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Vergleich Plastischer Chirurgen

Dieser Vergleich basiert auf öffentlich verfügbaren Informationen und dient nur zur Orientierung. Bitte konsultieren Sie vor einer Behandlung persönlich einen qualifizierten Facharzt.

Hyacorp: Hyaluron-Filler für Körperkonturierung

Überblick: Hyacorp

Hyacorp ist eine Hyaluronsäure-Filler-Linie der deutsch-italienischen BioScience GmbH, die speziell für die Konturierung und Volumenkorrektur größerer Körperareale entwickelt wurde. Die Produktreihe ist als Medizinprodukt der Klasse III nach Verordnung (EU) 2017/745 CE-zertifiziert. Die Produkte werden überwiegend zur Volumenaufbau am Gesäß, an den Waden, im Handrückenbereich sowie bei Volumendefekten nach Liposuktion eingesetzt.

Im Unterschied zu klassischen Gesichtsfillern verfügt Hyacorp über deutlich höhere HA-Konzentrationen und eine Vernetzungsdichte, die für größere Volumenbedarfe und tiefe Implantationsschichten ausgelegt ist. Die Anwendung erfolgt ausschließlich durch ärztlich geschulte Behandler mit Erfahrung in Body-Contouring.

Produktlinien

Hyacorp MLF1 ist für Volumendefekte mittlerer Größe konzipiert und wird unter anderem für Handrücken-Foundation, kleine Asymmetrien nach Liposuktion und konturierende Body-Areas verwendet. Die HA-Konzentration liegt bei 20 mg/ml, mit moderater Vernetzung für eine balancierte Plastizität.

Hyacorp MLF2 ist die volumenstärkere Variante mit höherem Quervernetzungsgrad. Sie ist für ausgeprägtere Volumenaufbauten am Gesäß, an den Waden und bei größeren konturierenden Eingriffen vorgesehen. Beide Produkte sind in 10-ml-Vials verfügbar und werden tief in subkutane oder supraperiostale Schichten injiziert.

Eigenschaften

Hyacorp basiert auf nicht-tierischer, biotechnologisch hergestellter Hyaluronsäure (NASHA). Die Vernetzung erfolgt über BDDE (1,4-Butandiol-Diglycidylether) als Cross-Linker. Im Vergleich zu klassischen Gesichts-Fillern ist die rheologische Festigkeit höher, was für eine bessere Volumenstandhaftigkeit unter Gewebedruck im Gesäß- oder Wadenbereich entscheidend ist.

Da Hyacorp aus Hyaluronsäure besteht, ist es vollständig resorbierbar und kann im Bedarfsfall mit Hyaluronidase aufgelöst werden. Die Haltbarkeit der Volumenwirkung liegt je nach Produkt und Behandlungsareal bei 12 bis 24 Monaten.

Indikationen

Häufige Indikationen für Hyacorp sind nicht-chirurgischer Gesäßaufbau (sogenanntes Non-Surgical Buttock Augmentation), Wadenkonturierung bei dünnen Unterschenkeln, Volumenrekonstruktion am Handrücken und bei Asymmetrien nach Liposuktion oder anderen chirurgischen Eingriffen.

Nicht geeignet ist Hyacorp bei akuten Hautinfektionen im Behandlungsareal, bei bekannter Überempfindlichkeit gegen Hyaluronsäure oder Lidocain (bei kombinierten Produkten), bei Autoimmunerkrankungen mit aktiver entzündlicher Aktivität sowie in Schwangerschaft und Stillzeit.

Verfahren

Die Behandlung erfolgt nach gründlicher Anamnese und Markierung des Behandlungsareals. Lokalanästhesie wird über Tumeszenzanästhesie oder Lokalinfiltration appliziert. Hyacorp wird über stumpfe Mikrokanülen oder seltener über Kanülen tief subkutan oder supraperiostal injiziert. Beim Gesäßaufbau werden je nach Volumendefizit zwischen 50 und 200 ml Filler pro Sitzung verwendet, oft auf zwei Sitzungen verteilt.

