: Solange keine Beschwerden bestehen und die Kontrollen unauffällig sind, ergibt sich aus dem Alter allein keine Notwendigkeit für einen Wechsel. Umgekehrt gehören Veränderungen an Form, Festigkeit oder Empfindung ärztlich beurteilt, unabhängig davon, wie lange die Implantate liegen. Regelmäßige Kontrollen und die vom Hersteller vorgesehene Nachsorge sind deshalb wichtiger als ein Austausch nach Schema.

Was beim Eingriff geschieht

In der Regel wird der vorhandene Zugang wiederverwendet, meist in der Unterbrustfalte, siehe Inframammärfalte. Nach Entfernung des alten Implantats wird die Kapsel beurteilt. Je nach Befund bleibt sie liegen, wird teilweise gelöst oder vollständig entfernt. Anschließend wird die Implantattasche angepasst, gegebenenfalls verkleinert oder in eine andere Schicht verlegt, etwa in Richtung Dual Plane oder submuskulär. Erst dann kommt das neue Implantat hinein. Häufig wird der Wechsel mit einer Straffung kombiniert, weil sich die Haut über die Jahre verändert hat.

Entscheidungen im Vorfeld

Zu klären sind Größe und Form der neuen Implantate, die Frage der Lage, ob eine Straffung nötig ist und wie mit der Kapsel verfahren wird. Hilfreich sind die Unterlagen der Erstoperation mit Angaben zu Hersteller, Größe und Lage. Wer den Wechsel nur wegen des Alters der Implantate erwägt, sollte das Gespräch offen führen: Ein Eingriff ohne Befund bringt Risiko ohne Gewinn.

Besonderheiten und Risiken

Als Zweiteingriff findet der Wechsel in verändertem Gewebe statt, was ihn technisch aufwendiger macht, wie der Eintrag zum Revisionseingriff beschreibt. Möglich sind eine erneute Kapselfibrose, Asymmetrien, ein Serom, eine Nachblutung sowie Veränderungen der Empfindsamkeit. Die Aussicht auf ein gutes Ergebnis hängt stark davon ab, wie viel Weichteilmantel noch vorhanden ist. Sehr dünne Gewebedeckung begrenzt, was sich erreichen lässt, unabhängig vom gewählten Implantat.

Häufige Fragen

Muss ich meine Implantate nach zehn Jahren wechseln?

Nein, allein aus dem Alter ergibt sich keine Notwendigkeit. Maßgeblich sind Beschwerden und Befund, nicht der Kalender.

Wird die Kapsel immer mit entfernt?

Nein. Ob sie belassen, teilweise oder vollständig entfernt wird, entscheidet der Befund während der Operation.

Kann ich beim Wechsel deutlich größer gehen?

Begrenzt. Wie viel Volumen der Weichteilmantel trägt, ist die eigentliche Grenze, nicht der Wunsch.

Brauche ich zusätzlich eine Straffung?

Häufig ja, wenn die Haut nachgegeben hat. Ohne Straffung sitzt ein neues Implantat sonst hinter einer abgesunkenen Brust.