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Vergleich Plastischer Chirurgen

Dieser Vergleich basiert auf öffentlich verfügbaren Informationen und dient nur zur Orientierung. Bitte konsultieren Sie vor einer Behandlung persönlich einen qualifizierten Facharzt.
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Periareolärer Zugang

Der periareoläre Zugang ist ein Schnitt entlang des Randes vom Warzenhof. Der Begriff bedeutet wörtlich um die Areola herum. Genutzt wird dabei die natürliche Farbgrenze zwischen dem dunkleren Warzenhof und der helleren Brusthaut, in der eine Narbe später deutlich weniger auffällt als auf gleichmäßig gefärbter Haut.

Das Prinzip

Der Schnitt verläuft als Bogen am Rand der Areola, meist am unteren Halbkreis, seltener rundherum. Von dort arbeitet sich der Operateur in die Tiefe vor, entweder direkt durch das Drüsengewebe oder daran vorbei in Richtung Brustmuskel. Die Länge des Bogens richtet sich nach dem, was hindurch muss, und nach dem Durchmesser des Warzenhofs. Ein kleiner Warzenhof begrenzt die mögliche Schnittlänge und damit auch, welche Eingriffe über diesen Weg sinnvoll sind.

Wofür er genutzt wird

Häufig genutzt wird er bei der Behandlung einer Gynäkomastie, weil sich das Drüsengewebe direkt unter dem Warzenhof befindet und über diesen Weg gut erreichbar ist. Ebenso kommt er bei Straffungen zum Einsatz, wo der Warzenkomplex ohnehin umschnitten und versetzt wird, siehe Mastopexie. Bei der Brustvergrößerung ist er einer von mehreren möglichen Wegen, um ein Implantat einzubringen, und bei der Brustwarzenkorrektur ist er der naheliegende Zugang.

Vorteile

Der auffälligste Vorteil ist die Narbenlage an der Farbgrenze, wo sie mit der Zeit oft schwer erkennbar wird. Dazu kommt die zentrale Position: Von der Mitte der Brust aus lassen sich beide Seiten des Drüsenkörpers gleich gut erreichen, was bei symmetrischer Gewebeentfernung hilft. Wird der Warzenhof im selben Eingriff verkleinert, entsteht ohnehin ein Schnitt an dieser Stelle, sodass kein zusätzlicher Zugang nötig ist.

Grenzen

Die Schnittlänge ist durch den Durchmesser des Warzenhofs begrenzt, was bei größeren Implantaten zum Problem wird. Der Weg führt außerdem durch oder dicht an Drüsengewebe und Milchgängen, weshalb Fragen zur Empfindsamkeit der Brustwarze und zur Stillfähigkeit hier besonders zur Sprache gehören. Die Narbe kann sich bei ungünstiger Heilung als heller Ring abzeichnen, und bei Spannung besteht die Neigung, dass sich der Warzenhof im Verlauf wieder ausweitet. Ob der Zugang passt, entscheidet der Befund, nicht der Wunsch nach einer bestimmten Narbenlage.

Andere Zugangswege

Für Implantate wird häufig der Schnitt in der Unterbrustfalte gewählt, den der Eintrag zur Inframammärfalte beschreibt. Er erlaubt eine größere Öffnung, guten Blick auf die Implantattasche und lässt Drüse und Milchgänge unberührt, hinterlässt dafür aber eine Narbe in der Falte. Ein weiterer Weg führt über die Achselhöhle. Welcher Zugang gewählt wird, hängt von Implantatgröße, Gewebe, geplanter Lage und Voroperationen ab, siehe dazu auch submuskuläre Platzierung und Dual Plane.

Häufige Fragen

Ist die Narbe wirklich unsichtbar?

Unsichtbar nicht, aber sie liegt an einer Farbgrenze und fällt dort meist wenig auf. Der Verlauf hängt von Hauttyp und Heilung ab.

Kann ich nach diesem Zugang noch stillen?

Das ist möglich, aber nicht garantiert, weil der Weg nah an Milchgängen verläuft. Sprechen Sie einen Stillwunsch vorher ausdrücklich an.

Passt jedes Implantat durch diesen Zugang?

Nein. Bei großem Volumen oder kleinem Warzenhof reicht die Öffnung oft nicht, dann ist ein anderer Weg sinnvoller.

Leidet die Empfindsamkeit stärker als bei anderen Zugängen?

Ein erhöhtes Risiko wird diskutiert, weil der Schnitt nah an den versorgenden Nerven liegt. Vorübergehende Störungen sind bei allen Zugängen möglich.