Brustverößerung: Implantate, Lipofilling & Methoden im Überblick
Die Brustverößerung – medizinisch als Augmentationsmammaplastik bezeichnet – gehört weltweit zu den am häufigsten durchgeführten plastisch-chirurgischen Eingriffen. In Deutschland entscheiden sich jährlich Tausende Frauen für diesen Eingriff, um ihre Körperproportionen zu harmonisieren, nach Schwangerschaften oder Gewichtsverlust verlorenes Brustvolumen wiederherzustellen oder ein persönliches Ästhetikideal zu verwirklichen. Moderne Techniken, hochwertige Implantatmaterialien und verfeinerte Operationsmethoden ermöglichen heute natürliche, langanhaltende Ergebnisse bei hoher Sicherheit.
Dieser umfassende Ratgeber erklärt alle wesentlichen Aspekte der Brustverößerung: von den verschiedenen Implantattypen und -formen über die unterschiedlichen Zugangswege bis hin zu Heilungsverlauf, Risiken, Kosten und langfristiger Haltbarkeit. Zusätzlich beleuchten wir das Lipofilling als natürliche Alternative zu Implantaten sowie Fragen rund um Implantatwechsel und Explantation.
Was ist eine Brustverößerung?
Die Augmentationsmammaplastik ist ein operativer Eingriff, bei dem das Volumen und die Form der weiblichen Brust vergrößert und verbessert werden. Dies geschieht entweder durch das Einsetzen von Brustimplantaten oder durch die Eigenfetverpflanzung (Lipofilling). Beide Methoden verfolgen dasselbe Ziel: eine harmonischere Körpersilhouette und ein gesteigertes Wohlbefühlen der Patientin.
Die Geschichte der Brustverößerung reicht bis in die 1960er Jahre zurück, als die ersten Silikonimplantate entwickelt wurden. Seitdem hat sich die Technologie rasant weiterentwickelt. Heutige Implantate der neuesten Generation unterscheiden sich fundamental von den früheren Modellen: Sie bestehen aus hochkohäsiven Silikongelen, verfügen über texturierte oder glatte Oberflächen und werden in einer Vielzahl von Formen und Größen angeboten, um individuellen Ansprüchen gerecht zu werden.
Die Entscheidung für eine Brustverößerung sollte stets wohluberlegt und ohne äußeren Druck getroffen werden. In einem ausführlichen Beratungsgespräch mit einem erfahrenen plastischen Chirurgen werden persönliche Wünsche, anatomische Voraussetzungen und realistische Erwartungen besprochen. Moderne digitale Planungstools ermöglichen es heute, das voraussichtliche Ergebnis bereits vor dem Eingriff zu visualisieren.
Die Brustverößerung gilt als elektiver Eingriff – das heißt, er wird in der Regel aus ästhetischen Gründen und nicht aus medizinischer Notwendigkeit durchgeführt. Eine Ausnahme bildet die Brustrekonstruktion nach einer Mastektomie im Rahmen einer Brustkrebsbehandlung, bei der die Wiederherstellung der Brust einen medizinisch indizierten Eingriff darstellt. Mehr dazu erfahren Sie auf unserer Seite zur Brustrekonstruktion.
Indikationen und Beweggründe für eine Brustverößerung
Die Beweggründe für eine Brustverößerung sind vielschichtig und höchst individuell. Während manche Frauen seit der Pubertät mit einer zu kleinen Brust (Hypomastie) hadern, suchen andere nach körperlichen Veränderungen durch Schwangerschaft, Stillzeit oder Gewichtsverlust nach Möglichkeiten, ihr früheres Körpergefühl zurückzugewinnen.
Medizinische und ästhetische Indikationen
Hypomastie (unterentwickelte Brust): Wenn die Brust trotz abgeschlossener Pubertät unzureichend entwickelt ist und dies zu erheblichem psychischem Leidensdruck führt, kann eine Augmentation medizinisch indiziert sein. Eine extreme Form ist die tubuläre Brust, bei der nicht nur das Volumen fehlt, sondern auch die Brustform verändert ist. Informationen hierzu finden Sie auf unserer Seite zur tubulären Brust.
Volumenverlust nach Schwangerschaft und Stillzeit: Hormonelle Veränderungen und die Milchproduktion führen häufig zu einem deutlichen Volumenverlust der Brust nach dem Abstillen. Die Haut hat sich gedehnt, das Drüsengewebe ist geschrumpft – eine Kombination aus Brustverößerung und gegebenenfalls Bruststraffung kann hier das gewünschte Ergebnis liefern.
Asymmetrie der Brust: Eine gewisse Asymmetrie zwischen beiden Brüsten ist bei den meisten Frauen vorhanden. Deutlich ausgeprägte Unterschiede im Volumen oder in der Form können durch den gezielten Einsatz unterschiedlich großer Implantate oder durch Lipofilling ausgeglichen werden.
Zustand nach Mastektomie oder Tumorbehandlung: Im Rahmen einer Brustrekonstruktion nach operativer Entfernung der Brust bei Brustkrebs kommen Implantate oder Eigengewebe zum Einsatz, um die Brust wiederherzustellen. Dieser Eingriff ist in der Regel von der Krankenkasse abgedeckt.
Gewichtsverlust: Starker Gewichtsverlust – ob durch Diät oder bariatrische Chirurgie – führt oft zu einem deutlichen Rückgang des Brustvolumens. Eine Brustverößerung, häufig kombiniert mit einer Straffung, kann die Körperproportionen wiederherstellen.
Ästhetische Wünsche: Der häufigste Beweggrund ist der Wunsch nach einer größeren, fülleren oder besser proportionierten Brust, die zum individuellen Körperbild passt. Dieser Wunsch ist völlig legitim und sollte von operierendem Chirurgen ohne Wertung behandelt werden.
Psychologische Voraussetzungen
Seriöse plastische Chirurgen achten sehr genau auf die psychologischen Voraussetzungen ihrer Patientinnen. Eine Brustverößerung sollte aus eigenem, freiem Willen und mit realistischen Erwartungen angestrebt werden. Frauen, die den Eingriff aufgrund von äußerem Druck (Partner, soziales Umfeld) oder als Lösung für tiefgreifende persönliche Probleme suchen, werden von verantwortungsvollen Chirurgen ausführlich beraten und gegebenenfalls an psychologische Fachkräfte überwiesen.
Das Mindestalter für eine ästhetische Brustverößerung liegt in Deutschland bei 18 Jahren, wobei viele Chirurgen eine vollständige körperliche Entwicklung bis etwa 20 Jahre abwarten empfehlen.
Implantattypen im Vergleich
Brustimplantate unterscheiden sich vor allem durch ihr Füllmaterial. Jeder Typ hat spezifische Vor- und Nachteile, die im individuellen Beratungsgespräch abgewogen werden müssen.
Silikonimplantate (Kohäsives Silikongel)
Silikonimplantate sind heute der absolute Standard in der Brustaugmentation und werden in Deutschland bei über 90 Prozent aller Eingriffe eingesetzt. Das moderne kohäsive Silikongel verleiht der Brust ein besonders natürliches Tastgefühl, das dem echten Brustgewebe sehr nahekommt.
Der Begriff „kohäsiv“ bezeichnet die Eigenschaft des Gels, zusammenzuhalten – selbst wenn die Implantathülle beschadigt wird, bleibt das Gel in der Regel an Ort und Stelle und verteilt sich nicht im Körper. Dies ist ein entscheidender Sicherheitsvorteil gegenüber älteren Silikonimplantaten der frühen Generationen.
