Polytech Brustimplantate: Deutsche Qualität – Produktlinien & Kosten

Polytech Health & Aesthetics: Ein deutsches Unternehmen mit internationaler Reputation

Polytech Health & Aesthetics GmbH ist einer der führenden Hersteller von Brustimplantaten mit Sitz in Dieburg, Hessen. Das Unternehmen wurde 1986 gegründet und hat sich in den vergangenen Jahrzehnten als europäischer Qualitätsführer im Bereich der Brustimplantate etabliert. Anders als viele Konkurrenten, die ihren Ursprung in den USA oder Asien haben, steht Polytech für deutsche Ingenieurskunst und strenge Qualitätskontrolle – direkt aus dem Herzen Europas.

Am Standort Dieburg werden alle Implantate von Polytech gefertigt. Das Unternehmen beschäftigt mehrere hundert Mitarbeiter und investiert kontinuierlich in Forschung und Entwicklung. Diese konsequente Ausrichtung auf Qualität und Innovation hat dazu geführt, dass Polytech-Implantate heute in über 60 Ländern weltweit eingesetzt werden. Für Patientinnen bedeutet das: ein Produkt, das europäischen und internationalen Qualitätsstandards gleichermaßen gerecht wird.

Die Fertigung in Deutschland unterliegt strengen Qualitätsmanagementprozessen nach ISO 13485. Zusätzlich sind alle Polytech-Implantate mit dem CE-Kennzeichen versehen, was die Übereinstimmung mit den europäischen Medizinprodukteverordnungen (MDR 2017/745) bestätigt. Polytech gilt damit als Synonym für Zuverlässigkeit, Präzision und langjährige klinische Bewährung.

Ein weiterer Vorteil für europäische Patientinnen: Durch den Standort in Deutschland sind kurze Lieferwege, ein direkter Kundendienst und eine leicht erreichbare Unterstützung für behandelnde Ärzte gewährleistet. Polytech bietet darüber hinaus ein umfassendes Garantieprogramm, das bei führenden Kliniken eine lebenslange Implantatgarantie umfasst – ein klares Signal des Vertrauens in die eigene Produktqualität.

Die Polytech-Produktpalette im Überblick

Polytech bietet eine breite Auswahl an Brustimplantaten, die unterschiedlichen ästhetischen Zielen, Körpertypen und chirurgischen Anforderungen gerecht werden. Die wichtigsten Produktlinien sind REPLICON, MESMO, FORM STABLE, MICROTHANE und OPTIMAM. Jede dieser Linien hat ihre spezifischen Eigenschaften, Indikationen und Vorteile, die wir im Folgenden detailliert erläutern.

Die Produktpalette von Polytech deckt sowohl runde als auch anatomische (tränenförmige) Implantatformen ab. Dabei variieren Volumen, Projektion, Basisöffnung und Oberflächentextur – so dass für nahezu jede Körperform und jeden Wunsch das passende Implantat gewählt werden kann. Die enge Zusammenarbeit mit plastischen Chirurgen hat Polytech dabei geholfen, die Produktlinien stetig weiterzuentwickeln und auf die Bedürfnisse der Praxis auszurichten.

Bei der Auswahl des richtigen Implantats ist die enge Abstimmung zwischen Patientin und behandelndem Arzt entscheidend. Polytech unterstützt Ärzte mit umfangreichen Planungstools, 3D-Simulationssoftware und einem breiten Sortiment an Probeimplantaten, um das bestmögliche Ergebnis zu erzielen. Mehr zu den allgemeinen Aspekten einer Brustvergrößerung und zu Brustimplantaten im Allgemeinen finden Sie auf unseren entsprechenden Seiten.

REPLICON: Die vielseitige Grundlinie

REPLICON ist die klassische und besonders vielseitige Produktlinie von Polytech. Diese Implantate sind in runder Form erhältlich und zeichnen sich durch ihre zuverlässige Verarbeitung und gute ästhetische Ergebnisse aus. REPLICON-Implantate bestehen aus einem hochkohäsiven Silikongel, das auch bei Beschaffenheitsveränderungen des Hüllegewebes seine Form weitgehend behält.

Die REPLICON-Linie ist in verschiedenen Profilen erhältlich: von niedriger über mittlere bis hin zu hoher Projektion. Durch diese Variantenvielfalt können Chirurgen das Implantat optimal auf die individuelle Brustanatomie der Patientin abstimmen. Das Gel im Inneren ist weich genug, um ein natürliches Tastgefühl zu erzeugen, gleichzeitig stabil genug, um die gewünschte Form dauerhaft zu halten.

REPLICON-Implantate werden bevorzugt für primäre Augmentationen eingesetzt, eignen sich aber auch für Revisionsoperationen und Rekonstruktionen nach Mastektomien. Die glatte oder texturierte Oberfläche kann je nach chirurgischer Präferenz und klinischer Indikation ausgewählt werden.

MESMO und FORM STABLE: Anatomische Präzision

Die MESMO-Produktlinie steht für anatomisch geformte, tränenförmige Implantate, die besonders dann eingesetzt werden, wenn ein natürliches, harmonisches Brustbild gewünscht wird. MESMO-Implantate sind mit einem formstabilem Hochkohäsivgel gefüllt, das dafür sorgt, dass das Implantat auch bei veränderten Lagen seine anatomische Form behält.

