Monsplastik
Die Monsplastik ist die Straffung des Schamhügels, also des Bereichs oberhalb des Schambeins. Überschüssige Haut und Fettgewebe werden entfernt und die Region angehoben. Sie wird häufig gemeinsam mit einer Bauchdeckenstraffung durchgeführt, weil der Bereich sonst als abgesunkene Zone unterhalb der Narbe zurückbleibt.
Anlass
Nach starkem Gewichtsverlust, nach Schwangerschaften oder mit zunehmendem Alter sinkt der Schamhügel ab und wirkt voluminös oder hängend. Da der Bereich unterhalb der üblichen Narbe einer Bauchstraffung liegt, wird er von dieser nicht mit angehoben. Das Ergebnis wirkt dann im unteren Bauchbereich unstimmig, obwohl der Bauch selbst straff ist.
Beschwerden
Genannt werden Hautreizungen und Entzündungen in der Falte, Probleme bei der Intimhygiene, ein störendes Bild in enger Kleidung sowie Einschränkungen beim Geschlechtsverkehr, wenn eine ausgeprägte Falte überhängt. Diese funktionellen Punkte sind auch für die Frage einer Kostenübernahme relevant, siehe Kostenübernahme.
Technik
Der Zugang liegt in der Regel in derselben queren Narbe wie bei der Bauchstraffung. Fettgewebe wird reduziert, überschüssige Haut entfernt und das Gewebe nach oben an eine feste Struktur der Bauchwand fixiert, damit die Anhebung dauerhaft hält. Häufig wird zusätzlich eine Absaugung eingesetzt, um Volumen zu verringern, ohne die Durchblutung zu gefährden.
Kombination mit anderen Eingriffen
Neben der Bauchstraffung wird sie mit einem Bodylift oder mit der Entfernung einer Fettschürze kombiniert. Auch bei einer Schamlippenkorrektur wird die Region mitbetrachtet, weil beide Themen häufig gemeinsam auftreten. Ein isolierter Eingriff ist möglich, wenn Bauch und Flanken unauffällig sind.
Risiken
Der Bereich ist feucht und bewegt, was Wundheilungsstörungen begünstigt. Weitere mögliche Punkte sind Serom, Hämatom, Gefühlsstörungen, Lymphstauung sowie eine Überkorrektur mit unnatürlich flachem Ergebnis oder Zug an den äußeren Schamlippen. Eine sorgfältige Planung der Höhe ist deshalb entscheidend.
Ergebnis
Nach Abklingen der Schwellung, die in dieser Region länger anhalten kann, zeigt sich eine flachere und angehobene Kontur. Gewichtsschwankungen verändern das Ergebnis, weil der Schamhügel wie andere Fettdepots reagiert. Zur Nachsorge zählen Kompressionswäsche, Hygiene nach Anweisung und Schonung, siehe Heilungsverlauf nach der Bauchdeckenstraffung.
Häufige Fragen
Entsteht eine zusätzliche Narbe?
Bei Kombination mit einer Bauchstraffung meist nicht, da dieselbe Narbe genutzt wird.
Reicht eine Absaugung allein?
Nur bei gutem Hautzustand ohne Überschuss. Sonst bleibt die Haut hängen, und der Bereich wirkt nach der Volumenreduktion eher schlaffer als vorher.
Wie lange hält das Ergebnis?
Bei stabilem Gewicht in der Regel dauerhaft. Starke Schwankungen verändern die Region erneut.
Ist der Eingriff schmerzhaft?
Er wird meist gemeinsam mit einem größeren Eingriff durchgeführt, die Beschwerden entsprechen dem Gesamteingriff.
Wie lange hält die Schwellung an?
In dieser Region oft mehrere Wochen bis Monate, weil der Lymphabfluss nach unten erschwert ist. Kompression und Bewegung unterstützen den Rückgang.
Wird der Bereich auch bei Männern behandelt?
Ja. Nach starkem Gewichtsverlust ist ein abgesunkener Schamhügel auch bei Männern ein häufiger Befund und wird nach denselben Grundsätzen behandelt.
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