Silikonimplantate sind in verschiedenen Kohäsivitätsstufen (Festigkeit des Gels) erhältlich. Weichere Gele (niedriger Kohäsivitätsgrad) fühlen sich natürlicher an, aber höherkohäsive Gele halten ihre Form besser – besonders relevant bei anatomischen (tropfenförmigen) Implantaten, die ihre Kontur auch bei verschiedenen Körperpositionen beibehalten sollen.
Vorteile: Sehr natürliches Tastgefühl, geringes Risiko einer Faltenbildung (Rippling), breites Größen- und Formangebot, kohäsives Gel bleibt bei Ruptur weitgehend stabil.
Nachteile: Ruptur ist durch Tastuntersuchung nicht immer erkennbar (stille Ruptur), regelmäßige MRT-Kontrollen empfohlen, etwas teurer als Kochsalzimplantate.
Kochsalzimplantate (Saline)
Kochsalzimplantate bestehen aus einer Silikonhülle, die mit steriler Kochsalzlösung (physiologische NaCl-Lösung) gefüllt ist. In den USA waren sie lange Zeit die gängigste Variante, sind jedoch in Europa und Deutschland weniger verbreitet als Silikonimplantate.
Ein besonderer Vorteil ist die Möglichkeit, Kochsalzimplantate durch einen Ventilmechanismus nach der Operation zu befüllen – dies ermöglicht kleinere Schnitte und eine gewisse Volumenanpassung nach dem Eingriff. Zudem ist eine Ruptur sofort erkennbar, da das Körper die harmlose Kochsalzlösung einfach absorbiert und das Implantat sich sichtbar entleert.
Vorteile: Ruptur ist sofort sichtbar, Füllmaterial (Kochsalzlösung) ist völlig unbedenklich, kleinere Schnitte bei Verwendung von Expansionsimplantaten möglich, günstiger als Silikonimplantate.
Nachteile: Weniger natürliches Tastgefühl (fühlt sich fester und weniger weich an), höheres Risiko für sichtbare Wellenbildung (Rippling) bei schlanken Patientinnen mit dünnem Gewebemantel, für besonders dünne Frauen weniger geeignet.
Hochkohäsive Gel-Implantate („Gummy Bear“)
Als „Gummy Bear Implants“ werden besonders hochkohäsive Silikongelimplantate bezeichnet, deren Gel so fest ist, dass es auch bei einer Ruptur der Hülle seine Form vollständig behält. Diese Implantate sind besonders für anatomische (tropfenförmige) Formen geeignet, da die hohe Festigkeit des Gels die natürliche Tropfenform auch in verschiedenen Körperpositionen stabil hält.
Diese Implantatgeneration bietet maximale Formstabilität und hat das geringste Risiko einer Gelaustrittung. Allerdings fühlen sie sich etwas fester an als weichere Silikongele. Sie werden vorwiegend bei Patientinnen eingesetzt, die eine sehr natürliche Tropfenform wünschen und bei denen eine stabile Kontur besonders wichtig ist.
Vorteile: Höchste Formstabilität, geringstes Risiko für Gelaustrittung bei Ruptur, ideal für anatomische Formen, langlebig.
Nachteile: Härteres Tastgefühl, bei Rotation eines anatomischen Implantats ist eine Korrektur-OP erforderlich, etwas teurer.
Implantatformen: Rund vs. Anatomisch
Neben dem Füllmaterial ist die Form des Implantats eine der wichtigsten Entscheidungen bei der Brustaugmentation. Grundlegend unterscheidet man zwischen runden und anatomischen (tropfenförmigen) Implantaten.
Runde Implantate
Runde Implantate haben – wie der Name suggeriert – eine gleichmäßige, kreisrunde Grundfläche und eine symmetrische Projektion nach vorne. Sie sind die am häufigsten verwendete Implantatform und bieten zahlreiche Vorteile.
Da runde Implantate symmetrisch sind, spielt eine eventuelle Rotation keine Rolle – das Ergebnis bleibt in jeder Lage gleich. Sie verleihen der Brust besonders im oberen Pol mehr Fülle, was oft als „push-up“-Effekt bezeichnet wird. Dies entspricht dem Ästhetikideal vieler Patientinnen.
Runde Implantate sind in verschiedenen Projektionsstufen erhältlich: von „low profile“ (flach, breite Basis) über „moderate profile“ bis hin zu „high profile“ und „extra high profile“ (schmälere Basis, stärkere Vorwölbung). Die Wahl der Projektion richtet sich nach der Breite der Brust, dem gewünschten Ästhetikziel und der vorhandenen Hautdecke.
Ideal für: Patientinnen mit ausreichend eigenem Gewebe im oberen Brustpol, die eine runde, volle Form wünschen; Patientinnen mit bereits leichter Ptosis (Hängebrust), da die Fülle im oberen Pol einen optischen Straffungseffekt erzeugt; Erstaugmentationen allgemein.
Anatomische Implantate (Tropfenform)
Anatomische Implantate ahmen die natürliche Tropfenform der Brust nach: der obere Pol ist flacher, während der untere Pol voller und runder ist. Diese Form entspricht dem natürlichen Wachstumsmuster der Brust und wird oft als besonders natürliches Ergebnis beschrieben.
Da anatomische Implantate eine oben-unten-Asymmetrie aufweisen, müssen sie korrekt positioniert werden und dürfen sich nicht rotieren. Aus diesem Grund werden anatomische Implantate ausschließlich mit texturierter Oberfläche hergestellt, die eine bessere Haftung im Gewebe begünstigt und einer Rotation entgegenwirkt. Sollte eine Rotation dennoch eintreten, ist eine Korrektur-Operation erforderlich.
Ideal für: Patientinnen mit wenig eigenem Gewebe, die ein möglichst natürliches Ergebnis wünschen; Patientinnen nach Mastektomie (Brustrekonstruktion); Frauen mit wenig Eigengewebe im oberen Brustpol.
Oberflächentextur: Glatt vs. Texturiert
Unabhängig von der Form können Implantate eine glatte oder eine texturierte (aufgeraute) Oberfläche haben. Glatte Implantate können sich leichter im Pocket bewegen, was bei runden Implantaten unproblematisch ist. Texturierte Implantate haften besser am umliegenden Gewebe an, was bei anatomischen Implantaten notwendig ist, um eine Rotation zu verhindern.
In den letzten Jahren wurde eine seltene Form des anaplastischen großzelligen Lymphoms (BIA-ALCL) in Zusammenhang mit bestimmten texturierten Implantaten diskutiert. Die Datenlage zeigt, dass das Risiko sehr gering ist und vor allem bei bestimmten, stark texturierten Implantaten einer spezifischen Marke erhöht war. Ärzte und Behörden beobachten diese Entwicklung weiterhin; Patientinnen sollten bei Unklarheinten ihren Arzt ansprechen.
Zugangswege bei der Brustverößerung
Der Schnitt für das Einsetzen des Implantats kann an verschiedenen Stellen gesetzt werden. Jeder Zugangsweg hat spezifische Vor- und Nachteile, die gemeinsam mit dem Chirurgen individuell abgestimmt werden.
Submamlärer Zugang (Inframammary Fold)
Der Schnitt in der Unterbrustfalte (Inframammary Fold, IMF) ist der in Deutschland und international am häufigsten verwendete Zugangsweg. Der Schnitt wird direkt in die natürliche Falte unterhalb der Brust gesetzt und ist daher nach der Heilung kaum sichtbar – er verbirgt sich in der natürlichen Hautfalte.
