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Vergleich Plastischer Chirurgen

Dieser Vergleich basiert auf öffentlich verfügbaren Informationen und dient nur zur Orientierung. Bitte konsultieren Sie vor einer Behandlung persönlich einen qualifizierten Facharzt.
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Dehiszenz

Als Dehiszenz bezeichnet man das Auseinanderweichen einer bereits verschlossenen Wunde. Der Begriff stammt vom lateinischen dehiscere für aufklaffen. Betroffen sein können nur die oberen Hautschichten oder auch tiefere Schichten, was den Schweregrad und das weitere Vorgehen bestimmt.

Oberflächlich oder tief

Bei der oberflächlichen Form öffnet sich nur die Hautnaht, die tieferen Schichten halten. Das sieht beunruhigend aus, ist aber in der Regel gut beherrschbar. Bei der tiefen Form geben auch die darunterliegenden Nähte nach, etwa in der Muskelfaszie. Das ist deutlich ernster, weil dann die Stabilität der Bauchdecke oder einer anderen tragenden Schicht betroffen ist, und verlangt eine rasche operative Versorgung.

Warum eine Naht aufgeht

Meist wirkt eine Kombination aus zu viel Zug und zu wenig Halt. Zug entsteht durch Spannung beim Verschluss, durch frühe Belastung, Husten, Pressen, Erbrechen oder ruckartige Bewegungen. Der Halt leidet, wenn das Gewebe schlecht heilt, etwa bei einer Wundinfektion, bei mangelhafter Durchblutung, unter Kortison, bei Diabetes, bei Mangelernährung oder bei Nikotinkonsum. Auch ein Hämatom oder Serom unter der Naht kann sie von innen auseinanderdrücken. Betroffen sind besonders Stellen unter Spannung, etwa der Verschluss nach einer Bauchdeckenstraffung oder der Kreuzungspunkt von Narben nach einer Bruststraffung.

Wann es passiert

Häufig in der zweiten Woche, also gerade dann, wenn die Fäden gezogen werden oder sich auflösen und das Gewebe seine eigene Festigkeit noch nicht erreicht hat. Genau in dieser Phase fühlen sich viele bereits deutlich besser und werden aktiver, was den Zug auf die Naht erhöht. Deshalb gelten die Schonungsvorgaben über den Zeitpunkt des Fädenziehens hinaus.

Anzeichen

Sichtbar wird ein Spalt zwischen den Wundrändern, oft zunächst punktuell an der Stelle mit der größten Spannung. Häufig geht ein Nässen voraus, teils tritt seröse oder blutige Flüssigkeit aus. Ein plötzliches Reißgefühl während einer Bewegung ist ein deutliches Warnzeichen. Kommen Fieber, zunehmende Rötung oder trübes Sekret hinzu, spricht das für eine begleitende Infektion. In allen Fällen gilt: Praxis kontaktieren statt abwarten, siehe Warnsignale nach der Operation.

Behandlung und Vorbeugung

Kleine oberflächliche Öffnungen werden meist konservativ zur Heilung gebracht, also gereinigt, verbunden und offen ausheilen gelassen. Das dauert länger und hinterlässt eine breitere Narbe, die sich nach Ausreifung korrigieren lässt. Größere oder tiefe Befunde werden operativ versorgt, teils mit erneutem Verschluss, teils mit Drainage, was auf einen Revisionseingriff hinausläuft. Vorbeugend zählen spannungsarmer Verschluss, Nikotinverzicht, Einhalten der Belastungsgrenzen, Vermeiden von Pressen und Husten ohne Gegenhalt sowie korrekt sitzende Kompressionswäsche. Der Wiedereinstieg in Bewegung folgt am besten der Reihenfolge, die der Beitrag zum Sport nach der Operation beschreibt.

Häufige Fragen

Ist eine offene Naht ein Notfall?

Eine kleine oberflächliche Öffnung nicht, sie gehört aber zeitnah beurteilt. Bei tiefem Aufklaffen ist sofortige Vorstellung nötig.

Wird immer neu genäht?

Nein. Kleine Öffnungen heilen oft besser offen ab. Ob genäht wird, entscheidet der Befund.

Bleibt eine breitere Narbe zurück?

In der Regel ja, weil die Wunde sekundär heilt. Eine Korrektur ist nach Ausreifung möglich.

Was kann ich selbst tun?

Schonungsvorgaben einhalten, nicht an der Wunde manipulieren und Auffälligkeiten früh melden.