Ärzte vergleichen

Vergleich Plastischer Chirurgen

Dieser Vergleich basiert auf öffentlich verfügbaren Informationen und dient nur zur Orientierung. Bitte konsultieren Sie vor einer Behandlung persönlich einen qualifizierten Facharzt.
Zuletzt aktualisiert:

ASA Klassifikation

Die ASA Klassifikation ist eine Einteilung des körperlichen Zustands vor einem Eingriff, die weltweit in der Anästhesie genutzt wird. Die Abkürzung steht für die amerikanische Fachgesellschaft der Anästhesisten, die das Schema eingeführt hat. Es beschreibt nicht die Schwere der geplanten Operation, sondern die gesundheitliche Ausgangslage des Patienten.

Wozu die Einteilung dient

Vor jedem Eingriff in Narkose muss eingeschätzt werden, wie gut ein Mensch die Belastung durch Narkose und Operation voraussichtlich verkraftet. Die ASA Klassifikation liefert dafür eine knappe, überall verstandene Kurzform. Sie fließt in die Wahl des Narkoseverfahrens ein, in die Überwachung während und nach dem Eingriff und in die Frage, ob ambulant operiert werden kann oder eine stationäre Aufnahme sinnvoll ist.

Die Stufen

ASA I steht für einen gesunden Menschen ohne relevante Vorerkrankungen. ASA II beschreibt eine leichte Allgemeinerkrankung ohne Einschränkung der Leistungsfähigkeit, etwa gut eingestellter Bluthochdruck. ASA III bezeichnet eine schwere Allgemeinerkrankung mit Leistungseinschränkung. ASA IV steht für eine schwere Allgemeinerkrankung, die eine ständige Bedrohung des Lebens darstellt. ASA V beschreibt einen moribunden Zustand, bei dem ohne Eingriff nicht mit dem Überleben gerechnet wird. ASA VI ist Organspendern nach festgestelltem Hirntod vorbehalten. Für ästhetische Eingriffe sind praktisch nur die ersten Stufen relevant.

Was die Einstufung praktisch bedeutet

In der ästhetischen Chirurgie werden Wahleingriffe üblicherweise bei Menschen in den niedrigen Stufen durchgeführt, weil hier kein medizinischer Zwang zur Operation besteht und Risiken deshalb besonders zurückhaltend beurteilt werden. Eine höhere Einstufung bedeutet nicht automatisch, dass ein Eingriff ausscheidet. Sie führt aber dazu, dass Vorbereitung, Überwachung und Nachsorge angepasst werden, dass zusätzliche Untersuchungen verlangt werden oder dass von einem rein ästhetischen Eingriff abgeraten wird.

Wie sie zustande kommt

Die Einstufung nimmt die Anästhesistin oder der Anästhesist im Vorgespräch vor, auf Grundlage von Krankengeschichte, Medikamenten, Untersuchung und gegebenenfalls Befunden. Voraussetzung sind vollständige Angaben, auch zu Dingen, die unwichtig erscheinen, etwa Nahrungsergänzungsmitteln, Rauchen oder früheren Narkosezwischenfällen. Was zur Vorbereitung sonst gehört, fasst die Seite zur Vorbereitung auf die Operation zusammen. Verfahren wie die Analgosedierung und Maßnahmen zur Thromboseprophylaxe werden auf dieser Grundlage festgelegt.

Grenzen der Einteilung

Das Schema ist bewusst grob und erfasst weder das Alter noch die Art des Eingriffs noch die Erfahrung des Teams. Zwei Menschen derselben Stufe können sich deutlich unterscheiden, und die Zuordnung enthält einen Ermessensspielraum. Sie ist damit ein Baustein der Risikoeinschätzung, nicht deren Ergebnis, und ersetzt keine individuelle Beurteilung.

Häufige Fragen

Erfahre ich meine ASA Einstufung?

Sie können danach fragen. Sie wird im Narkoseprotokoll festgehalten und im Vorgespräch besprochen.

Schließt eine höhere Stufe einen ästhetischen Eingriff aus?

Nicht zwingend, sie erhöht aber die Anforderungen an Vorbereitung und Überwachung. Bei Wahleingriffen wird sorgfältig abgewogen.

Sagt die Einstufung etwas über die Operation aus?

Nein. Sie beschreibt ausschließlich Ihren gesundheitlichen Zustand, nicht den Umfang oder das Risiko des Eingriffs selbst.

Ändert sie sich im Lauf der Zeit?

Ja. Sie bildet den aktuellen Zustand ab und wird vor jedem Eingriff neu bestimmt.