Dieser Zugangsweg bietet dem Chirurgen die beste Sicht auf das Operationsfeld, ermöglicht eine präzise Präparation der Implantattasche und ist für alle Implantattypen und -größen geeignet. Zudem ist das Risiko einer Berührung des Brustdrüsengewebes minimal, was das Risiko für Stillprobleme nach einer Schwangerschaft gering hält.
Vorteile: Beste operative Sicht, präziseste Präparation, geringes Risiko für Brustdrüsenverletzungen, für alle Implantatgrößen geeignet, Narbe gut verborgen in der Unterbrustfalte.
Nachteile: Sichtbare Narbe bei freiliegendem Bauch (z. B. am Strand), bei sehr schlanken Frauen kann die Narbe gelegentlich etwas stärker auffallen.
Periäreolärer Zugang
Beim periäreolären Zugang wird der Schnitt am unteren Rand des Warzenhofes (Areola) gesetzt. Da der Übergang zwischen dem dunkleren Warzenhof und der hellen Brusthaut natürliche Konturmäßig hervorgehoben ist, kann die Narbe hier oft sehr gut kaschiert werden.
Dieser Zugangsweg wird vor allem dann gewählt, wenn gleichzeitig eine Korrektur der Brustwarze oder des Warzenhofs erfolgen soll (z. B. bei vergrößertem Warzenhof). Mehr Informationen zu solchen kombinierten Eingriffen finden Sie auf unserer Seite zur Brustwarzenkorrektur.
Nachteil des periäreolären Zugangs ist, dass die Milchgänge und Nerven in der Nähe des Warzenhofs verlaufen. Der Schnitt kann diese Strukturen tangieren, was das Risiko für verändertes Brustwarzengefühl oder Stillprobleme erhöhen kann. Zudem ist der Zugang auf Implantate begrenzt, deren Größe das Durchmesser des Warzenhofs nicht erheblich überschreitet.
Vorteile: Narbe liegt im natürlichen Farbwechsel des Warzenhofs und kann sehr diskret sein, ideal für gleichzeitige Warzenhofkorrektur.
Nachteile: Höheres Risiko für Nervenverletzungen am Warzenhof, potenzielle Beeinträchtigung des Stillens, begrenzt auf kleinere Implantatgrößen, höheres Infektionsrisiko durch die Nähe zur Brustdrüse.
Axillärer Zugang (Achselhöhle)
Beim axillären Zugang wird der Schnitt in der Achselhöhle gesetzt. Der große Vorteil: An der Brust selbst bleibt keine sichtbare Narbe zurück. Dieser Aspekt ist für manche Patientinnen ein entscheidendes Kriterium.
Allerdings hat dieser Zugangsweg auch wesentliche Nachteile: Der Operateur hat eingeschränkte Sicht auf das Operationsfeld, was eine präzise Präparation erschwert. Das Risiko für eine ungleichmäßige Positionierung der Implantate ist etwas höher. Zudem ist die Narbe in der Achselhöhle zwar an der Brust nicht sichtbar, aber beim Heben der Arme durchaus wahrnehmbar.
Der axilläre Zugang wird in Deutschland seltener als der submammäre Zugang verwendet und erfordert besondere chirurgische Expertise.
Vorteile: Keine Narbe an der Brust, besonders für Patientinnen geeignet, denen die narbfreie Brust besonders wichtig ist.
Nachteile: Eingeschränkte Sicht, höheres Risiko für Asymmetrien, Narbe in der Achselhöhle sichtbar, erfordert spezifische Erfahrung des Chirurgen, nicht für alle Implantatgrößen geeignet.
Implantatplatzierung: Submuskulär vs. Subglandular
Eine weitere wichtige Entscheidung betrifft die Lage des Implantats im Körper: Es kann entweder hinter dem Brustdrüsengewebe (subglandular) oder hinter dem großen Brustmuskel (pectoralis major) platziert werden. Eine Hybridlösung ist die sogenannte „Dual Plane“-Technik.
Subglandulare Platzierung (präpektorale Lage)
Bei der subglandularen Platzierung liegt das Implantat direkt hinter dem Brustdrüsengewebe, aber vor dem Muskel. Dies ist die anatomisch natürlichste Position und entspricht am ehesten der normalen Lage der Brust.
Der Vorteil liegt in der einfacheren und weniger schmerzhaften Operation sowie einer schnelleren Erholung. Zudem wird der Muskel nicht beeinträchtigt, was bei sportlich aktiven Frauen vorteilhaft ist. Allerdings eignet sich diese Platzierung nur für Frauen mit ausreichend eigenem Gewebe, da das Implantat sonst durch die dünne Haut tastbar oder sichtbar sein kann.
Submuskuläre Platzierung (retropektorale Lage)
Bei der submuskulären Platzierung wird das Implantat vollständig oder teilweise unter den großen Brustmuskel (M. pectoralis major) gesetzt. Diese Position ist besonders für schlanke Frauen mit wenig Eigengewebe vorteilhaft, da der Muskel eine zusätzliche Abdeckung bietet und die Implantatränder kaschiert.
Weitere Vorteile: geringeres Risiko einer Kapselfibrose (Verhärtung des Narbengewebes um das Implantat), bessere Abgrenzung im Ultraschall und Mammogramm für die Krebsvorsorge, natürlicheres Ergebnis bei schlanken Patientinnen. Nachteil ist eine intensivere postoperative Erholungsphase, da der Muskel involviert ist.
Dual-Plane-Technik
Die Dual-Plane-Technik kombiniert Aspekte beider Ansätze: Das Implantat liegt im oberen Bereich hinter dem Muskel (submuskulär) und im unteren Bereich hinter dem Drüsengewebe (subglandular). Diese Technik erlaubt eine optimale Formgebung und hat besonders bei Patientinnen mit leichter Ptosis hervorragende Ergebnisse gezeigt. Sie ist heute die am weitesten verbreitete Technik in der modernen Brustaugmentation.
Lipofilling als natürliche Alternative zur Brustimplantation
Das Lipofilling (auch Lipotransfer oder Eigenfetttransplantation genannt) bietet eine natürliche Alternative zur Brustaugmentation mit Implantaten. Bei dieser Methode wird Eigenfett aus Körperstellen mit überflüssigem Fettgewebe (häufig Bauch, Hüften oder Oberschenkel) entnommen, aufbereitet und in die Brust injiziert.
Ausführliche Informationen zur Methode finden Sie auf unserer speziellen Seite zum Lipofilling.
Vorteile des Lipofilling der Brust
Natürliches Material: Da ausschließlich körpereigenes Gewebe verwendet wird, gibt es keine Fremdmaterialien im Körper. Allergien oder Unverträglichkeiten sind ausgeschlossen.
Doppelter Nutzen: Gleichzeitig mit der Brustverößerung wird eine Körperfettabsaugung (Liposuktion) an den Spenderstellen durchgeführt. So werden mehrere Körperbereiche optimiert.
Natürliches Tastgefühl und Aussehen: Da echtes Fettgewebe verwendet wird, fühlt sich das Ergebnis absolut natürlich an und bewegt sich wie echtes Brustgewebe.
Keine sichtbaren Narben: Die Einstichstellen für die Liposuktion und Injektion sind minimal und heilen in der Regel narbenlos ab.
Keine Implantat-spezifischen Risiken: Kapselfibrose, Implantatruptur und andere Implantat-spezifische Komplikationen entfallen vollständig.
