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Vergleich Plastischer Chirurgen

Dieser Vergleich basiert auf öffentlich verfügbaren Informationen und dient nur zur Orientierung. Bitte konsultieren Sie vor einer Behandlung persönlich einen qualifizierten Facharzt.
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Wundinfektion

Eine Wundinfektion liegt vor, wenn sich Krankheitserreger im Operationsgebiet vermehren und dort eine Entzündung auslösen. Sie unterscheidet sich von der normalen Entzündungsreaktion, die zu jeder Heilung gehört, durch ihren Verlauf: Statt abzuklingen, nehmen die Beschwerden zu. Genau daran wird sie im Alltag erkannt.

Anzeichen

Typisch sind zunehmende Rötung, die über den Wundrand hinausreicht, Überwärmung, Schwellung, pochender oder wieder stärker werdender Schmerz sowie trübes oder übelriechendes Sekret aus der Wunde. Dazu können Fieber, Schüttelfrost und ein allgemeines Krankheitsgefühl kommen. Entscheidend ist die Richtung: Nach den ersten Tagen sollten Rötung und Schmerz abnehmen. Nehmen sie stattdessen zu, ist das ein Warnzeichen, das nicht abgewartet gehört, siehe auch Warnsignale nach der Operation.

Wann sie auftritt

Am häufigsten zeigt sich eine Wundinfektion in den ersten ein bis zwei Wochen nach dem Eingriff. Wo Fremdmaterial eingebracht wurde, etwa ein Implantat, sind auch spätere Verläufe möglich, teils Wochen oder Monate danach. Aus diesem Grund gehören neu auftretende Rötung, Schmerz oder Schwellung an einer bereits abgeheilten Stelle ebenfalls ärztlich beurteilt.

Was das Risiko erhöht

Dazu zählen Rauchen, Diabetes, hohes Körpergewicht, ein geschwächtes Immunsystem, lange Operationsdauer, ausgedehnte Gewebeablösung, ein Hämatom oder Serom im Operationsgebiet sowie eingebrachtes Fremdmaterial. Auch Manipulation an der Wunde, zu frühes Baden und das Ablösen von Krusten begünstigen eine Besiedelung. Bei Brustimplantaten kann eine Infektion zudem eine Kapselfibrose begünstigen.

Vorgehen

Bei Verdacht gilt: die operierende Praxis kontaktieren, nicht selbst behandeln und keine Hausmittel auf die Wunde geben. Ärztlich wird beurteilt, ob es sich um eine oberflächliche Reizung oder eine echte Infektion handelt. Je nach Befund folgen eine gezielte Wundreinigung, das Eröffnen und Spülen der Wunde, das Anlegen einer Drainage, ein Abstrich zur Erregerbestimmung und eine antibiotische Behandlung. Bei Infektionen um ein Implantat kann dessen vorübergehende Entfernung nötig werden, was schwer zu akzeptieren, aber oft der Weg zum stabilen Ergebnis ist. Unbehandelt drohen ein Auseinanderweichen der Wunde, eine Hautnekrose und breite Narben.

Vorbeugung

Wesentlich sind das Einhalten der Vorgaben zu Verband, Duschen und Baden, saubere Hände beim Verbandwechsel, Verzicht auf Manipulation an Krusten und Fäden, Nikotinverzicht sowie das konsequente Wahrnehmen der Nachsorgetermine. Ebenso gehört dazu, Vorerkrankungen und Medikamente vor dem Eingriff vollständig anzugeben, siehe Checkliste zur Operationsvorbereitung. Sauna, Schwimmbad und Meerwasser bleiben tabu, bis die Wunde vollständig verschlossen ist.

Häufige Fragen

Ist Rötung um die Naht immer eine Infektion?

Nein, ein schmaler roter Saum in den ersten Tagen ist üblich. Kritisch wird es, wenn die Rötung wächst und der Schmerz zunimmt.

Reicht eine Salbe aus der Apotheke?

Nein. Eigenbehandlung verschleiert den Verlauf und verzögert die richtige Therapie.

Muss ein Implantat immer entfernt werden?

Nicht immer, aber bei einer Infektion um das Implantat ist es häufig die sicherste Lösung, mit späterem Wiederaufbau.

Wann darf ich wieder schwimmen?

Erst nach vollständigem Wundverschluss und Freigabe durch die Praxis, nicht nach eigenem Gefühl.