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Vergleich Plastischer Chirurgen

Dieser Vergleich basiert auf öffentlich verfügbaren Informationen und dient nur zur Orientierung. Bitte konsultieren Sie vor einer Behandlung persönlich einen qualifizierten Facharzt.
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Aspirationstest

Beim Aspirationstest wird vor der Abgabe eines Fillers kurz am Spritzenkolben zurückgezogen. Erscheint Blut in der Spritze, liegt die Nadelspitze möglicherweise in einem Gefäß und die Position wird geändert. Der Test ist eine von mehreren Maßnahmen, die das Risiko eines vaskulären Verschlusses senken sollen.

Ablauf

Nach dem Einstich wird die Nadel in der Zielschicht positioniert und für einige Sekunden am Kolben gezogen. Beobachtet wird der Nadelansatz. Bleibt er frei von Blut, wird langsam und mit geringem Druck injiziert. Zeigt sich Blut, wird die Nadel zurückgezogen, gewechselt und an anderer Stelle neu angesetzt.

Hintergrund

Gelangt Fillermaterial in eine Arterie, kann es den Blutfluss unterbrechen. Folgen reichen von Hautschäden bis zu schweren Ereignissen an Auge oder Gehirn. Da diese Komplikation selten, aber gravierend ist, hat sich eine Reihe von Vorsichtsmaßnahmen etabliert, zu denen der Aspirationstest gehört.

Warum er nicht ausreicht

Der Test kann falsch negativ ausfallen. Zähflüssige Gele fließen langsam, die Nadel kann an der Gefäßwand anliegen oder ein kleines Gefäß kollabiert unter dem Zug. Auch die Wartezeit und die Nadelstärke beeinflussen das Ergebnis. Ein negativer Test ist deshalb kein Beweis für eine sichere Lage und ersetzt keine der übrigen Maßnahmen.

Weitere Sicherheitsmaßnahmen

Dazu zählen anatomische Kenntnis der Gefäßverläufe, langsames Injizieren mit niedrigem Druck, kleine Mengen pro Depot, Bewegen der Nadelspitze während der Abgabe, der Einsatz einer stumpfen Mikrokanüle in gefäßreichen Zonen und die Beobachtung der Haut auf Blässe während der Behandlung. Bei tiefen Depots kommt die Technik der supraperiostalen Injektion hinzu.

Im Ernstfall

Warnzeichen sind starker Schmerz, sofortige Blässe der Haut, eine netzartige Verfärbung oder Sehstörungen. Jede Praxis, die Filler spritzt, muss Hyaluronidase vorrätig haben und ein Notfallschema kennen. Bei Sehstörungen ist die sofortige Vorstellung in einer Augenklinik erforderlich.

Was Behandelte wissen sollten

Die Frage nach dem Notfallmedikament und nach der Erreichbarkeit außerhalb der Sprechzeiten ist berechtigt und sollte klar beantwortet werden. Ebenso gehört zur Aufklärung, welches Produkt verwendet wird und was bei Auffälligkeiten in den Stunden danach zu tun ist. Behandlungen außerhalb medizinischer Einrichtungen sind aus genau diesem Grund kritisch zu sehen, siehe auch Filler Injektionen.

Häufige Fragen

Wird immer aspiriert?

Nicht bei jeder Technik. Bei stumpfen Kanülen ist der Test wenig aussagekräftig, dort greifen andere Maßnahmen.

Bedeutet Blut in der Spritze eine Gefahr?

Es bedeutet, dass die Position geändert wird. Genau dafür ist der Test da.

Ist ein negativer Test eine Sicherheit?

Nein. Er ist ein Baustein, kein Beweis.

Wie lange sollte gezogen werden?

Einige Sekunden, damit auch zähe Gele Zeit haben, den Rückfluss anzuzeigen.

Welche Zonen gelten als besonders heikel?

Die Nase, der Bereich zwischen den Augenbrauen, die Region unter dem Auge und der Verlauf entlang der Nasolabialfalte. Dort ist besondere Zurückhaltung üblich.

Worauf sollte ich nach der Behandlung achten?

Auf starke, zunehmende Schmerzen, auf auffällige Blässe oder Verfärbung der Haut und auf Sehstörungen. In diesen Fällen sofort die behandelnde Praxis kontaktieren.