Einschränkungen des Lipofilling
Das Lipofilling hat jedoch auch klare Grenzen: Die Volumenvergrößerung ist durch die Menge des verfügbaren Eigenfetts und die Aufnahmekapazität des Brustgewebes begrenzt. In der Regel lässt sich pro Sitzung eine Vergrößerung um eine halbe bis maximal eine Bragröße erzielen. Für größere Vergrößerungen sind mehrere Sitzungen notwendig.
Ein weiterer Nachteil ist die mögliche Resorption (Abbau) eines Teils des transplantierten Fettes. Im Durchschnitt werden 30 bis 50 Prozent des injizierten Fettes vom Körper wieder abgebaut. Erfahrene Chirurgen berücksichtigen dies durch eine leichte Überkorrektur. Das verbleibende Fettgewebe ist in der Regel dauerhaft.
Zudem müssen Patientinnen ausreichend Eigenfettreserven haben – sehr schlanke Frauen sind für das Lipofilling der Brust oft nicht geeignet oder haben nur begrenzte Möglichkeiten.
Wer ist geeignet für Lipofilling der Brust?
Das Lipofilling eignet sich besonders für Frauen, die eine moderate Vergrößerung um eine Bragröße wünschen, ausreichend Eigenfettreserven haben, keine Fremdmaterialien in ihrem Körper möchten und gleichzeitig von einer Fettabsaugung an bestimmten Körperstellen profitieren wollen. Es ist auch ein hervorragendes Verfahren zur Korrektur von Implantatunperfektionen oder Asymmetrien nach einer Augmentation.
Kosten des Lipofilling der Brust
Die Kosten für ein Lipofilling der Brust liegen in Deutschland zwischen 3.000 und 6.000 Euro, abhängig von der Menge des zu transplantierenden Fettes, der Anzahl der Spenderstellen und dem Schwierigkeitsgrad des Eingriffs.
Führende Implantatmarken im Überblick
Auf dem deutschen Markt sind verschiedene hochwertige Implantatmarken erhältlich. Die bekanntesten und in Deutschland am häufigsten verwendeten Marken sind Mentor, Motiva, Polytech und Arion. Alle zugelassenen Implantate müssen strenge europäische Sicherheitsstandards (CE-Zertifizierung) erfüllen.
Mentor Implantate
Mentor (Johnson & Johnson) ist einer der weltweit führenden Hersteller von Brustimplantaten und hat jahrzehntelange klinische Erfahrung. Das Unternehmen bietet ein umfangreiches Sortiment an Silikongelimplantaten („MemoryGel“) und Kochsalzimplantaten an.
Die Mentor MemoryGel Implantate sind für ihre hohe Konsistenz und ihr natürliches Erscheinungsbild bekannt. Sie stehen in runden und tropfenförmigen (CPG) Varianten zur Verfügung und werden in zahlreichen Größen und Projektionsstufen angeboten. Mentor bietet zudem ein ausgefeiltes Garantieprogramm für seine Produkte.
Besonderheit: Das „MEMORYGEL XTRA“-Implantat mit erhöhter Kohäsivität für noch bessere Formstabilität. Mentor-Implantate sind durch langjährige klinische Daten gut dokumentiert und gelten als besonders zuverlässig.
Motiva Implantate
Motiva (Establishment Labs) ist eine jüngere Marke, die in den letzten Jahren erhebliches Interesse durch ihre innovativen Technologien geweckt hat. Das Unternehmen verwendet TrueMonobloc-Technologie, bei der Hülle und Füllung aus einem einzigen Silikon-Molekülnetzwerk bestehen – dies soll die mechanische Belastbarkeit erhöhen.
Besonders bekannt ist Motiva für die „SilkSurface“- und „VelvetSurface“-Oberflächen, die als besonders gewebeschonend gelten. Zudem bietet Motiva einen integrierten RFID-Chip („Q Inside Safety Technology“) in seinen Implantaten an, mit dem das Implantat jederzeit eindeutig identifiziert werden kann – ein echter Sicherheitsvorteil bei Notfällen oder Kontrollterminen.
Motiva hat zudem Ergonomix-Implantate entwickelt, die ihre Form je nach Körperposition verändern: Im Stehen nehmen sie eine natürliche Tropfenform ein, im Liegen werden sie runder – ähnlich wie natürliches Brustgewebe.
Polytech Implantate
Polytech Health & Aesthetics ist ein deutsches Unternehmen aus Dieburg (Hessen) und damit einer der wenigen Brustiimplantatshersteller in Deutschland. Dies macht Polytech zu einer besonders attraktiven Wahl für Patientinnen, die Wert auf made in Germany legen.
Polytech bietet ein breites Spektrum an Silikongelimplantaten in verschiedenen Formen, Größen und Oberflächentexturen an. Besonders bekannt sind die „Optimam“-Implantate (rund) und die „Diagon“-Linie (anatomisch). Polytech-Implantate werden nach deutschen Qualitätsstandards gefertigt und sind für ihre Zuverlässigkeit bekannt.
Polytech bietet zudem verschiedene Oberflächentexturen an: von glatt (Microlane) bis mikrotexturiert (Mesmo) und makrotexturiert (POLYtxt), um individuelle Anforderungen zu erfüllen. Ein besonderer Service: Polytech stellt Patientinnen einen Implantatpass aus, der sämtliche relevante Informationen über das eingesetzte Implantat enthält.
Arion Implantate
Arion (GC Aesthetics) ist ein französischer Hersteller mit langer Tradition in der plastischen Chirurgie. Das Unternehmen bietet sowohl Silikongelimplantate als auch expandierbare Kochsalzimplantate an und ist bekannt für innovative Designs wie die asymmetrischen „Asymmetrix“-Implantate, die speziell auf die anatomischen Unterschiede zwischen linker und rechter Brust eingehen.
Arion-Implantate sind CE-zertifiziert und werden in zahlreichen europäischen Ländern eingesetzt. Das „EspritII“-Silikongelimplantat der Marke gehört zu den bewährten Produkten und ist in verschiedenen Formen und Größen erhältlich.
Ablauf der Brustverößerungsoperation
Eine sorgfältige Vorbereitung und ein strukturierter Operationsverlauf sind entscheidend für ein optimales Ergebnis. Im Folgenden wird der typische Ablauf einer Brustverößerung von der ersten Beratung bis zur letzten Kontrolle beschrieben.
Vorkonsultation und Planung
Der erste Schritt ist ein ausführliches Beratungsgespräch mit dem plastischen Chirurgen. In diesem Termin werden die Vorgeschichte der Patientin, ihre Wünsche und Erwartungen besprochen sowie eine körperliche Untersuchung vorgenommen. Der Chirurg misst verschiedene Körpermaße (Brustbreite, Hautdehnbarkeit, Brustdrüsenabstand etc.), um die optimale Implantatgröße und -form zu bestimmen.
Häufig wird ein digitales Planungssystem (z. B. VECTRA 3D) eingesetzt, das eine 3D-Simulation des voraussichtlichen Ergebnisses ermöglicht. Alternativ können Implantat-Sizer-Sets verwendet werden: Die Patientin hält Probeimplantate in einen speziellen BH, um ein Gefühl für die gewünschte Größe zu entwickeln.
In der Vorbereitungsphase werden eine Reihe von Voruntersuchungen durchgeführt: Blutbild, Gerinnungsparameter, EKG bei älteren Patientinnen sowie gegebenenfalls eine Mammographie oder ein Ultraschall der Brust (ab 30 Jahren empfohlen).
