Ärzte vergleichen

Vergleich Plastischer Chirurgen

Dieser Vergleich basiert auf öffentlich verfügbaren Informationen und dient nur zur Orientierung. Bitte konsultieren Sie vor einer Behandlung persönlich einen qualifizierten Facharzt.
Zuletzt aktualisiert:

Kreuzvernetzung

Kreuzvernetzung bezeichnet die chemische Verknüpfung einzelner Hyaluronsäureketten zu einem Netzwerk. Reine Hyaluronsäure würde im Gewebe innerhalb weniger Tage abgebaut. Erst die Vernetzung macht daraus ein Gel, das Monate hält. Sie ist damit die Grundlage aller haltbaren Filler auf Hyaluronsäurebasis.

Das Prinzip

Bei der Herstellung werden die langen Zuckerketten der Hyaluronsäure durch Brückenmoleküle miteinander verbunden. Es entsteht ein dreidimensionales Netz, das Wasser bindet und dem Gel Struktur gibt. Nicht gebundene Anteile werden im Herstellungsprozess weitgehend entfernt, damit möglichst wenig freies Vernetzungsmittel im Produkt verbleibt.

Vernetzungsgrad

Je mehr Brücken gesetzt werden, desto stabiler und fester das Gel. Ein hoch vernetztes Produkt widersteht Druck und behält seine Form, ein gering vernetztes verteilt sich weicher im Gewebe. Neben dem Grad spielt auch die Größe der Gelpartikel eine Rolle, ebenso die Konzentration der Hyaluronsäure.

Was sich daraus ergibt

Aus diesen Faktoren ergeben sich die messbaren Eigenschaften eines Fillers, darunter die Festigkeit, die als G Prime beschrieben wird, sowie die Fähigkeit, sich im Gewebe zu verteilen. Feste Gele eignen sich für den Aufbau an Knochenstrukturen, etwa an Kieferlinie oder Kinn. Weiche Gele passen zu beweglichen Zonen wie den Lippen oder zur oberflächlichen Hautverbesserung, siehe Skin Booster.

Warum sich Produkte unterscheiden

Hersteller nutzen unterschiedliche Verfahren, um Ketten zu verknüpfen und das Gel aufzubereiten. Daraus entstehen die Produktfamilien, die von Juvederm über Restylane bis Belotero und Teosyal reichen. Innerhalb jeder Familie gibt es mehrere Härtegrade für verschiedene Zonen. Die Auswahl richtet sich nach der Behandlungszone, nicht nach dem Markennamen.

Abbau im Körper

Der Abbau erfolgt durch körpereigene Enzyme und läuft langsamer, je stabiler das Netz ist. Deshalb hält ein festes Gel an einer ruhigen Stelle deutlich länger als ein weiches in einer bewegten Zone. Bei Bedarf lässt sich vernetzte Hyaluronsäure gezielt mit Hyaluronidase auflösen, was ein wesentlicher Sicherheitsvorteil dieser Produktgruppe ist.

Was das für die Behandlung bedeutet

Wer versteht, dass Filler nicht gleich Filler ist, kann gezielter fragen: Welches Produkt wird verwendet, in welcher Tiefe wird es platziert und warum passt es zur behandelten Zone. Ein sehr festes Gel an falscher Stelle fällt als Knoten auf, ein zu weiches an einer tragenden Stelle bringt keinen Halt.

Häufige Fragen

Ist stärker vernetzt automatisch besser?

Nein. Entscheidend ist, ob die Eigenschaften zur Zone passen.

Hält ein hoch vernetzter Filler immer länger?

Tendenziell ja, aber Bewegung, Durchblutung und Menge beeinflussen die Dauer ebenso.

Sind Vernetzungsmittel im Produkt enthalten?

Im fertigen Gel bleiben allenfalls Spuren. Zugelassene Produkte unterliegen dazu festgelegten Grenzwerten.

Lässt sich jeder Hyaluronfiller auflösen?

Vernetzte Hyaluronsäure ja, wenn auch je nach Dichte unterschiedlich schnell. Filler aus anderen Materialien nicht.

Warum fühlt sich derselbe Filler an verschiedenen Stellen anders an?

Weil die Umgebung mitwirkt. In dünner Haut über Knochen ist ein Gel eher tastbar als in einer dicken Fettschicht, unabhängig vom Produkt.

Ist unvernetzte Hyaluronsäure nutzlos?

Nein, sie wird bewusst eingesetzt, wenn es um Feuchtigkeit und Hautqualität statt um Volumen geht. Sie hält dann allerdings nur kurz und wird in Serien angewendet.