VoE: Deutsche Kompressionsbekleidung von Varitex für plastische Chirurgie
Überblick: VOE Vakuumtherapie
VOE steht für Vakuum-Ozon-Einheit und bezeichnet ein kombiniertes physikalisches Therapieverfahren, das in der ästhetischen Medizin und der Physiotherapie zur Behandlung von Cellulite, lokalen Fettansammlungen, Lymphödemen und Hauterschlaffungen eingesetzt wird. Das Verfahren kombiniert mechanische Vakuumstimulation mit Ozonelementen zur Verbesserung der Mikrozirkulation, der Lymphdrainage und der Hautstruktur. VOE-Geräte sind als Medizinprodukte zugelassen und werden in Schönheitskliniken, dermatologischen Praxen und Physiotherapiezentren betrieben.
Die Technologie basiert auf dem Prinzip der Vakuumtherapie: Durch kontrollierten Unterdruck wird das Gewebe mechanisch stimuliert, die Durchblutung wird angeregt und der Lymphfluss verbessert. In Kombination mit der Ozonbehandlung wird gleichzeitig eine antibakterielle und gewebeoptimierende Wirkung erzielt. Diese Kombination soll die Wirksamkeit im Vergleich zur reinen Vakuumtherapie deutlich steigern.
Wirkprinzip und Technologie
Die Vakuumkomponente des VOE-Systems arbeitet mit regulierbarem Unterdruck, der über spezielle Applikatoren auf die Haut aufgebracht wird. Der Unterdruck bewirkt eine mechanische Dehnung des Gewebes, was folgende physiologische Reaktionen auslöst:
Verbesserung der Mikrozirkulation: Die mechanische Stimulation erweitert die Kapillaren und erhöht den Blutfluss im behandelten Gewebe. Dies führt zu einer besseren Versorgung der Hautzellen mit Sauerstoff und Nährstoffen und unterstützt den Abtransport von Stoffwechselendprodukten.
Aktivierung des Lymphsystems: Durch die rhythmische Vakuumstimulation werden die Lymphgefäße aktiviert, was den Abtransport von Lymphflüssigkeit und Gewebsödemen fördert. Dies ist besonders bei der Behandlung von Lymphödemen nach Operationen oder Erkrankungen des Lymphsystems relevant.
Gewebelockerung und Faszienbehandlung: Das Vakuum beeinflusst die Faszienschichten unter der Haut, lockert Verklebungen und verbessert die Gewebeelastizität. Dies ist ein wichtiger Mechanismus bei der Behandlung von Cellulite, bei der es zu strukturellen Veränderungen in den Faszien und Septen kommt.
Die Ozonkomponente nutzt die bekannten Eigenschaften von medizinischem Ozon: antibakteriell, antiviral, durchblutungsfördernd und zellregenerierend. In Kombination mit der Vakuumtherapie soll eine synergistische Wirkung entstehen, die die Ergebnisse der Behandlung verbessert und beschleunigt.
Indikationen und Anwendungsgebiete
Cellulite (Gynäkoider Lipodystrophie): Cellulite ist eine strukturelle Veränderung des subkutanen Fettgewebes, die typischerweise bei Frauen auftritt und die charakteristische Orangenhautstruktur an Oberschenkeln, Gesäß und Bauch verursacht. VOE-Behandlungen zielen darauf ab, die Gewebedurchblutung zu verbessern, Ödeme zu reduzieren und die Faserstruktur zu normalisieren. Mehrere Studien zeigen eine statistisch signifikante Verbesserung des Cellulite-Erscheinungsbildes nach einer Behandlungsserie von 10 bis 20 Sitzungen.
Lokale Fettdepots und Körperkonturierung: In Kombination mit anderen Verfahren kann VOE zur Konturverbesserung von Körperzonen mit hartnäckigen lokalen Fettdepots eingesetzt werden. Die verbesserte Mikrozirkulation unterstützt den Abbau von Fettzellen und die gleichmäßige Verteilung des Gewebes.
Lymphödem und Schwellungen: VOE ist ein anerkanntes Verfahren zur Unterstützung der Lymphdrainage. Es wird sowohl präventiv als auch therapeutisch bei Patienten eingesetzt, die nach Operationen (insbesondere nach Tumorbehandlungen mit Lymphknotenentfernung) unter Lymphödemen leiden.
Nachsorge nach plastischen Operationen: Nach Liposuktionen, Abdominoplastiken oder anderen körperformenden Eingriffen kann VOE-Therapie die Schwellung reduzieren, die Heilung beschleunigen und das Operationsergebnis optimieren. Viele Plastische Chirurgen empfehlen VOE-Behandlungen als Ergänzung zur postoperativen Kompressionstherapie.
Straffung und Hautverjüngung: Durch die Stimulation der Kollagensynthese trägt VOE zur Verbesserung der Hauttextur und der Hautfestigkeit bei. Regelmäßige Behandlungen können die Hautqualität langfristig verbessern und den natürlichen Alterungsprozess verlangsamen.
Behandlungsablauf
Eine typische VOE-Behandlungssitzung dauert 30 bis 60 Minuten. Der Therapeut oder Arzt wählt die geeigneten Applikatoren und stellt Saugdruck, Vakuumintervalle und Ozonkonzentration individuell ein. Die Behandlung beginnt oft mit einer manuellen Lymphdrainage des Behandlungsbereichs, gefolgt von der mechanischen VOE-Stimulation. Abhängig von der Indikation werden 10 bis 20 Sitzungen im Abstand von 2 bis 3 mal pro Woche empfohlen, gefolgt von monatlichen Erhaltungsbehandlungen.
Die Behandlung gilt als nicht schmerzhaft, wobei Patienten ein leichtes Zieh- oder Druckgefühl während der Vakuumstimulation beschreiben. Temporäre Rötungen des behandelten Bereichs sind normal und klingen in der Regel innerhalb weniger Stunden ab. Hämatome sind bei korrekter Einstellung des Saugdrucks selten.
Sicherheit und Kontraindikationen
VOE-Therapie ist ein risikoarmes Verfahren, wenn sie von ausgebildetem Personal mit zugelassenen Geräten durchgeführt wird. Kontraindikationen umfassen: aktive Hautinfektionen oder Entzündungen im Behandlungsbereich, Thrombosen oder thromboembolische Erkrankungen, Schwangerschaft, schwere Herz-Kreislauf-Erkrankungen, Krebserkrankungen im Behandlungsbereich sowie Metallimplantate oder -prothesen im Behandlungsgebiet.
Kosten und Verfügbarkeit
VOE-Behandlungen werden in Schönheitskliniken, physiotherapeutischen Praxen und spezialisierten Wellnesszentren angeboten. Die Kosten pro Sitzung variieren je nach Anbieter und Region zwischen 50 und 150 Euro. Eine vollständige Behandlungsserie (10 bis 20 Sitzungen) kostet typischerweise zwischen 500 und 2.000 Euro. Für postoperative Nachsorgebehandlungen können gesetzliche Krankenkassen unter bestimmten Umständen Kosten erstatten, insbesondere wenn eine Lymphödem-Diagnose vorliegt.