Vor der Operation
In der Zeit vor dem Eingriff (in der Regel zwei Wochen) sollten Patientinnen auf blutverдünnende Medikamente (Aspirin, Ibuprofen, bestimmte Nahrungsergänzungsmittel wie Fischöl) und Nikotin verzichten, da beides die Heilung beeinträchtigt. Raucherinnen sollten mindestens sechs Wochen vor und nach der Operation auf Nikotin verzichten, da Rauchen die Durchblutung reduziert und das Wundheilungsrisiko erheblich erhöht.
Am Tag vor der Operation sollte die Patientin nach Mitternacht nüchtern bleiben (nichts essen oder trinken) und am Operationstag keine Kosmetik, Nagellack oder Schmuck tragen.
Die Operation selbst
Die Brustverößerung wird in der Regel unter Vollnarkose durchgeführt und dauert je nach Methode und Zugangssweg zwischen 60 und 120 Minuten. In vielen Kliniken und Praxen kann der Eingriff ambulant erfolgen; bei größeren oder kombinierten Eingriffen ist ein Klinikaufenthalt von einer Nacht empfehlenswert.
Der Chirurg setzt zunächst den geplanten Schnitt (submamlär, periäreolär oder axillär) und präpariert sorgfältig die Implantattasche (Pocket) in der gewünschten Ebene (submuskulär, subglandular oder Dual Plane). Das Implantat wird eingesetzt, korrekt positioniert und die Wunde schichtweise verschlossen. Heutzutage werden oft Feinnaht-Techniken und Klebeverbands verwendet, um die Narbenbildung zu minimieren.
Während der Operation verwenden viele Chirurgen das sogenannte „No-Touch-Technique“ oder das „Funnel-System“ (Keller Funnel), bei dem das Implantat mit einem sterilen Trichter eingesetzt wird, ohne es direkt zu berühren. Dies reduziert das Risiko einer Kontamination und einer nachfolgenden Kapselfibrose.
Unmittelbar nach der Operation
Nach dem Aufwachen aus der Narkose wird die Patientin in einen Aufwachraum gebracht und dort medizinisch überwacht. Leichte Schmerzen, Schwellungen und ein Spannungsgefühl in der Brust sind normal und werden durch Schmerzmedikamente gut kontrolliert. Die Brust wird mit einem speziellen Stützbandage oder einem medizinischen BH verbunden.
In den meisten Fällen kann die Patientin noch am selben Tag oder am nächsten Morgen nach Hause entlassen werden. Es ist jedoch unbedingt erforderlich, eine Begleitperson zur Abholung zu haben, da nach einer Vollnarkose nicht selbst gefahren werden darf.
Heilung und Nachsorge nach der Brustverößerung
Die Nachsorgephase ist ebenso wichtig wie die Operation selbst. Eine konsequente Nachsorge sichert das optimale Ergebnis und minimiert das Komplikationsrisiko.
Die ersten Tage
Schmerzen und Unbehagen: In den ersten zwei bis drei Tagen nach der Operation ist mit Schmerzen, Schwellungen und einem starken Spannungsgefühl zu rechnen. Diese sind normal und können mit verordneten Schmerzmedikamenten gut kontrolliert werden. Silikongelimplantate hinter dem Muskel können in den ersten Tagen intensivere Schmerzen verursachen, da der Muskel gedehnt wurde.
Schonung: In den ersten Tagen sollten Patientinnen körperliche Aktivität auf ein Minimum reduzieren. Das Heben schwerer Gegenstände (mehr als 2 kg) sollte vermieden werden. Ausreichend Schlaf und Ruhe fördern die Heilung.
Wundpflege: Die Wunden werden in der Regel mit Pflastern oder Steri-Strips abgedeckt. Der behandelnde Arzt gibt genaue Anweisungen zur Wundpflege. Duschen ist meist nach 24-48 Stunden wieder erlaubt, ein Bad oder der Kontakt mit Wasserbecken sollte jedoch 4-6 Wochen vermieden werden.
Die ersten Wochen
Spezial-BH: Patientinnen tragen nach der Brustverößerung für in der Regel 6 bis 8 Wochen einen speziellen Sport-BH oder medizinischen Kompressionsanziehstuck rund um die Uhr (auch nachts). Dieser unterstützt die korrekte Positionierung der Implantate und fördert die Heilung.
Rückgang der Schwellung: Die Schwellung nimmt innerhalb der ersten zwei bis drei Wochen deutlich ab, kann aber noch mehrere Monate andauern. Das endgültige Ergebnis ist in der Regel erst nach drei bis sechs Monaten vollständig sichtbar, wenn sich das Implantat vollständig „gesetzt“ hat und das Gewebe sich angepasst hat.
Berufliche Tätigkeit: Bürotätigkeit und leichte körperliche Arbeit können in der Regel nach einer Woche wiederaufgenommen werden. Schwere körperliche Arbeit oder Jobs mit starker körperlicher Belastung (Krankenpflege, Handwerk etc.) erfordern eine Auszeit von drei bis vier Wochen.
Sport: Leichtes Spazierengehen kann nach wenigen Tagen wieder begonnen werden. Moderatere sportliche Aktivitäten (Radfahren, zügiges Gehen) sind nach zwei bis drei Wochen möglich. Krafttraining, insbesondere Übungen, die den Brustmuskel beanspruchen, sowie Kontaktsportarten sollten für mindestens sechs Wochen vermieden werden.
Langfristige Nachsorge
Kontrolltermine: Regelmäßige Nachsorgetermine beim operierenden Chirurgen sind wichtig. Üblicherweise erfolgen Kontrollen nach einer Woche, nach einem Monat, nach drei Monaten und nach einem Jahr.
MRT-Kontrollen: Für Silikongelimplantate empfehlen die europäischen Leitlinien eine MRT-Untersuchung nach drei Jahren und danach alle zwei Jahre, um eine stille Ruptur (Ruptur ohne klinische Symptome) auszuschließen. Diese Kontrollen sind besonders wichtig, da eine Silikongelruptur nicht immer spürbar ist.
Sonnenschutz für Narben: Frische Narben reagieren empfindlich auf UV-Strahlung. Für mindestens ein Jahr nach der Operation sollten Narben entweder abgedeckt oder mit hohem Lichtschutzfaktor geschützt werden, um einer dauerhaften Narbenverfärbung vorzubeugen.
Narbenpflege: Silikon-Narbenpflaster oder -gele können die Narbenreifung positiv beeinflussen und zu fülligeren, flacheren Narben führen. Viele Chirurgen empfehlen die Anwendung ab der dritten oder vierten Woche nach dem Eingriff.
Welche Risiken gibt es und Komplikationen der Brustverößerung?
Wie jede Operation ist auch die Brustverößerung mit gewissen Risiken und möglichen Komplikationen verbunden. Ein verantwortungsvoller plastischer Chirurg wird alle relevanten Risiken ausführlich besprechen und Gegenmaßnahmen erläutern.
Kapselfibrose
Die Kapselfibrose (auch kapsuläre Kontraktur) ist die häufigste spezifische Komplikation der Brustaugmentation. Nach dem Einsetzen eines Implantats bildet der Körper natürlicherweise eine dünne Bindegewebskapsel um das Implantat – dies ist eine normale Schutzreaktion. Bei der Kapselfibrose verdickt und verhärtet sich diese Kapsel übermäßig und kann das Implantat zusammenquetschen, was zu einer Verhärtung, Verformung und Schmerzen der Brust führen kann.