Nach der Behandlung sind Schwellung, Druckgefühl und vorübergehende Hämatome im Behandlungsareal üblich. Eine spezielle Sport- und Belastungspause sowie das Vermeiden von Druck auf das Areal werden für etwa 14 Tage empfohlen.

Ergebnisse

Das Ergebnis ist unmittelbar sichtbar, da Hyacorp Volumen an Ort und Stelle aufbaut. Nach Abklingen der initialen Schwellung in den ersten ein bis zwei Wochen tritt das endgültige Volumen hervor. Die Haltbarkeit liegt bei MLF1 typischerweise bei 12 Monaten, bei MLF2 bei 18 bis 24 Monaten.

Anders als ein chirurgischer Aufbau mit Implantat oder Eigenfett bietet Hyacorp eine vollständig reversible Volumenkorrektur ohne Vollnarkose. Bei Bedarf kann das Material per Hyaluronidase enzymatisch aufgelöst werden.

Sicherheit

Hyacorp ist ein CE-zertifiziertes Medizinprodukt und wird klinisch seit über zehn Jahren eingesetzt. Risiken bestehen wie bei jedem Filler-Verfahren: lokale Schwellungen, Hämatome, Druckgefühl, vorübergehende Knotenbildung. Schwere Komplikationen wie vaskuläre Verschlüsse oder Infektionen sind selten, können aber auftreten und müssen rasch erkannt werden.

Die Behandlung darf ausschließlich durch geschulte Ärzte mit anatomischer Sicherheit im jeweiligen Body-Areal erfolgen. Bei großvolumigen Behandlungen wird eine Aufteilung auf mehrere Sitzungen sowie postoperative Nachkontrollen empfohlen.

Kosten

Die Kosten richten sich primär nach der eingesetzten Filler-Menge. Pro 10-ml-Vial liegen die Behandlungskosten in Deutschland bei 800 bis 1.300 Euro. Ein nicht-chirurgischer Gesäßaufbau mit beispielsweise 100 bis 200 ml Hyacorp pro Seite kann je nach Indikation zwischen 8.000 und 25.000 Euro über mehrere Sitzungen kosten.

Hyacorp ist eine ästhetische Selbstzahlerleistung. Eine Kostenübernahme durch gesetzliche oder private Krankenkassen erfolgt nicht.

⚠ Rechtlicher Hinweis: Hyacorp ist ein CE-zertifiziertes Medizinprodukt bzw. medizinisch eingesetztes Produkt. Individuelle Ergebnisse können variieren. Die Behandlung sollte ausschließlich von qualifiziertem medizinischem Fachpersonal durchgeführt werden.

Häufige Fragen

Hyacorp und Eigenfett-Transfer (Lipofilling) verfolgen ähnliche Ziele, unterscheiden sich aber methodisch grundlegend. Hyacorp ist nicht-chirurgisch, ohne Vollnarkose und vollständig reversibel, jedoch zeitlich begrenzt haltbar und je nach Volumen teurer. Lipofilling ist ein operativer Eingriff mit Vollnarkose, dauerhaftem Ergebnis bei eingewachsenen Fettzellen und meist niedrigeren Gesamtkosten bei großen Volumen.
Hyacorp MLF2 als bevorzugtes Produkt für den Gesäßaufbau hält in der Regel 18 bis 24 Monate. Individuelle Faktoren wie körperliche Aktivität, Sitzbelastung und Stoffwechsel können die Haltbarkeit beeinflussen.
Hyacorp ist kontraindiziert bei akuten Hautinfektionen im Behandlungsareal, bei bekannter Hypersensitivität gegen einen der Inhaltsstoffe, bei aktiven Autoimmunerkrankungen sowie in Schwangerschaft und Stillzeit. Auch bei sehr ausgeprägten Volumendefiziten kann eine chirurgische Lösung sinnvoller sein.
Ja. Da Hyacorp aus Hyaluronsäure besteht, kann es bei unerwünschten Resultaten oder Komplikationen durch eine Hyaluronidase-Injektion enzymatisch aufgelöst werden. Diese Reversibilität ist ein wesentlicher Vorteil gegenüber permanenten Body-Implantaten.