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Vergleich Plastischer Chirurgen

Dieser Vergleich basiert auf öffentlich verfügbaren Informationen und dient nur zur Orientierung. Bitte konsultieren Sie vor einer Behandlung persönlich einen qualifizierten Facharzt.

RegenLab PRP: Plättchenreiches Plasma aus der Schweiz

RegenLab ist ein Schweizer Medizintechnikunternehmen mit Sitz in Le Mont-sur-Lausanne (Kanton Waadt), das Systeme zur standardisierten Herstellung von plättchenreichem Plasma (PRP) für medizinische und ästhetische Anwendungen entwickelt und produziert. RegenLab-Produkte sind in über 70 Ländern verfügbar und gelten in vielen Praxen als Referenz für qualitätskontrollierte PRP-Aufbereitung.

  1. Was ist PRP?
  2. RegenLab-Technologie
  3. Produktlinien
  4. Indikationen in der Ästhetischen Medizin
  5. PRP bei Haarausfall
  6. Klinische Evidenz
  7. Häufige Fragen

Was ist plättchenreiches Plasma (PRP)?

Plättchenreiches Plasma ist ein Konzentrat aus dem körpereigenen Blut des Patienten, das eine deutlich erhöhte Dichte an Blutplättchen (Thrombozyten) enthält. Normales Vollblut enthält etwa 150.000 bis 400.000 Thrombozyten pro Mikroliter; im PRP-Konzentrat liegt diese Zahl je nach Aufbereitungsprotokoll zwei- bis fünffach höher.

Thrombozyten setzen bei Aktivierung zahlreiche bioaktive Wachstumsfaktoren frei, darunter:

  • PDGF (Platelet-Derived Growth Factor), stimuliert Zellteilung und Wundheilung
  • TGF-β (Transforming Growth Factor beta), reguliert Gewebeheilung und Kollagensynthese
  • VEGF (Vascular Endothelial Growth Factor), fördert Angiogenese und Durchblutung
  • IGF-1 (Insulin-like Growth Factor 1), stimuliert Zellproliferation
  • EGF (Epidermal Growth Factor), fördert Keratinozytenproliferation und Epithelisierung

Da PRP autolog ist (aus dem eigenen Blut des Patienten), besteht kein Allergierisiko und kein Risiko der Krankheitsübertragung durch fremdes biologisches Material.

RegenLab-Technologie

RegenLab-Systeme verwenden spezielle Regen-Röhrchen aus Glas oder Kunststoff, die mehrere propriätere Komponenten enthalten:

  • Ein Trenngel auf Hydrogel-Basis, das während der Zentrifugation automatisch zwischen Erythrozytenpellet und Plasma wandert
  • Das Antikoagulans ACD-A (Acid Citrate Dextrose, Lösung A), das die Aktivierung der Thrombozyten während der Aufbereitung verhindert

Nach der Blutentnahme in das Regen-Röhrchen wird dieses bei 1500 g für 8 Minuten zentrifugiert. Das Trenngel positioniert sich exakt an der Grenzschicht zwischen roten Blutkörperchen und Plasma, sodass ein von Erythrozyten freies, leukozytendarmes PRP entsteht. Die Aufbereitung erfordert keine manuellen Transferschritte zwischen Röhrchen, was das Kontaminationsrisiko minimiert und die Reproduzierbarkeit erhöht.

Produktlinien

  • RegenPRP: Standard-PRP für ästhetische Gesichtsbehandlungen, Hautverjüngung und Haarausfall-Protokolle
  • RegenACR+: kombiniert PRP mit einer vorgefertigten Hyaluronsäure-Gelmatrix. Das Ergebnis ist ein bioaktives Gewebekonstrukt mit verbesserten rheologischen Eigenschaften für Injektion und Gewebewirkung (ähnlich einem Nanofat-Hybrid)
  • Regen PRGF: plasmareiches Wachstumsfaktor-Medium für regenerative Orthopädie und Wundheilungsanwendungen

Indikationen in der Ästhetischen Medizin

  • Hautverjüngung: Mikroneedling mit anschließender PRP-Applikation oder direkte Injektion in die Dermis verbessert Hauttextur, Poren und Strahlkraft
  • Tear-Trough-Region: Periokulare Volumisierung und Hautaufhellung bei feiner Haut
  • Narbenbehandlung: Postakne-Narben, traumatische Narben und Striae distensae
  • Kombination mit HA-Fillern: PRP kann synergistisch zu HA-Unterspritzungen eingesetzt werden

PRP bei Haarausfall

Die intraläsionale Injektion von PRP in die Kopfhaut ist ein weit verbreitetes Protokoll bei androgenetischer Alopezie (AGA) und Alopecia areata. Die Wachstumsfaktoren im PRP, insbesondere PDGF und VEGF, sollen die Durchblutung des dermalen Papillenbereichs verbessern, Haarfollikel in der Anagenphase halten und die Transition von Telogen- zu Anagenfollikeln beschleunigen.