Die Kapselfibrose wird nach Baker in vier Schweregrade eingeteilt: Grad I (natürliche Weichheit), Grad II (leichte Verhärtung, tastbar aber nicht sichtbar), Grad III (deutliche Verhärtung, sichtbare Verformung) und Grad IV (starke Verhärtung, Schmerzen, starke Verformung). Eine Behandlung ist bei Grad III und IV erforderlich.
Ausführliche Informationen zu diesem Thema finden Sie auf unserer spezialisierten Seite zur Kapselfibrose.
Implantatruptur
Eine Ruptur (Riss der Implantathülle) kann durch Trauma, übermäßigen Druck (z. B. bei einer Mammographie) oder altersbedingte Materialermüdung entstehen. Bei modernen Silikongelimplantaten mit kohäsivem Füllmaterial bleibt das Gel in der Regel in der Implantattasche und verteilt sich nicht im Körper – man spricht von einer „stillen Ruptur“, die häufig keine oder kaum Symptome verursacht und oft nur im MRT nachgewiesen werden kann.
Bei einer Kochsalzimplantatruptur ist das Ergebnis sofort sichtbar: Das Implantat entleert sich, die Brust verliert sichtbar an Volumen. Die harmlose Kochsalzlösung wird vom Körper absorbiert.
Lageränderung und Asymmetrie
Implantate können sich nach der Operation verlagern. Dies kann durch eine zu große Implantattasche, schwaches Bindegewebe oder bestimmte Aktivitäten ausgelöst werden. Eine Lageränderung kann zu einer sichtbaren Asymmetrie oder einem veränderten Erscheinungsbild der Brust führen und erfordert in manchen Fällen eine Korrektur-Operation.
Bei anatomischen Implantaten ist eine Rotation besonders problematisch, da das Implantat dann verkehrt herum in der Brust sitzt und die Form der Brust sichtbar verändert wird.
Infektion
Wie bei jedem operativen Eingriff besteht ein Infektionsrisiko. Bei einer Brustaugmentation ist dieses Risiko durch sterile Operationsbedingungen und die prophylaktische Gabe von Antibiotika relativ gering. Eine behandlungspflichtige Infektion tritt in weniger als einem Prozent der Fälle auf, kann aber im schlimmsten Fall eine vorläufige Explantation erforderlich machen.
Verändertes Brustwarzengefühl
Temporäre Veränderungen im Brustwarzengefühl (Taubheit, Überempfindlichkeit) sind häufig und bilden sich in der Regel innerhalb einiger Monate zurück. Permanente Nervenverletzungen mit dauerhaft verändertem Gefühl sind selten, können aber bei bestimmten Zugangswegen (insbesondere periäreolär) häufiger auftreten.
Wellbildung (Rippling)
Besonders bei schlanken Frauen mit dünnerm Gewebemantel und bei Kochsalzimplantaten können Wellenstrukturen durch die Haut fühlbar oder sichtbar sein. Dies wird als Rippling bezeichnet und kann durch die Wahl des richtigen Implantattyps, der richtigen Platzierung und ausreichende Gewebedicke minimiert werden.
BIA-ALCL (Brustimplantat-assoziiertes anaplastisches großzelliges Lymphom)
BIA-ALCL ist eine sehr seltene Form des Non-Hodgkin-Lymphoms, die in Zusammenhang mit texturierten Brustimplantaten beschrieben wurde. Es handelt sich nicht um Brustkrebs, sondern um einen Tumor des Lymphgewebes, der in der Kapsel um das Implantat entsteht. Die Inzidenz ist sehr gering (geschätzte 1:3.000 bis 1:30.000, je nach Implantattyp), und bei frühzeitiger Erkennung ist die Prognose gut. Patientinnen mit texturierten Implantaten sollten jährliche Kontrollen wahrnehmen und bei neu auftretenden Schwellungen oder Veränderungen sofort einen Arzt aufsuchen.
Allgemeine Operationsrisiken
Zusätzlich zu implantatspezifischen Risiken bestehen allgemeine Operationsrisiken wie Blutungen, Hämatome (Blutansammlungen), Serome (Flüssigkeitsansammlungen), Narbenbildung, Narkosekomplikationen und seltene Thrombosen oder Lungenembolien. Diese Risiken werden durch eine sorgfältige Vorbereitung und Nachsorge minimiert.
Was kostet Brustverößerung?
Die Kosten einer Brustverößerung in Deutschland variieren je nach gewähltem Implantattyp, der Klinik und Erfahrung des Chirurgen sowie etwaiger Zusatzeingriffe erheblich. Als grobe Orientierung können folgende Richtwerte dienen:
Kosten für Brustimplantate
Die Gesamtkosten für eine Brustverößerung mit Implantaten in Deutschland liegen üblicherweise zwischen 3.500 und 8.000 Euro. In diesem Betrag sind in der Regel folgende Kostenbestandteile enthalten:
- Honorar des plastischen Chirurgen für die Operation
- Kosten für die Brustimplantate selbst (je nach Marke und Typ 800 bis 2.000 Euro pro Paar)
- Anästhesiekosten
- Kosten für den Aufenthalt im OP-Zentrum oder der Klinik
- Vorbereitende Untersuchungen (Blutbild, EKG etc.)
- Nachsorge und Kontrolluntersuchungen
Hochwertige Kliniken mit besonders erfahrenen Chirurgen und Premium-Implantaten renommierter Marken (wie Motiva Ergonomix oder Mentor MemoryGel) können Preise am oberen Ende dieser Spanne oder darüber aufrufen. Vorsicht ist bei ungewöhnlich günstigen Angeboten geboten – hier kann die Qualität des Chirurgen, der verwendeten Implantate oder der Operationsinfrastruktur fraglich sein.
Kosten für Lipofilling
Ein Lipofilling der Brust kostet in Deutschland zwischen 3.000 und 6.000 Euro, abhängig von der Menge des zu transplantierenden Fettes und der Anzahl der Liposuktions-Spenderstellen.
Kosten für kombinierte Eingriffe
Wird die Brustverößerung mit anderen Eingriffen kombiniert (z. B. Bruststraffung bei zusätzlicher Hängebrust oder Brustwarzenkorrektur), erhöhen sich die Gesamtkosten entsprechend. In der Regel ist ein kombinierter Eingriff jedoch günstiger als zwei separate Operationen, da Narkose- und Klinikkosten nur einmal anfallen.
Übernahme durch Krankenkassen
Rein ästhetische Brustverößerungen werden von gesetzlichen und privaten Krankenkassen in Deutschland nicht übernommen. Ausnahmen bilden medizinisch notwendige Rekonstruktionen nach Mastektomie oder bei erheblichen angeborenen Fehlbildungen (z. B. tubuläre Brust mit ausgepratem Leidensdruck) – hier können im Einzelfall Kosten übernommen werden. Eine Voranfrage bei der Krankenkasse ist empfehlenswert.
Finanzierungsmöglichkeiten
Viele plastisch-chirurgische Kliniken bieten Ratenzahlungsoptionen oder Kooperationen mit Finanzierungsdienstleistern an. Interessentinnen sollten jedoch beachten, dass Zinsen die Gesamtkosten erhöhen können, und sollten die Konditionen sorgfältig prüfen.
Haltbarkeit und Langzeitergebnisse
Eine verbreitete Annahme ist, dass Brustimplantate nach zehn Jahren zwingend ausgetauscht werden müssen. Dies ist jedoch nicht korrekt. Moderne hochwertige Implantate sind für eine deutlich längere Lebensdauer ausgelegt.
