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Vergleich Plastischer Chirurgen

Dieser Vergleich basiert auf öffentlich verfügbaren Informationen und dient nur zur Orientierung. Bitte konsultieren Sie vor einer Behandlung persönlich einen qualifizierten Facharzt.
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Poland Syndrom

Das Poland Syndrom ist eine angeborene Fehlbildung, bei der auf einer Körperseite der große Brustmuskel ganz oder teilweise fehlt. Häufig sind zusätzlich Brustdrüse, Brustwarze, Rippen oder die Hand derselben Seite betroffen. Es tritt einseitig auf und ist selten. Für die plastische Chirurgie ist es ein rekonstruktives Thema, kein ästhetisches im engeren Sinn.

Merkmale

Kennzeichnend ist das Fehlen des unteren, zum Brustbein ziehenden Anteils des großen Brustmuskels. Die vordere Achselfalte ist dadurch flach. Weitere mögliche Merkmale sind eine kleinere oder fehlende Brustdrüse, eine höher stehende oder kleinere Brustwarze, fehlende Achselbehaarung, ein eingesunkener Rippenbereich sowie Veränderungen an Hand und Unterarm derselben Seite. Die Ausprägung reicht von kaum sichtbar bis deutlich.

Auswirkungen im Alltag

Die Kraft des Arms ist meist erstaunlich gut erhalten, weil andere Muskeln die Aufgabe übernehmen. Im Vordergrund steht daher häufig die sichtbare Asymmetrie, bei Frauen zusätzlich der Unterschied der Brustform. Bei ausgeprägten Rippenveränderungen kann auch die Stabilität der Brustwand ein Thema sein.

Diagnose

Die Diagnose wird klinisch gestellt, also durch Untersuchung und Vergleich beider Seiten. Zur Planung eines Eingriffs kommen Schnittbildverfahren hinzu, um Muskel, Rippen und Weichteile darzustellen. Wichtig ist die Abgrenzung zu einer einfachen Brustasymmetrie ohne Muskelbeteiligung, denn daraus ergeben sich unterschiedliche Wege, siehe auch Brustwandkorrektur.

Behandlungswege

Je nach Ausprägung kommen mehrere Verfahren in Frage: ein Aufbau mit Eigenfett in mehreren Sitzungen, ein individuell angefertigtes Implantat zur Angleichung der Brustwandkontur, ein Brustimplantat zur Angleichung der Drüse oder die Verlagerung von körpereigenem Gewebe, etwa in Form einer Lappenplastik. Ist zunächst zu wenig Hautmantel vorhanden, kann ein Gewebeexpander vorgeschaltet werden. Häufig wird die Gegenseite angeglichen, damit ein symmetrisches Gesamtbild entsteht.

Bei Männern

Bei Männern steht die fehlende vordere Achselfalte und die eingesunkene Brustkontur im Vordergrund, besonders sichtbar bei sportlicher Statur, weil die Gegenseite an Muskelmasse zunimmt. Neben einem individuell gefertigten Implantat zur Konturangleichung kommt auch hier ein Aufbau mit Eigenfett in Frage. Ein gezieltes Krafttraining kann den Unterschied ausgleichen oder sogar betonen, je nachdem welche Muskelgruppen angesprochen werden, weshalb die Beratung Training und Operation gemeinsam betrachtet.

Zeitpunkt

Bei Jugendlichen wird üblicherweise das Ende des Wachstums abgewartet, damit sich das Ergebnis nicht wieder verschiebt. Da meist mehrere Schritte nötig sind, entsteht ein Behandlungsplan über einen längeren Zeitraum. Weil eine medizinische Ausgangslage vorliegt, lohnt die Klärung der Kostenübernahme im Vorfeld, siehe Kostenübernahme in der plastischen Chirurgie und Gutachten des Medizinischen Dienstes.

Häufige Fragen

Ist das Poland Syndrom vererbbar?

Es tritt überwiegend ohne familiäre Häufung auf. Zur Ursache gibt es Hypothesen, gesichert ist sie nicht.

Schränkt es die Kraft ein?

Meist nur gering, weil benachbarte Muskeln kompensieren. Sportliche Belastung ist in der Regel möglich.

Reicht ein Implantat aus?

Bei geringer Ausprägung oft ja. Fehlt zusätzlich Weichteildecke, wird meist mit Eigenfett oder Gewebeverlagerung kombiniert.

Wie viele Eingriffe sind nötig?

Das hängt vom Befund ab. Aufbauten mit Eigenfett brauchen typischerweise mehrere Sitzungen.