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Vergleich Plastischer Chirurgen

Dieser Vergleich basiert auf öffentlich verfügbaren Informationen und dient nur zur Orientierung. Bitte konsultieren Sie vor einer Behandlung persönlich einen qualifizierten Facharzt.
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Deep-Plane-Lift

Das Deep Plane Lift ist die tiefste Variante des modernen Facelifts. Im Unterschied zum klassischen SMAS-Lift arbeitet der Operateur unter der SMAS-Schicht und löst größere Gewebeeinheiten als zusammenhängenden Block ab. Dadurch lassen sich abgesunkene Wangen und das Mittelgesicht stärker anheben als mit den meisten SMAS-Techniken.

Ablauf des Eingriffs

Über Schnitte an Schläfe und Ohr präpariert der Operateur in der tiefen Ebene unterhalb des SMAS, aber oberhalb der Faszie, unter der der Gesichtsnerv verläuft. Das abgesunkene Weichgewebe wird als Einheit mobilisiert und in seiner ursprünglichen Position neu fixiert. Weil Haut und SMAS als Block verschoben werden, entsteht weniger Spannung auf der Haut. Das Deep Plane Lift wird wegen seiner Komplexität in Vollnarkose durchgeführt und dauert länger als ein klassisches SMAS-Lift.

Wann ein Deep Plane Lift sinnvoll ist

Das Verfahren wird vor allem bei ausgeprägter Erschlaffung im Mittel- und Untergesicht eingesetzt. Es adressiert die Nasolabialfalte, die abgesunkene Wange und die Marionettenlinien wirksamer als rein oberflächliche Straffungen. Typische Kandidaten sind Patientinnen und Patienten mit deutlicher Hautlaxität, bei denen ein einfaches Hautlift kein dauerhaftes Resultat bringt, häufig im Bereich zwischen Anfang vierzig und Mitte fünfzig. Oft wird das Deep Plane Lift mit einer Halsstraffung kombiniert, da Gesicht und Hals als Einheit altern. Eine erschlaffte Augenpartie lässt sich im selben Eingriff über eine Lidstraffung mitbehandeln.

Abgrenzung zum SMAS-Lift

Vorteile gegenüber dem SMAS-Lift sind die stärkere Korrektur bei deutlicher Hautlaxität, ein oft längerer Halt und eine natürlichere Konturierung der Wangen, weil das Gewebe an seinen Ursprung zurückgeführt statt nur gezogen wird. Nachteile sind der höhere technische Anspruch und die längere OP-Dauer. Eine Meta-Analyse fand für das Deep Plane Lift keine signifikant höhere Rate an Gesichtsnervverletzungen als bei anderen SMAS-Techniken, da der Nerv durch eine Faszienschicht geschützt bleibt. Der Eingriff sollte dennoch nur von sehr erfahrenen Operateuren durchgeführt werden.

Risiken und Heilung

Wie bei jeder Gesichtsoperation sind Schwellung, Blutergüsse, Infektionen und vorübergehende Empfindungsstörungen möglich. Das schwerwiegendste, aber seltene Risiko ist eine Verletzung des Gesichtsnervs mit vorübergehender oder selten dauerhafter Schwäche der Mimik. Rauchen erhöht die Gefahr von Wundheilungsstörungen. Die gesellschaftliche Ausfallzeit beträgt etwa zehn bis vierzehn Tage, das Endergebnis zeigt sich nach Abklingen der Schwellung über mehrere Wochen. Das Resultat hält je nach Quelle rund acht bis zwölf Jahre, abhängig vom Ausgangsbefund, der Hautqualität und dem Lebensstil.

Vorbereitung und Beratung

Da das Deep Plane Lift ein umfangreicher Eingriff ist, wiegt die Vorbereitung schwer. Im Beratungsgespräch werden Erschlaffungsgrad, Hautqualität und Gefäß- sowie Nervenverlauf beurteilt und die Erwartungen geklärt. Blutverdünnende Mittel werden nach Absprache abgesetzt, und ein Verzicht auf Nikotin vor und nach der Operation senkt das Risiko von Wundheilungsstörungen. Für die ersten Tage nach dem Eingriff ist eine Begleitperson und ausreichend Schonung einzuplanen.

Kosten

Ein Deep Plane Lift kostet in Deutschland ab etwa 8.000 Euro und liegt damit über einem klassischen SMAS-Lift, weil OP-Dauer und technischer Aufwand höher sind. Der genaue Preis hängt von Operateur, Klinik, Region, Umfang und Narkose ab. Eine kombinierte Halsstraffung erhöht den Aufwand zusätzlich.

Häufige Fragen

Was ist der Unterschied zum SMAS-Lift? Das SMAS-Lift strafft die SMAS-Schicht, das Deep Plane Lift präpariert darunter und verschiebt größere Gewebeeinheiten, was das Mittelgesicht stärker anhebt.

Ist das Deep Plane Lift gefährlicher? Es ist technisch anspruchsvoller, die Rate an Nervverletzungen liegt laut Studien aber im Bereich anderer SMAS-Techniken, sofern ein erfahrener Operateur arbeitet.

Wie lange hält das Ergebnis? Häufig werden rund acht bis zwölf Jahre genannt, abhängig von Veranlagung und Lebensstil.

Siehe auch

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