Lebensdauer moderner Implantate
Hochwertige Silikongelimplantate aktueller Generation haben in der Regel eine technische Haltbarkeit von 15 bis 25 Jahren oder mehr. Es gibt zahlreiche Patientinnen, die ihre Implantate seit über 20 Jahren problemlos tragen. Viele Hersteller geben lebenslange Garantien auf Implantatrupturen.
Dennoch empfehlen die meisten Chirurgen und Implantatshersteller, Implantate nicht als permanente, wartungsfreie Implantate zu betrachten. Regelmäßige ärztliche Kontrollen und bildgebende Untersuchungen (Ultraschall, MRT) sind wichtig, um den Zustand der Implantate zu beurteilen.
Gründe für einen frühzeitigen Wechsel
Ein frühzeitiger Implantatwechsel kann notwendig werden bei Kapselfibrose, Implantatruptur, Lageveränderung oder Rotation (bei anatomischen Implantaten), Änderung des ästhetischen Wunschziels (größeres oder kleineres Implantat) oder körperlichen Veränderungen (Schwangerschaft, Gewichtsverlust).
Langzeitstabilität des Ergebnisses
Das Erscheinungsbild der augmentierten Brust kann sich im Laufe der Zeit verändern – nicht wegen des Implantats, sondern durch natürliche Alterungsprozesse des Körpers. Hängebrust, Gewichtsschwankungen, Schwangerschaften und der allgemeine Elastizitätsverlust der Haut können das Erscheinungsbild beeinflussen. Ein gesunder Lebensstil und das Tragen eines gut sitzenden BHs können diese Alterungsprozesse verlangsamen.
Implantatwechsel und Explantation
Nicht alle Frauen möchten ihre Implantate lebenslang behalten. Während manche einen Wechsel auf größere oder kleinere Implantate wünschen, entscheiden sich andere für eine vollständige Entfernung der Implantate (Explantation).
Implantatwechsel (Reimplantation)
Ein Implantatwechsel ist technisch in der Regel gut möglich und wird ähnlich wie die Erstoperation durchgeführt. Die Narben der Erstoperation können meist wieder genutzt werden, sodass keine neuen Schnitte notwendig sind. Bei einem Wechsel auf ein anderes Implantatvolumen oder eine andere Form kann die Implantattasche angepasst werden.
Beim Wechsel wird der Chirurg in der Regel auch die um das Implantat gebildete Kapsel untersuchen. Bei einer Kapselfibrose wird die Kapsel entfernt (Kapsulektomie) oder eingeschnitten (Kapsulotomie), bevor das neue Implantat eingesetzt wird.
Explantation (Implantatentfernung)
Die Entfernung von Brustimplantaten ohne Reimplantation (Explantation) kann verschiedene Gründe haben: Wunsch nach dem natürlichen Erscheinungsbild der Brust, Komplikationen wie schwere Kapselfibrose oder Ruptur, Bedenken wegen des sogenannten „Breast Implant Illness“ (BII)-Syndroms oder Gewichtsveränderungen im Körper.
Nach einer Explantation verändert sich die Brustform je nach Ausgangssituation, Implantatgröße und Alter des Gewebes. Bei kleinen Implantaten und gutem Hautelastizität kann das Gewebe sich gut zurückziehen. Bei größeren Implantaten oder wenn die Haut durch das Implantat überdehnt wurde, kann eine zusätzliche Bruststraffung erforderlich sein, um ein ansprechendes Ergebnis zu erzielen.
En-bloc-Kapsulektomie
Bei der En-bloc-Kapsulektomie werden Implantat und umgebende Kapsel als Einheit entfernt, ohne die Kapsel zu eröffnen. Diese Technik wird vor allem bei Verdacht auf Kontamination, BIA-ALCL oder bei einer schweren Kapselfibrose gewählt. Sie ist technisch anspruchsvoller als eine einfache Explantation und erfordert mehr Gewebe zu entfernen.
Nach einer Explantation ist bei Bedarf auch ein Lipofilling möglich, um vorhandene Volumenverluste natürlich auszugleichen. Alternativ kann nach einer Wartezeit eine neue Augmentation mit Implantaten durchgeführt werden.
Häufig gestellte Fragen zur Brustverößerung
Wie lange ist man nach einer Brustverößerung arbeitsunfähig?
Die Dauer der Arbeitsunfähigkeit hängt stark von der Art der Tätigkeit ab. Bei Büro- oder sitzenden Tätigkeiten sind die meisten Patientinnen nach 5 bis 7 Tagen wieder arbeitsfähig. Bei körperlich belastenden Berufen (Krankenpflege, Handwerk, Dienstleistungen mit schwerem Heben) empfehlen Chirurgen eine Auszeit von 3 bis 4 Wochen. Verantwortungsvollen Chirurgen ist es wichtig, Patientinnen über realistische Erholungszeiten aufzuklären.
Kann ich nach einer Brustverößerung noch stillen?
In den meisten Fällen ist Stillen nach einer Brustaugmentation möglich, besonders wenn der submammäre Zugang gewählt wurde und das Implantat hinter dem Brustdrüsengewebe platziert ist. Das Implantat befindet sich hinter dem Drüsengewebe und behindert die Milchproduktion nicht. Beim periäreolären Zugang besteht ein etwas höheres Risiko für Stillprobleme, da die Milchgänge in der Nähe des Schnitts verlaufen können. Frauen mit Stillwunsch sollten diesen Aspekt im Beratungsgespräch explizit ansprechen.
Verändern sich Brustimplantate bei Gewichtsschwankungen?
Das Implantat selbst verändert sich nicht bei Gewichtsschwankungen. Das umliegende Brustgewebe und Fettgewebe hingegen schon – wie an allen anderen Körperstellen auch. Bei einer deutlichen Gewichtszunahme kann die Brust insgesamt größer wirken, bei starkem Gewichtsverlust kann das Eigengewebe schrumpfen und das Implantat stärker hervortreten. Größere Gewichtsschwankungen sollten daher möglichst vor der Operation abgeschlossen sein.
Wie beeinflusst eine Brustverößerung Mammographien und Krebsvorsorge?
Brustimplantate können die Beurteilung von Mammographie-Aufnahmen erschweren, da das Implantat einen Teil des Brustgewebes überlagern kann. Es gibt jedoch spezielle Mammographie-Techniken (Eklund-Technik), bei der das Implantat zurückgedrückt wird, um mehr Brustgewebe darstellen zu können. Wichtig: Teilen Sie dem röntgenologischen Fachpersonal vor jeder Mammographie mit, dass Sie Brustimplantate haben. Eine Ergänzung mit Ultraschall oder MRT ist häufig sinnvoll. Regelmäßige Vorsorgeuntersuchungen sind auch mit Implantaten unbedingt fortzuführen.
Ist eine Brustverößerung mit Sport verträglich?
Ja, grundsätzlich sind sportliche Aktivitäten nach vollständiger Heilung möglich. Nach sechs bis acht Wochen können die meisten Sportarten wieder aufgenommen werden. Bei Kontaktsportarten (Kampfsport, Handball) und stark belastenden Übungen (Bankdrücken, schwere Gewichte) ist etwas Vorsicht geboten, da starke Druckbelastungen langfristig auf das Implantat einwirken können. Ein guter Sportbh mit ausreichend Halt ist beim Sport mit Implantaten besonders wichtig.
Was ist der Unterschied zwischen einer Brustverößerung und einer Bruststraffung?
