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Vergleich Plastischer Chirurgen

Dieser Vergleich basiert auf öffentlich verfügbaren Informationen und dient nur zur Orientierung. Bitte konsultieren Sie vor einer Behandlung persönlich einen qualifizierten Facharzt.
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Abdominoplastik

Abdominoplastik ist der medizinische Fachbegriff für die Bauchdeckenstraffung. "Abdomen" bedeutet im Lateinischen Bauch, "plastik" steht für Formung. Der Eingriff entfernt überschüssige Bauchhaut, strafft bei Bedarf die auseinandergewichene Bauchmuskulatur und repositioniert den Bauchnabel. Häufiger Anlass ist eine Hauterschlaffung nach Schwangerschaften oder nach starker Gewichtsabnahme.

Wann der Eingriff sinnvoll ist

Eine Abdominoplastik ist dann ein Thema, wenn überschüssige Bauchhaut durch Sport und Ernährung nicht mehr zurückgeht. Das ist häufig nach einer oder mehreren Schwangerschaften der Fall sowie nach einer starken Gewichtsabnahme, etwa nach einer Magenverkleinerung. Voraussetzung ist in der Regel ein über mehrere Monate stabiles Gewicht, da spätere Gewichtsschwankungen das Ergebnis verändern können. Auch eine abgeschlossene Familienplanung wird meist empfohlen, weil eine erneute Schwangerschaft die gestraffte Bauchwand wieder dehnen würde.

Varianten

Je nach Ausmaß der Hauterschlaffung kommen unterschiedliche Schnittführungen zum Einsatz:

  • Mini-Abdominoplastik: nur Unterbauch, kleine Narbe knapp über der Schamhaargrenze, kein Versetzen des Nabels
  • Klassische Abdominoplastik: kompletter Unter- und Oberbauch, Narbe von Hüfte zu Hüfte, der Nabel wird neu eingesetzt
  • Fleur-de-Lis-Abdominoplastik: bei ausgeprägter Hauterschlaffung nach starkem Gewichtsverlust, mit zusätzlicher vertikaler Naht

Ablauf

Die klassische Abdominoplastik findet in Vollnarkose statt und dauert etwa zwei bis vier Stunden. Der Schnitt verläuft quer knapp oberhalb des Schambereichs, sodass die spätere Narbe in der Bikinizone verborgen bleibt. Die Haut wird vom darunterliegenden Gewebe gelöst, überschüssige Haut- und Fettanteile werden entfernt und der Nabel durch eine neue Öffnung nach außen geführt. Liegt zugleich eine Rektusdiastase vor, werden die geraden Bauchmuskeln in der Mittellinie mit Nähten zusammengeführt. Wegen nachsickernder Wundflüssigkeit werden in der Regel Drainagen eingelegt.

Üblich sind zwei bis vier Nächte im Krankenhaus, die Wundheilung dauert etwa sechs bis acht Wochen. In dieser Zeit wird meist rund um die Uhr ein Kompressionsmieder getragen, das Schwellungen reduziert und die Haut beim Anlegen unterstützt. In den ersten Wochen wird eine leicht gebeugte Haltung empfohlen, um die Naht zu entlasten. Schwere körperliche Belastung und Sport sind je nach Verlauf für mehrere Wochen zu vermeiden. Vor dem Eingriff klären Operateurin oder Operateur den Hautbefund, die Lage des Nabels und mögliche Begleitmaßnahmen wie eine Liposuktion der Flanken ab.

Abgrenzung zur Pannikulektomie

Die Abdominoplastik ist in erster Linie ein ästhetischer Eingriff, der die Bauchkontur formt und die Bauchwand strafft. Die Pannikulektomie entfernt dagegen nur die überhängende Fettschürze (Pannus), ohne den Nabel zu versetzen oder die Bauchmuskulatur zu raffen. Sie gilt als medizinischer Eingriff und kann unter bestimmten Voraussetzungen von der Krankenkasse übernommen werden, während die Abdominoplastik in der Regel privat zu zahlen ist.

Risiken

Wie bei jeder größeren Operation sind Schwellungen und Blutergüsse in den ersten Wochen normal. Möglich sind außerdem Serome (Ansammlungen von Wundflüssigkeit, die punktiert werden müssen), Wundinfektionen, Wundheilungsstörungen sowie ein vorübergehendes oder selten dauerhaftes Taubheitsgefühl, wenn kleine Hautnerven durchtrennt wurden. Bei Raucherinnen, Rauchern und Menschen mit Diabetes ist das Risiko für Wundheilungsstörungen erhöht; viele Praxen empfehlen daher, vor und nach dem Eingriff für mehrere Wochen auf Nikotin zu verzichten. Die quer verlaufende Narbe bleibt dauerhaft sichtbar, verblasst aber im Verlauf von Monaten. Wie bei größeren Operationen besteht zudem ein Risiko für Thrombosen, dem mit Bewegung und gegebenenfalls Medikamenten vorgebeugt wird.

Kosten

Eine Mini-Abdominoplastik beginnt ab etwa 5.900 Euro, eine klassische Bauchdeckenstraffung ab etwa 8.600 Euro. Der Gesamtpreis liegt häufig zwischen 5.000 und 10.000 Euro und richtet sich nach Umfang des Eingriffs, Klinik und Region. Im Preis enthalten sind in der Regel Operateurshonorar, Anästhesie, Klinikaufenthalt und Nachsorge.

Häufige Fragen

Übernimmt die Krankenkasse die Abdominoplastik? In der Regel nicht, da sie als ästhetischer Eingriff gilt. Nur bei nachgewiesener medizinischer Notwendigkeit, etwa chronischen Hautentzündungen, ist eine Kostenübernahme möglich, eher als Pannikulektomie.

Wann kann die Abdominoplastik nach Gewichtsabnahme erfolgen? Sinnvoll ist ein stabiles Gewicht über mehrere Monate. Den Zeitpunkt legt die behandelnde Ärztin oder der behandelnde Arzt fest.

Bleibt die Narbe sichtbar? Ja, die quere Narbe bleibt dauerhaft, lässt sich aber meist unter der Unterwäsche verbergen.

Siehe auch

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