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Vergleich Plastischer Chirurgen

Dieser Vergleich basiert auf öffentlich verfügbaren Informationen und dient nur zur Orientierung. Bitte konsultieren Sie vor einer Behandlung persönlich einen qualifizierten Facharzt.
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Hypertrophe Narbe

Eine hypertrophe Narbe ist eine verdickte, erhabene Narbe, die innerhalb der Grenzen der ursprünglichen Wunde bleibt. Der Körper bildet dabei mehr Bindegewebe, als für den Verschluss nötig wäre. Der Unterschied zum Keloid liegt genau in dieser Begrenzung und im weiteren Verlauf, denn hypertrophe Narben bilden sich häufig über die Zeit teilweise zurück.

Merkmale

Typisch ist eine wulstige, feste Narbe, die über das Hautniveau hinausragt, anfangs gerötet ist und jucken oder spannen kann. Sie folgt dem Verlauf des ursprünglichen Schnittes oder der Wunde und überschreitet dessen Ränder nicht. Häufig betroffen sind Regionen mit viel Zug und Bewegung, etwa über Gelenken, an der Schulter, am Brustbein und an Stellen, an denen die Haut unter Spannung verschlossen wurde.

Abgrenzung zum Keloid

Beide sind erhaben und fest, das Keloid wächst jedoch über die Wundgrenzen hinaus in gesunde Haut hinein und bildet sich kaum spontan zurück. Die hypertrophe Narbe bleibt im Rahmen und flacht über Monate bis Jahre oft ab. Diese Unterscheidung ist mehr als akademisch: Sie bestimmt, wie realistisch eine Rückbildung ist und wie aggressiv behandelt werden muss. Eine Operation an einer hypertrophen Narbe hat zudem bessere Aussichten als am Keloid, bei dem die Rückfallneigung hoch ist.

Warum sie entsteht

In der Umbauphase der Heilung wird normalerweise ein Teil des zunächst gebildeten Kollagens wieder abgebaut und der Rest geordnet, wie es der Eintrag zu den Wundheilungsphasen beschreibt. Bleibt die Aufbauphase zu lange aktiv, sammelt sich überschüssiges Gewebe an. Begünstigend wirken Zugspannung auf der Narbe, eine verzögerte Heilung, eine Wundinfektion, eine Wundheilungsstörung, mechanische Reizung sowie eine individuelle Veranlagung. Auch das Alter spielt eine Rolle, jüngere Haut neigt stärker dazu.

Verlauf

Meist zeigt sich die Verdickung in den ersten Wochen bis Monaten nach dem Eingriff, erreicht dann einen Höhepunkt und wird anschließend allmählich flacher und blasser. Dieser Vorgang zieht sich über viele Monate, teils über ein Jahr hinaus. Deshalb wird eine operative Korrektur in aller Regel erst erwogen, wenn die Narbe ausgereift ist, siehe Revisionseingriff. Wer zu früh eingreift, operiert in aktivem Gewebe und riskiert ein schlechteres Ergebnis als beim Abwarten.

Behandlung und Vorbeugung

Bewährt sind Silikonauflagen oder Silikongele über längere Zeiträume, Druck durch Kompression, sanfte Narbenmassage nach Freigabe und konsequenter Sonnenschutz, damit die Narbe nicht dauerhaft nachdunkelt. Bei hartnäckigen Befunden kommen Injektionen entzündungshemmender Wirkstoffe sowie lichtbasierte Verfahren gegen die Rötung infrage, wie sie die Seite zum Entfernen von Narben beschreibt. Vorbeugend zählen spannungsarmer Wundverschluss, Schonung des Gebiets in der Frühphase und frühzeitige Narbenpflege, sobald die Wunde verschlossen ist. Praktische Hinweise dazu gibt der Beitrag zur Narbenpflege nach der Operation.

Häufige Fragen

Bildet sie sich von allein zurück?

Häufig flacht sie über Monate bis Jahre deutlich ab. Vollständig verschwindet eine Narbe jedoch nie.

Wann kann ich sie korrigieren lassen?

Erst nach der Ausreifung, in der Regel nach etwa einem Jahr. Vorher ist das Ergebnis schlecht vorhersehbar.

Hilft Massage?

Sanfte Massage nach ärztlicher Freigabe kann die Narbe geschmeidiger halten. Kräftiges Reiben ist kontraproduktiv.

Warum bekomme ich sie und andere nicht?

Neben Lage und Spannung spielt die Veranlagung eine große Rolle. Beeinflussbar sind vor allem Zug, Reizung und Sonne.