Typische Protokolle sehen 3 bis 6 monatliche Anfangssitzungen vor, gefolgt von Erhaltungssitzungen alle 3 bis 6 Monate. Die klinische Evidenz ist wachsend; mehrere kontrollierte Studien zeigen signifikante Verbesserungen in Haardichte und Haardicke gegenüber Kontrollen, jedoch variiert die Evidenzstärke je nach Studie und Population.

Klinische Evidenz

PRP ist eine zunehmend untersuchte Modalität, jedoch ist die Qualität der klinischen Evidenz je nach Indikation unterschiedlich:

  • Für androgenetische Alopezie existieren mehrere randomisierte kontrollierte Studien mit positiven Ergebnissen
  • Für ästhetische Hautverjüngung gibt es eine wachsende, aber noch heterogene Datenlage
  • PRP ist kein zugelassenes Arzneimittel, sondern ein autologes Gewebepräparat; es gelten daher spezifische Regularien je nach Markt

Eine wichtige Variable im PRP-Bereich ist die mangelnde Standardisierung zwischen verschiedenen Systemen und Protokollen. Thrombozytenzahl, Leukozytendichte, Aktivierungsmethode und Injektionstechnik variieren erheblich zwischen Studien und Praxen, was direkte Vergleiche erschwert. RegenLab begegnet diesem Problem mit definierten Aufbereitungsparametern und reproduzierbaren Röhrchensystemen, die in klinischen Publikationen zunehmend eingesetzt werden.

In Deutschland und Österreich gilt PRP im Bereich der Ästhetik als autologes Heilmittel; die rechtliche Einordnung und Dokumentationsanforderungen sollten vom behandelnden Arzt geprüft werden. RegenLab stellt entsprechende technische Dokumentation und Qualitätszertifikate zur Verfügung.

Neben dem ästhetischen Einsatz werden RegenLab-Systeme auch in der regenerativen Orthopädie (Knie- und Schultergelenksbehandlung, Tendinopathien) sowie in der Zahnmedizin (Implantatbett-Konditionierung) eingesetzt. Dieses breite Anwendungsspektrum belegt die Vielseitigkeit der PRP-Technologie und die klinische Akzeptanz des standardisierten Aufbereitungsprinzips, das RegenLab entwickelt hat. Für ästhetische Anwender bedeutet die Verfügbarkeit eines einheitlichen Systems eine erleichterte Qualitätssicherung und Patientendokumentation. RegenLab kooperiert mit Forschungseinrichtungen weltweit, um die wissenschaftliche Grundlage für PRP-Anwendungen weiter auszubauen und die Protokolle anhand aktueller klinischer Daten zu optimieren. Praxen, die mit RegenLab-Produkten arbeiten, profitieren von einem internationalen Netzwerk und regelmäßigen Schulungsangeboten zur korrekten Handhabung und Behandlungstechnik.

Häufige Fragen

⚠ Rechtlicher Hinweis: Die Inhalte auf dieser Seite dienen ausschließlich der allgemeinen Information und ersetzen keine ärztliche Beratung oder Diagnose. Behandlungen dürfen nur von approbierten Ärzten durchgeführt werden. Sprechen Sie vor jeder Maßnahme mit einem Facharzt.

Häufige Fragen

RegenLab-Röhrchen verwenden ein proprietäres Trenngel und ein standardisiertes Ein-Schritt-Protokoll, das manuelle Pipettierschritte überflüssig macht. Das reduziert Variabilität zwischen Chargen und das Kontaminationsrisiko offener Systeme erheblich.
Typischerweise 3 bis 6 Anfangssitzungen monatlich, gefolgt von Erhaltungsbehandlungen alle 3 bis 6 Monate. Genaue Protokolle variieren je nach behandelnder Praxis und individuellem Ansprechen.
Die Blutentnahme ist standardmäßig. Injektionen in die Kopfhaut oder das Gesicht verursachen je nach Areal leichtes Brennen oder Stechen. Viele Anwender setzen topische Anästhesie oder sehr feine Nadeln (30-33 G) ein, um den Komfort zu verbessern.
Als autologes Verfahren ist PRP generell sicher, da kein fremdes biologisches Material injiziert wird. Mögliche Nebenwirkungen sind vorübergehende Schwellungen, Rötungen und Blutergüsse an Injektionsstellen. Infektionen sind selten und hauptsächlich auf Technikfehler zurückzuführen.