Ärzte vergleichen

Vergleich Plastischer Chirurgen

Dieser Vergleich basiert auf öffentlich verfügbaren Informationen und dient nur zur Orientierung. Bitte konsultieren Sie vor einer Behandlung persönlich einen qualifizierten Facharzt.
Zuletzt aktualisiert:

Polly Beak Deformität

Die Polly Beak Deformität ist eine Formveränderung nach einer Nasenkorrektur, bei der der Bereich oberhalb der Nasenspitze zu voll bleibt oder erneut aufbaut. Im Profil wirkt die Nase dadurch wie ein Papageienschnabel, die Spitze scheint nach unten zu zeigen. Sie zählt zu den häufigsten Gründen für eine Zweitkorrektur.

Wie sie aussieht

Der Übergang vom Nasenrücken zur Spitze ist nicht leicht eingezogen, sondern gefüllt. Dadurch verliert die Spitze ihre Betonung und wirkt tiefer stehend, obwohl sie ihre Position gar nicht verändert haben muss. Der Effekt fällt vor allem im Seitenprofil auf und wird von Betroffenen häufig als hängende Nasenspitze beschrieben.

Zwei Ursachen

Bei der knorpeligen Form ist im Bereich oberhalb der Spitze zu viel Knorpel stehen geblieben, häufig weil bei der Höckerabtragung der knöcherne Anteil stärker reduziert wurde als der knorpelige. Bei der Weichteilform hat sich in diesem Bereich Narbengewebe gebildet, das den Hohlraum ausfüllt. Beide Formen sehen ähnlich aus, verlangen aber unterschiedliche Behandlung.

Warum sie entsteht

Begünstigend wirken dicke Haut, eine ausgeprägte Reduktion des Nasenrückens ohne ausreichende Stütze der Spitze sowie ein Absinken der Spitze im Verlauf. Verliert die Spitze an Projektion, wirkt der Bereich darüber automatisch höher. Deshalb wird bei modernen Techniken großer Wert auf die Stabilisierung der Spitze gelegt, etwa mit einem Columella Strut.

Wann sie auffällt

In den ersten Monaten nach dem Eingriff ist der Bereich oberhalb der Spitze regelhaft geschwollen, das ist noch keine Deformität. Erst wenn die Schwellung abgeklungen ist und die Fülle bleibt, spricht man davon. Bis dahin vergeht bei dicker Haut oft ein Jahr, siehe Heilungsverlauf nach der Nasen OP.

Behandlung

Bei der knorpeligen Form wird der verbliebene Knorpel im Rahmen eines Revisionseingriffs reduziert und die Spitze bei Bedarf stabilisiert. Bei der Weichteilform stehen zunächst nicht operative Maßnahmen im Vordergrund, etwa gezielte Injektionen zur Behandlung des Narbengewebes durch die behandelnde Praxis. Führt das nicht weiter, folgt eine operative Ausdünnung. Wichtig ist die Abklärung, welche Form vorliegt, da eine unnötige Knorpelentfernung die Stütze weiter schwächt.

Vorbeugung

Wesentlich sind eine ausgewogene Reduktion von Knochen und Knorpel, der Erhalt oder Aufbau der Spitzenprojektion und die konsequente Nachsorge mit Pflasterverbänden in der Frühphase, wenn die Praxis das vorsieht. Bei dicker Haut wird das Ergebnis von vornherein zurückhaltender geplant, weil die Haut sich weniger anlegt.

Häufige Fragen

Verschwindet die Fülle von allein?

Schwellungsbedingte Fülle ja, über Monate. Bleibendes Narbengewebe oder Knorpel bilden sich nicht zurück.

Wann ist eine Zweitkorrektur möglich?

Üblicherweise wird mindestens ein Jahr abgewartet, damit das Gewebe ausreift und der Befund klar ist.

Ist dicke Haut ein Risikofaktor?

Ja. Sie legt sich schlechter an die neue Kontur an und neigt eher zu Narbengewebe an dieser Stelle.

Kann Filler helfen?

Filler füllt auf, statt zu reduzieren. Er kann allenfalls das Profil durch Aufbau an anderer Stelle ausgleichen.