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Vergleich Plastischer Chirurgen

Dieser Vergleich basiert auf öffentlich verfügbaren Informationen und dient nur zur Orientierung. Bitte konsultieren Sie vor einer Behandlung persönlich einen qualifizierten Facharzt.
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PMMA Filler

PMMA Filler enthalten Mikrokügelchen aus Polymethylmethacrylat, einem Kunststoff, der im Körper nicht abgebaut wird. Sie zählen zu den permanenten Fillern. Das Trägermaterial, meist Kollagen oder ein Gel, wird resorbiert, die Kügelchen bleiben dauerhaft im Gewebe und werden von Bindegewebe umschlossen.

Aufbau

Die Kügelchen haben eine definierte Größe, damit sie nicht von Fresszellen abtransportiert werden können und zugleich nicht wandern. Um jedes Kügelchen bildet der Körper eine feine Bindegewebshülle. Aus dieser Reaktion entsteht ein Teil des Volumens, das mit den Monaten noch zunimmt.

Anwendung

Verwendet werden PMMA Produkte für tiefe Falten, für Konturaufbau und in manchen Ländern für großflächige Anwendungen am Körper. In Deutschland ist der Einsatz im Gesicht rückläufig, weil die Nachteile bei Komplikationen schwer wiegen. Für bewegte Zonen wie die Lippen sind sie nicht geeignet.

Der scheinbare Vorteil

Das Argument lautet, dass eine einmalige Behandlung dauerhaft hält und wiederholte Sitzungen entfallen. Das trifft für das Material zu, nicht aber für das Gesicht: Weichteile sinken weiter ab, Fett und Knochen verändern sich. Ein dauerhaftes Depot bleibt dabei unverändert an seiner Stelle und kann mit den Jahren deplatziert wirken, obwohl es ursprünglich richtig gesetzt war.

Risiken

Neben den allgemeinen Injektionsrisiken sind späte entzündliche Knoten die wichtigste Komplikation, siehe Spätgranulom, ebenso Verhärtungen, Verschiebungen und sichtbare Unregelmäßigkeiten. Auch ein Biofilm auf dem Material wird diskutiert. Tritt ein vaskulärer Verschluss auf, fehlt das Gegenmittel, das bei Hyaluronsäure zur Verfügung steht.

Warum die Entfernung schwierig ist

Hyaluronidase wirkt nur auf Hyaluronsäure. PMMA lässt sich nicht auflösen. Bleiben Beschwerden bestehen, kommt allenfalls eine operative Entfernung in Frage, die je nach Lage schwierig ist und Narben hinterlässt, weil das Material fein im Gewebe verteilt liegt. Diese Einschränkung ist der Hauptgrund für die Zurückhaltung gegenüber permanenten Fillern.

Alternativen

Für dauerhaften Volumenaufbau kommen körpereigene Verfahren wie Eigenfett in Betracht. Für lang haltende, aber abbaubare Ergebnisse stehen Kalziumhydroxylapatit und Polymilchsäure zur Verfügung. Wer Wert auf Umkehrbarkeit legt, bleibt bei Hyaluronsäure.

Häufige Fragen

Woran erkenne ich, ob ich PMMA erhalten habe?

Aus der Dokumentation der Behandlung. Fragen Sie nach Produktname und Chargennummer und bewahren Sie die Angaben auf.

Sind permanente Filler verboten?

Nein, es gibt zugelassene Produkte. Ihre Anwendung wird aber wegen der fehlenden Umkehrbarkeit kritisch gesehen.

Kann ich darüber Hyaluronsäure spritzen lassen?

Das ist möglich, sollte aber nur nach klarer Kenntnis des vorhandenen Materials erfolgen.

Was tun bei Knoten nach Jahren?

Ärztlich abklären lassen. Nicht selbst manipulieren und die Behandlungsunterlagen mitbringen.

Warum werden permanente Filler im Ausland häufiger angeboten?

Zulassung und übliche Praxis unterscheiden sich je nach Land. Behandlungen im Ausland erschweren zudem die spätere Nachverfolgung, wenn Unterlagen fehlen.

Sieht man PMMA in der Bildgebung?

Im Ultraschall stellt sich das Material charakteristisch dar. Das hilft bei der Abklärung von Knoten, wenn die Vorgeschichte unklar ist.

Ist Eigenfett die bessere dauerhafte Lösung?

Es ist körpereigen und damit besser verträglich, ein Teil des übertragenen Volumens wird jedoch abgebaut, weshalb mehrere Sitzungen nötig sein können.