Ärzte vergleichen

Vergleich Plastischer Chirurgen

Dieser Vergleich basiert auf öffentlich verfügbaren Informationen und dient nur zur Orientierung. Bitte konsultieren Sie vor einer Behandlung persönlich einen qualifizierten Facharzt.
Zuletzt aktualisiert:

Brachioplastik

Die Brachioplastik ist der medizinische Begriff für die operative Straffung der Oberarme. Überschüssige Haut und Fettgewebe an der Arminnenseite werden entfernt, das verbleibende Gewebe neu gespannt. Sie wird umgangssprachlich als Armstraffung bezeichnet.

Anlass

Häufigster Anlass ist ein Hautüberschuss nach starkem Gewichtsverlust. Auch die altersbedingte Erschlaffung des Bindegewebes führt zu hängender Haut an der Arminnenseite, die sich weder durch Training noch durch Gewichtsabnahme zurückbildet. Beschwerden entstehen durch Reibung, Hautreizungen in der Falte und Einschränkungen bei der Kleiderwahl.

Techniken und Schnittführung

Bei geringem Überschuss reicht eine kurze Schnittführung in der Achselhöhle. Bei ausgeprägtem Befund verläuft der Schnitt längs an der Arminnenseite von der Achsel bis zum Ellenbogen, teils L förmig kombiniert. Die Länge richtet sich nach der Menge des Überschusses und lässt sich nicht frei wählen. Häufig wird eine Absaugung ergänzt, um das Volumen vor der Straffung zu reduzieren.

Ablauf

Der Eingriff erfolgt in Vollnarkose oder in Kombination aus örtlicher Betäubung und Analgosedierung. Nach dem Anzeichnen im Stehen wird das überschüssige Gewebe entfernt und in Schichten verschlossen. Danach werden die Arme für einige Wochen mit Kompressionswäsche versorgt, Heben und Tragen sind zunächst eingeschränkt.

Narben

Die Narbe an der Arminnenseite ist der wesentliche Kompromiss dieses Eingriffs. Sie liegt in einem Bereich mit Zug und Bewegung und neigt eher zu Verbreiterung oder zu einer hypertrophen Narbe. Konsequente Narbenpflege und Sonnenschutz über Monate beeinflussen das Ergebnis. Wer mit einer sichtbaren Narbe nicht leben möchte, sollte den Eingriff nicht durchführen lassen.

Risiken

Zu nennen sind Serom, Hämatom, Wundheilungsstörung, Gefühlsstörungen an der Arminnenseite durch Nervenäste im Operationsgebiet, Schwellungen der Hand in der Frühphase und in seltenen Fällen ein Lymphödem. Auch Asymmetrien und ein verbleibender kleiner Überschuss sind möglich.

Alternativen

Bei gutem Hautzustand und überwiegendem Fettanteil kann eine alleinige Absaugung genügen, weil sich die Haut zurückzieht, siehe Hautretraktion. Nicht invasive Straffungsverfahren wirken bei ausgeprägtem Überschuss nicht. Zu den Verfahren im Überblick siehe Hautstraffung.

Häufige Fragen

Wie lange dauert die Erholung?

Alltagsfähig sind viele nach ein bis zwei Wochen, Sport und Belastung folgen deutlich später nach Freigabe.

Zahlt die Krankenkasse?

Bei wiederkehrenden Entzündungen in der Hautfalte nach massivem Gewichtsverlust ist eine Prüfung möglich, siehe Kostenübernahme.

Kann die Narbe kürzer ausfallen?

Nur bei geringem Überschuss. Eine kurze Narbe bei großem Befund führt zu unbefriedigender Straffung.

Wann ist der richtige Zeitpunkt?

Bei stabilem Gewicht über mehrere Monate. Nach einer bariatrischen Operation wird zusätzlich auf ausgeglichene Eiweiß und Vitaminwerte geachtet, weil die Wundheilung davon abhängt.

Werden beide Arme gleichzeitig operiert?

In der Regel ja, damit das Ergebnis symmetrisch wird. Dadurch sind beide Arme in der ersten Zeit gleichzeitig eingeschränkt, was in der Alltagsplanung berücksichtigt werden sollte.

Wie fällt die Narbe im Alltag auf?

Sie liegt an der Innenseite und ist bei hängenden Armen wenig sichtbar, beim Heben dagegen schon. Kurzarmkleidung deckt sie nicht ab.