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Vergleich Plastischer Chirurgen

Dieser Vergleich basiert auf öffentlich verfügbaren Informationen und dient nur zur Orientierung. Bitte konsultieren Sie vor einer Behandlung persönlich einen qualifizierten Facharzt.
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Glabella

Die Glabella ist die anatomische Region zwischen den beiden Augenbrauen, oberhalb der Nasenwurzel. In der ästhetischen Medizin ist sie eines der wichtigsten Behandlungsareale, weil hier die Zornesfalten entstehen, also vertikale Linien, die durch wiederholtes Stirnrunzeln tiefer werden.

Beteiligte Muskeln

Für die Zornesfalte ist das Zusammenspiel von drei Muskeln verantwortlich:

  • Musculus corrugator supercilii: zieht die Augenbrauen zusammen
  • Musculus procerus: zieht die Augenbrauen nach unten
  • Musculus depressor supercilii: drückt die Augenbrauen nach unten

Wie die Zornesfalte entsteht

Die Zornesfalte ist eine sogenannte dynamische oder mimische Falte. Sie entsteht, weil die genannten Muskeln die Augenbrauen bei jedem Stirnrunzeln zusammenziehen und nach unten ziehen. Über die Jahre prägt sich die Falte durch diese wiederholte Bewegung in die Haut ein und bleibt schließlich auch in Ruhe sichtbar. Dann spricht man von einer statischen Falte. Genau dieser Mechanismus macht die Glabella zu einem zentralen Behandlungsareal der Faltentherapie, da sich die zugrunde liegende Muskelaktivität gezielt dämpfen lässt.

Behandlung mit Botulinumtoxin

Die Glabella ist die klassische Indikation für Botox und andere Botulinumtoxine. Das Toxin blockiert die Signalübertragung vom Nerv zum Muskel, sodass sich die beteiligten Muskeln entspannen und die Haut darüber glättet. Üblich sind drei bis fünf Injektionspunkte mit insgesamt rund 20 bis 30 Einheiten je nach Muskelmasse. Für eine genaue Platzierung lässt der Behandelnde die Brauen aktiv zusammenziehen und setzt die Injektionen von innen nach außen. Die Behandlung selbst dauert nur wenige Minuten und kommt ohne Narkose aus. Die Wirkung setzt nach etwa drei bis sieben Tagen ein, das volle Ergebnis zeigt sich nach rund zwei Wochen und hält drei bis vier Monate, danach ist eine Auffrischung nötig.

Filler als Ergänzung

Bei tiefen, statischen Falten, die auch in Ruhe sichtbar bleiben, kann Hyaluron-Filler ergänzend zum Botulinumtoxin eingesetzt werden, um die Hautstruktur zusätzlich aufzufüllen. Die Glabella zählt allerdings zu den heikelsten Arealen für Filler. Über die hier verlaufenden Gefäße besteht ein erhöhtes Risiko für einen Gefäßverschluss bis hin zur Hautnekrose und in seltenen Fällen zur Erblindung. Viele Behandelnde arbeiten in dieser Region deshalb bevorzugt mit Botulinumtoxin, und ein Filler gehört hier in besonders erfahrene Hände. Als Gegenmittel bei einem Fehlverlauf von Hyaluron Fillern steht das Enzym Hyaluronidase bereit, das eingebrachtes Hyaluron wieder auflösen kann.

Ablauf und Nachsorge

Vor der Behandlung wird die Mimik beurteilt, um die aktiven Muskeln und die passenden Einstichpunkte festzulegen. Die Injektionen erfolgen mit einer feinen Nadel und sind in der Regel gut verträglich. Nach der Behandlung sollte man für einige Stunden aufrecht bleiben, das Areal nicht massieren und auf intensive Hitze sowie starke körperliche Anstrengung am selben Tag verzichten, damit sich das Präparat nicht in benachbarte Muskeln verteilt. Kleine Rötungen oder ein leichter Bluterguss an der Einstichstelle klingen meist rasch ab.

Kosten

Eine Botulinumtoxin-Behandlung der Glabella kostet in Deutschland ab etwa 200 Euro. Der Preis hängt von Praxis, Region, eingesetzter Menge und Präparat ab. Ergänzt man die Behandlung mit einem Filler, kommen weitere Kosten hinzu.

Häufige Fragen

Warum wird die Glabella so häufig behandelt? Weil hier die Zornesfalte sitzt, die durch wiederholtes Stirnrunzeln entsteht und das Gesicht angestrengt oder verärgert wirken lässt.

Wie lange hält die Botulinumtoxin-Wirkung? In der Regel drei bis vier Monate, danach kehrt die Muskelaktivität langsam zurück.

Warum ist die Glabella für Filler riskant? Über die Gefäße dieser Region kann ein Verschluss entstehen, der zu Gewebeschäden oder sehr selten zum Sehverlust führt, weshalb hier besondere Erfahrung nötig ist.

Siehe auch

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