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Vergleich Plastischer Chirurgen

Dieser Vergleich basiert auf öffentlich verfügbaren Informationen und dient nur zur Orientierung. Bitte konsultieren Sie vor einer Behandlung persönlich einen qualifizierten Facharzt.
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Wundheilungsphasen

Die Wundheilung verläuft in aufeinander aufbauenden Phasen, die ineinander übergehen. Wer den Ablauf kennt, ordnet den eigenen Verlauf besser ein und versteht, warum eine Narbe erst nach Monaten beurteilt werden kann.

Entzündungsphase

Unmittelbar nach dem Eingriff stoppt der Körper die Blutung und beginnt mit der Reinigung des Wundgebiets. Immunzellen wandern ein, Rötung, Schwellung, Wärme und Schmerz sind in dieser Phase erwartbar und kein Zeichen einer Infektion. Sie dauert üblicherweise wenige Tage. Nehmen die Zeichen allerdings zu, statt abzuklingen, gehört das abgeklärt.

Proliferationsphase

Anschließend baut der Körper neues Gewebe auf. Es bilden sich frische Gefäße, Bindegewebszellen produzieren Kollagen, und die Wundränder ziehen sich zusammen. Die Wunde verschließt sich, die frische Narbe ist zunächst gerötet, fest und häufig erhaben. Diese Phase erstreckt sich über Tage bis mehrere Wochen.

Remodeling

In der letzten und mit Abstand längsten Phase wird das zunächst ungeordnet eingelagerte Kollagen umgebaut und ausgerichtet. Die Narbe wird allmählich blasser, weicher und flacher. Dieser Umbau zieht sich über viele Monate hin, bei manchen Menschen über ein Jahr und länger. Weiterführend dazu die Seite Narben entfernen.

Was die Heilung beeinflusst

Nikotin verschlechtert die Durchblutung und zählt zu den wichtigsten beeinflussbaren Störfaktoren. Ebenfalls relevant sind Zug und Spannung auf der Narbe, UV-Strahlung, Infektionen, bestimmte Vorerkrankungen wie ein schlecht eingestellter Diabetes, Mangelernährung und einzelne Medikamente. Frische Narben sollten konsequent vor Sonne geschützt werden, dazu Sonne, Hitze und Baden nach der Operation.

Besonders unterschätzt wird die mechanische Spannung. Eine Narbe, die dauerhaft unter Zug steht, etwa über einem Gelenk oder an einer Stelle, die bei jeder Bewegung gedehnt wird, neigt eher dazu, sich zu verbreitern oder wulstig zu werden. Aus diesem Grund geben Operateure Bewegungseinschränkungen für bestimmte Wochen vor, und aus demselben Grund werden je nach Region Pflaster oder Silikonauflagen empfohlen, die die Narbe entlasten.

Auch die Lokalisation spielt eine Rolle. Narben am Rumpf, insbesondere über dem Brustbein und an den Schultern, neigen bekanntermaßen stärker zu auffälliger Ausreifung als solche im Gesicht, wo die Heilung meist unauffälliger verläuft. Diese Unterschiede sind anlagebedingt und lassen sich nicht vollständig beeinflussen.

Was das für die Beurteilung heißt

Eine frische, rote und feste Narbe ist ein Zwischenstand und kein Endergebnis. Aus demselben Grund ist auch die Beurteilung der Form nach einem körperformenden Eingriff erst sinnvoll, wenn die Schwellung abgeklungen ist. Frühe Vergleiche führen regelmäßig zu unnötiger Verunsicherung.

Häufige Fragen

Wie lange dauert die Wundheilung insgesamt?

Der Wundverschluss erfolgt meist innerhalb von Wochen, der Narbenumbau dauert dagegen viele Monate und teils über ein Jahr.

Ist eine rote, harte Narbe normal?

In den ersten Monaten ja. Nimmt die Rötung dagegen zu, wird die Narbe zunehmend wulstig oder juckt stark, sollte sie beurteilt werden.

Warum ist Rauchen so ungünstig?

Nikotin verengt die kleinen Blutgefäße und verschlechtert die Sauerstoffversorgung genau des Gewebes, das heilen soll.

Wann darf ich das Ergebnis beurteilen?

Nach Abklingen der Schwellung und fortgeschrittenem Narbenumbau, je nach Eingriff nach mehreren Monaten.