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Vergleich Plastischer Chirurgen

Dieser Vergleich basiert auf öffentlich verfügbaren Informationen und dient nur zur Orientierung. Bitte konsultieren Sie vor einer Behandlung persönlich einen qualifizierten Facharzt.
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Lymphödem

Ein Lymphödem ist eine Schwellung, die entsteht, wenn Lymphflüssigkeit nicht ausreichend abtransportiert wird und sich im Gewebe ansammelt. Anders als eine gewöhnliche Schwellung nach einer Operation verschwindet es nicht von allein, sondern braucht Behandlung. In der plastischen Chirurgie ist es sowohl mögliche Folge von Eingriffen als auch Anlass für Behandlungen.

Das Lymphsystem

Neben den Blutgefäßen durchzieht ein zweites Gefäßnetz den Körper. Es sammelt Flüssigkeit und Eiweiße aus dem Gewebe ein und führt sie über Lymphknoten zurück in den Blutkreislauf. Fällt ein Teil dieses Netzes aus oder ist es überlastet, staut sich die Flüssigkeit dort, wo sie anfällt. Weil das Eiweiß im Gewebe verbleibt, zieht es zusätzlich Wasser nach, und das Gewebe verändert mit der Zeit seine Struktur.

Ursachen

Man unterscheidet zwei Formen. Beim primären Lymphödem ist das Lymphsystem anlagebedingt unzureichend angelegt. Beim sekundären Lymphödem wird ein zuvor funktionierendes System geschädigt, etwa durch Entfernung von Lymphknoten bei einer Tumoroperation, durch Bestrahlung, durch Infektionen oder durch Verletzungen. Nach Operationen an der Achselhöhle im Rahmen einer Brustkrebsbehandlung ist das eine bekannte mögliche Spätfolge, weshalb sie bei der Brustrekonstruktion mitbedacht wird.

Abgrenzung zu anderen Schwellungen

Nach jedem Eingriff schwillt Gewebe an, das ist Teil der Wundheilung und bildet sich über Wochen zurück. Ein Serom dagegen ist eine umschriebene Flüssigkeitsansammlung in einem Hohlraum und lässt sich punktieren. Beim Lymphödem ist die Schwellung diffus, betrifft meist eine ganze Gliedmaße, nimmt im Tagesverlauf zu und bleibt über Monate bestehen. Auch das Lipödem wird häufig damit verwechselt, ist aber eine Fettverteilungsstörung mit Druckschmerz und anderer Behandlungslogik. Die Unterscheidung gehört in ärztliche Hände, weil die Therapien sich unterscheiden.

Behandlung

Etabliert ist ein Bündel aus mehreren Bausteinen: manuelle Lymphdrainage, konsequente Kompression, Bewegung und Hautpflege. Die Kompression ist dabei der tragende Teil, die Drainage allein reicht nicht, weil die Flüssigkeit sonst zurückkehrt. Welche Kompressionsklasse angemessen ist, wird ärztlich festgelegt. Bei fortgeschrittenen Befunden kommen operative Verfahren infrage, etwa die Verbindung von Lymphgefäßen mit Venen oder die Verpflanzung von Lymphknoten. Eine Heilung im Sinne einer vollständigen Wiederherstellung ist beim Lymphödem in der Regel nicht das Ziel, wohl aber eine dauerhaft gute Kontrolle.

Bezug zur plastischen Chirurgie

Bei ausgedehnten Eingriffen wird darauf geachtet, Lymphbahnen zu schonen. Nach großen Straffungen oder ausgedehnter Fettabsaugung kann eine länger anhaltende Schwellung auftreten, die sich meist erholt, aber engmaschig beurteilt gehört. Bei bereits bestehendem Lymphödem beeinflusst der Befund Planung und Nachsorge erheblich und gehört deshalb ins Vorgespräch, auch wenn er lange zurückliegt.

Häufige Fragen

Geht ein Lymphödem wieder weg?

Es lässt sich in aller Regel gut kontrollieren, verschwindet aber meist nicht dauerhaft von selbst. Die Behandlung ist auf Dauer angelegt.

Reicht Lymphdrainage allein?

Nein. Ohne konsequente Kompression kehrt die Flüssigkeit nach der Behandlung zurück.

Ist jede anhaltende Schwellung nach einer Operation ein Lymphödem?

Nein, meist handelt es sich um die normale Heilungsschwellung. Hält sie ungewöhnlich lange an, gehört sie abgeklärt.

Darf ich mit Lymphödem operiert werden?

Das ist möglich, verlangt aber eine sorgfältige Abwägung und angepasste Nachsorge. Der Befund gehört offen angesprochen.