Eine Brustverößerung vergrößert das Volumen der Brust durch Implantate oder Lipofilling. Eine Bruststraffung (Mastopexie) hingegen hebt eine gehängte, erschöpfte Brust an und formt sie neu, ohne notwendigerweise das Volumen zu verändern. Beide Eingriffe können kombiniert werden, wenn sowohl Volumenverlust als auch Hängebrust vorhanden sind – dies wird als Augmentationsmastopexie bezeichnet.
Ab welchem Alter ist eine Brustverößerung möglich?
Das gesetzliche Mindestalter für eine ästhetische Brustverößerung in Deutschland ist 18 Jahre. Viele seriöse Chirurgen empfehlen jedoch, bis zur vollständigen körperlichen Reifung zu warten – in der Regel bis zum Alter von 19 bis 21 Jahren – da sich das Brustgewebe bis dahin noch entwickeln kann. Junge Patientinnen unter 21 Jahren werden häufig besonders ausführlich beraten und auf mögliche Veränderungen durch spätere Schwangerschaften oder körperliche Entwicklung hingewiesen.
Wie groß ist das Risiko einer Kapselfibrose?
Das Risiko einer klinisch relevanten Kapselfibrose (Baker Grad III oder IV) liegt nach modernen Studien bei etwa 10 bis 20 Prozent über eine Implantationslebensdauer von 10 Jahren. Das Risiko ist abhängig von verschiedenen Faktoren: Implantatoberfläche (texturierte Implantate haben tendenziell geringere Kapselfibrose-Raten), Platzierung (submuskulär hat eine geringere Rate als subglandular), Infektionsrate und individuelle körperliche Reaktion. Durch Einhaltung steriler Operationsbedingungen, die Verwendung des Keller-Funnels und eine submuskuläre Platzierung kann das Risiko deutlich reduziert werden. Mehr Informationen auf unserer Seite zur Kapselfibrose.
Können Brustimplantate bei einer MRT-Untersuchung verbleiben?
Ja, moderne Brustimplantate bestehen aus nicht-metallischen Materialien (Silikon, Kochsalzlösung) und sind MRT-kompatibel. Im Gegensatz zu manchen anderen medizinischen Implantaten enthalten Brustimplantate kein Metall, das die MRT beeinflussen oder durch Magnete bewegt werden würde. Informieren Sie dennoch das MRT-Personal vor jeder Untersuchung über Ihre Implantate, da diese auf den Bildern sichtbar sind und die Bildgebung des umliegenden Gewebes beeinflussen kann.
Was sollte ich bei der Wahl des richtigen Chirurgen beachten?
Die Wahl des richtigen Chirurgen ist eine der wichtigsten Entscheidungen bei der Brustverößerung. Folgende Kriterien sind besonders wichtig: Facharztausbildung in Plastischer und Ästhetischer Chirurgie (Facharzt für Plastische und Ästhetische Chirurgie), nachweisliche Erfahrung in der Brustaugmentation (Fallzahlen, Referenzen), Mitgliedschaft in der Deutschen Gesellschaft der Plastischen, Rekonstruktiven und Ästhetischen Chirurgen (DGPRÄC) oder der Vereinigung der Deutschen Ästhetisch-Plastischen Chirurgen (VDÄPC), eine ausführliche und druckfreie Beratung, Transparenz bei Kosten und Risiken sowie Vor- und Nachher-Fotos aus der eigenen Praxis. Seien Sie vorsichtig bei Chirurgen, die stark reduzierte Preise anbieten, auf Risiken nicht eingehen oder Sie unter Zeitdruck setzen.
Brustverößerung und Eigenbrustkorrekturen im Vergleich
In manchen Fällen ist die Brustverößerung nur ein Teil einer umfassenderen ästhetischen Behandlung der Brust. Häufig kombinierte Eingriffe sind:
Brustverößerung mit Bruststraffung (Augmentationsmastopexie): Diese Kombination ist ideal für Patientinnen, die sowohl an Volumenverlust als auch an einer Hängebrust (Ptosis) leiden – häufig nach Schwangerschaften, Stillen oder starkem Gewichtsverlust. Der kombinierte Eingriff ist technisch anspruchsvoller, bietet aber umfassendere Ergebnisse.
Brustverößerung mit Brustwarzenkorrektur: Bei eingezogenen Brustwarzen oder unproportional großem Warzenhof kann eine Brustwarzenkorrektur gleichzeitig mit der Augmentation durchgeführt werden. Diese Kombination optimiert das Gesamtergebnis.
Korrektur der tubulären Brust: Die tubuläre Brust ist eine angeborene Fehlbildung, bei der die Brust röhrenförmig (tubulär) und oft nach unten gerichtet ist. Die operative Korrektur erfordert neben einer Volumenvergrößerung auch eine Umformung der Brustgewebestruktur und wird von spezialisierten plastischen Chirurgen durchgeführt.
Brustrekonstruktion nach Mastektomie: Die Brustrekonstruktion nach einer Brustkrebsoperation ist ein umfangreicherer Eingriff, bei dem die Brust nach einer vollständigen oder teilweisen Mastektomie wiederhergestellt wird. Dies kann mit Implantaten, Eigengewebe oder einer Kombination beider Methoden erfolgen.
Brustverößerung im Ausland: Chancen und Risiken
Viele Frauen überlegen, eine Brustverößerung im Ausland (häufig in der Türkei, Polen oder Tschechien) durchzuführen, um Kosten zu sparen. Während einige qualifizierte Chirurgen im Ausland sehr gute Arbeit leisten, sind mit dem sogenannten „Medizintourismus“ erhebliche Risiken verbunden.
Die Nachsorge im Ausland ist häufig nur sehr begrenzt möglich, da die Patientin nach der Heimkehr ihren Heimatarzt aufsuchen muss. Bei Komplikationen im Heimatland ist die Kommunikation mit dem ausländischen Chirurgen erschwert, und Korrekturen müssen in Deutschland bezahlt werden. Zudem variieren Qualitätsstandards, Implantatqualität und hygienische Bedingungen im Ausland erheblich.
Wer sich für eine Brustverößerung im Ausland interessiert, sollte mindestens folgende Aspekte prüfen: CE-zertifizierte Implantate einer anerkannten Marke, nachgewiesene Facharztausbildung des Chirurgen, ausführliche Kommunikation vor und nach dem Eingriff, eine klare Regelung für Komplikationen und Korrekturen sowie mehrere Nachsorgetermine direkt nach der Operation vor der Rückreise.
Fazit: Gut informiert zur richtigen Entscheidung
Eine Brustverößerung kann das körperliche Wohlbefühlen und Selbstvertrauen erheblich steigern und bei richtiger Indikation, sorgfältiger Planung und erfahrener chirurgischer Durchführung sehr gute und langanhaltende Ergebnisse liefern. Moderne Implantate und Operationstechniken sind sicherer denn je – dennoch handelt es sich um einen operativen Eingriff mit reellen Risiken und möglichen Langzeitverpflichtungen.
Die wichtigsten Faktoren für ein optimales Ergebnis sind: realistische Erwartungen, die Wahl eines qualifizierten Facharztes für Plastische und Ästhetische Chirurgie, die sorgfältige Auswahl des passenden Implantats (Typ, Form, Größe), ein kompetenter Operationsverlauf sowie eine konsequente Nachsorge.
Wir laden Sie ein, sich in einem persönlichen, unverbindlichen Beratungsgespräch über alle Möglichkeiten zu informieren. Gemeinsam erarbeiten wir einen individuellen Behandlungsplan, der Ihren Wünschen, Ihrer Anatomie und Ihren Erwartungen entspricht.
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