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Vergleich Plastischer Chirurgen

Dieser Vergleich basiert auf öffentlich verfügbaren Informationen und dient nur zur Orientierung. Bitte konsultieren Sie vor einer Behandlung persönlich einen qualifizierten Facharzt.
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Silikonom

Ein Silikonom ist ein Knoten aus Gewebe, das der Körper um freies Silikon gebildet hat. Er entsteht, wenn Silikon aus einem defekten Implantat austritt oder direkt in das Gewebe gespritzt wurde. Der Befund ist gutartig, muss aber von anderen Ursachen abgegrenzt werden.

Entstehung

Silikon, das nicht mehr von der Implantathülle umschlossen ist, wird vom Körper als Fremdmaterial erkannt. Abwehrzellen umschließen es, es bildet sich eine feste Bindegewebshülle. Auslöser ist meist eine Implantatruptur, bei der Material über die Kapsel hinaus ins Gewebe gelangt. Moderne Implantate mit kohäsivem Silikongel begrenzen diese Verteilung, verhindern sie aber nicht vollständig.

Wo es auftritt

Am häufigsten in der Brust selbst, entlang der Kapsel und im umliegenden Fettgewebe. Silikon kann außerdem über die Lymphbahnen wandern und Lymphknoten in der Achselhöhle erreichen, die sich dann vergrößern und tastbar werden. Seltener finden sich Ablagerungen weiter entfernt, etwa an der Brustwand.

Beschwerden

Viele Silikonome verursachen keine Beschwerden und fallen nur als Tastbefund oder Zufallsbefund in der Bildgebung auf. Möglich sind ein Druckgefühl, eine örtliche Verhärtung, Spannungsschmerz und selten eine entzündliche Reaktion mit Rötung. Vergrößerte Lymphknoten in der Achsel führen häufig zunächst zu Verunsicherung, weil sie an andere Ursachen denken lassen.

Diagnose

Erste Untersuchung ist meist der Ultraschall, in dem sich freies Silikon charakteristisch darstellt. Als aussagekräftigstes Verfahren zur Beurteilung von Implantat und Gewebe gilt die Kernspintomografie. In der Mammografie ist die Beurteilung eingeschränkt, weshalb bei Implantatträgerinnen besondere Aufnahmetechniken genutzt werden, siehe Eklund Technik. Bleibt ein Befund unklar, folgt eine Gewebeprobe.

Behandlung

Bei Beschwerdefreiheit und eindeutigem Befund ist Beobachtung möglich. Liegt eine Ruptur zugrunde, wird das Implantat entfernt oder gewechselt, meist gemeinsam mit der Kapsel, siehe Kapsulektomie und En bloc Explantation. Bereits verteiltes Silikon lässt sich nicht vollständig entfernen, ohne gesundes Gewebe zu opfern. Deshalb wird abgewogen, wie viel Chirurgie sinnvoll ist. Betroffene Lymphknoten werden nur bei Beschwerden oder unklarem Befund entnommen.

Sonderfall Silikoninjektion

Flüssiges Silikon wurde früher und wird in manchen Ländern weiterhin direkt in Brust, Gesäß oder Gesicht gespritzt. Diese Anwendung gilt als besonders problematisch, weil sich das Material diffus verteilt, wandert und späte Entzündungen auslösen kann, ähnlich einem Spätgranulom nach permanenten Fillern wie PMMA. Eine vollständige Entfernung ist praktisch nicht möglich.

Häufige Fragen

Ist ein Silikonom bösartig?

Nein. Jeder neue Knoten gehört dennoch abgeklärt, weil der Tastbefund allein nicht ausreicht.

Muss es immer entfernt werden?

Nein. Entscheidend sind Beschwerden, Größe und die Eindeutigkeit des Befunds.

Wandert Silikon durch den ganzen Körper?

Eine Verlagerung über Lymphbahnen ist beschrieben, meist bleibt sie auf die Region und die Achsellymphknoten begrenzt.

Verhindert ein Wechsel des Implantats weitere Knoten?

Er beseitigt die Quelle. Bereits abgelagertes Material bleibt bestehen.

Wie oft sollte ich kontrollieren lassen?

Nach ärztlicher Vorgabe, üblich sind regelmäßige Ultraschallkontrollen der Brust.

Woran erkenne ich, dass etwas nicht stimmt?

An neuen Knoten, Formveränderung, Schmerz oder Schwellung. Dann zeitnah vorstellen.