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Vergleich Plastischer Chirurgen

Dieser Vergleich basiert auf öffentlich verfügbaren Informationen und dient nur zur Orientierung. Bitte konsultieren Sie vor einer Behandlung persönlich einen qualifizierten Facharzt.
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Malarödem

Als Malarödem bezeichnet man eine dauerhafte Schwellung im Bereich des Jochbeins, direkt unterhalb des Unterlids. Sie liegt über dem Malarfettpolster und wirkt wie ein flaches Kissen, das morgens stärker ausgeprägt ist. Der Befund ist hartnäckig und wird häufig mit Tränensäcken verwechselt.

Wie es entsteht

In der Wangenregion liegt eine Zone, in der die Haut über eine Bindegewebsverankerung fest mit der Unterlage verbunden ist. Oberhalb davon staut sich Gewebeflüssigkeit, weil der Lymphabfluss durch diese Grenze eingeschränkt ist. Mit den Jahren nimmt die Elastizität ab und die Schwellung wird sichtbar. Die Verankerung selbst gehört zu den Retaining Ligamenten.

Abgrenzung zu Tränensäcken

Tränensäcke entstehen durch vorgewölbtes Fett aus der Augenhöhle und liegen direkt am Unterlidrand. Das Malarödem sitzt tiefer, auf dem Wangenknochen, und ist weicher. Beides kann gemeinsam auftreten. Die Unterscheidung ist entscheidend, denn eine Lidstraffung beseitigt ein Malarödem nicht und kann es sogar deutlicher hervortreten lassen.

Was es verstärkt

Berichtet werden Schwankungen über den Tag mit Betonung am Morgen, Verstärkung durch salzreiche Kost, Alkohol, Schlafmangel, Allergien, Flüssigkeitseinlagerungen und hormonelle Einflüsse. Auch Schilddrüsen und Nierenerkrankungen können Schwellungen im Gesicht begünstigen, weshalb bei plötzlichem Auftreten eine ärztliche Abklärung sinnvoll ist.

Konservative Maßnahmen

Sinnvoll sind Schlafen mit leicht erhöhtem Kopf, salzarme Ernährung, Kühlung am Morgen und die Behandlung von Allergien. Auch Lymphdrainage wird eingesetzt. Diese Maßnahmen lindern, sie beseitigen die anatomische Ursache aber nicht. Realistisch ist eine Verbesserung, keine vollständige Auflösung.

Beobachtung im Alltag

Hilfreich ist, den Verlauf über einige Wochen festzuhalten: Fotos jeweils morgens und abends bei gleichem Licht, dazu Notizen zu Schlaf, Salzkonsum, Alkohol und Zyklus. Daraus wird meist rasch erkennbar, welcher Anteil der Schwellung schwankt und welcher konstant bleibt. Der konstante Anteil ist der anatomisch bedingte, an dem konservative Maßnahmen wenig ändern. Diese Unterscheidung erspart enttäuschende Behandlungen und ist auch für das ärztliche Gespräch nützlich.

Eingriffe

Operativ kommen Verfahren in Frage, die die Verankerung lösen und das Gewebe der Wange neu positionieren, etwa im Rahmen eines Mittelgesichtsliftings. Ergänzend werden hautstraffende Verfahren eingesetzt. Die Ergebnisse werden in der Fachliteratur zurückhaltend beurteilt, weshalb eine ehrliche Erwartungshaltung vor jedem Eingriff steht.

Vorsicht bei Fillern

Hyaluronsäure bindet Wasser. Wird in oder direkt unter ein Malarödem gespritzt, kann sich die Schwellung verstärken und über Monate bestehen bleiben. In solchen Fällen wird häufig eine Auflösung mit Hyaluronidase nötig. Vor einer Unterspritzung der Wangenregion gehört deshalb geklärt, ob ein Malarödem vorliegt.

Häufige Fragen

Ist das Malarödem gefährlich?

Nein, es ist ein ästhetischer Befund. Neu aufgetretene Schwellungen sollten aber ärztlich abgeklärt werden.

Warum ist es morgens stärker?

Im Liegen sammelt sich Gewebeflüssigkeit. Im Tagesverlauf fließt sie teilweise ab.

Hilft eine Lidstraffung?

Sie behandelt das Unterlid, nicht die Wangenregion. Bei falscher Indikation kann der Befund danach deutlicher wirken.

Darf ich mich unterspritzen lassen?

Nur nach klarer Beurteilung. Hyaluronsäure in der betroffenen Zone kann die Schwellung verstärken.