FORM STABLE erweitert dieses Konzept durch einen besonders hohen Kohäsionsgrad des Silikongels. Diese Implantate sind so konzipiert, dass sie selbst bei einer hypothetischen Hüllenschädigung ihre Form nahezu vollständig bewahren. Dadurch wird das Risiko eines Gelaustrittes erheblich reduziert, was sowohl für die Sicherheit der Patientin als auch für die Langzeitstabilität des ästhetischen Ergebnisses bedeutsam ist.

Anatomische Implantate wie MESMO und FORM STABLE sind besonders geeignet für Patientinnen mit wenig eigenem Brustgewebe, da sie durch ihre Form eine natürliche Kontur erzeugen, ohne übermäßige Fülle im oberen Brustpol zu erzeugen. Dies ist vor allem bei schlanken Körpertypen ein entscheidender Vorteil. Der behandelnde Chirurg muss bei anatomischen Implantaten besonders präzise arbeiten, da eine Rotation des Implantats sichtbare Asymmetrien verursachen könnte.

Polytech bietet MESMO und FORM STABLE in zahlreichen Kombinationen aus Höhe, Breite und Projektion an, sodass eine individuelle Anpassung möglich ist. Zusätzlich ermöglichen interne Planungstools die präoperative Simulation des voraussichtlichen Ergebnisses.

MICROTHANE: Die texturierte Innovation

MICROTHANE ist eine der bekanntesten und meistdiskutierten Polytech-Produktlinien. Das Besondere an MICROTHANE liegt in seiner einzigartigen Polyurethanschaum-Beschichtung. Diese Mikrostruktur überzieht die Silikonhülle des Implantats und sorgt für eine besonders starke Gewebeintegration im umliegenden Brustgewebe.

Die Polyurethanschicht ahmt eine natürliche Oberflächenstruktur nach und ermöglicht es dem Körpergewebe, eng mit dem Implantat zu verwachsen. Dies reduziert signifikant das Risiko einer Kapselfibrose, also der überschießenden Narbengewebebildung um das Implantat herum. Studien belegen, dass Polyurethan-beschichtete Implantate eine deutlich niedrigere Kapselfibroserate aufweisen als herkömmlich texturierte oder glatte Implantate. Mehr dazu finden Sie in unserem Artikel über Kapselfibrose.

MICROTHANE ist in runden und anatomischen Varianten erhältlich und eignet sich besonders für Patientinnen, die ein erhöhtes Kapselfibrose-Risiko haben oder deren Vorgeschichte (z.B. eine bereits durchgeführte Kapselkontraktur) besondere Aufmerksamkeit erfordert. Auch für Revisionsoperationen nach Kapselfibrosebefünden wird MICROTHANE häufig empfohlen.

Ein weiterer Vorteil von MICROTHANE: Das Implantat verwächst fest mit dem umgebenden Gewebe, was das Rotationsrisiko bei anatomischen Implantaten nahezu eliminiert. Dadurch kann der Chirurg mit hoher Zuversicht anatomisch geformte Implantate einsetzen, ohne befürchten zu müssen, dass eine Lageveränderung das ästhetische Ergebnis beeinträchtigt.

Bezüglich des BIA-ALCL-Risikos (Brustimplantat-assoziiertes anaplastisches großzelliges Lymphom) möchten wir ausdrücklich auf den aktuellen Stand hinweisen: Polyurethan-beschichtete Implantate wurden in der Vergangenheit in einigen Studien ebenfalls im Zusammenhang mit BIA-ALCL diskutiert. Polytech verfolgt diesbezüglich eine transparente Kommunikationsstrategie und hat bislang keine signifikant erhöhten Fallzahlen für MICROTHANE-Implantate verzeichnet. Dennoch sollten Patientinnen vor der Operation ausführlich über dieses Thema informiert werden.

OPTIMAM: Runde Implantate mit natürlichem Erscheinungsbild

Die OPTIMAM-Linie richtet sich an Patientinnen, die eine runde Brustform anstreben und dabei ein natürliches, dynamisches Ergebnis wollen. OPTIMAM-Implantate sind so konzipiert, dass sie aufrecht eine fülle runde Form zeigen und im Liegen eine dezente, natürliche Abflachung aufweisen – ähnlich dem Verhalten natürlichen Brustgewebes.

Das im OPTIMAM-Implantat verwendete Silikongel ist von besonders hoher Qualität und zeichnet sich durch seine Langzeitstabilität aus. Die Gelfüllung ist so abgestimmt, dass ein weiches, natürliches Tastgefühl entsteht, das von Patientinnen und Partnern als besonders angenehm empfunden wird. Gleichzeitig ist das Gel stabil genug, um dauerhaft eine attraktive Brustkontur zu gewährleisten.

OPTIMAM eignet sich besonders für Patientinnen, die bereits über eine gewisse Menge eigenes Brustgewebe verfügen und dieses durch ein Implantat harmonisch ergänzen möchten. Runde Implantate wie OPTIMAM sind zudem weniger anfällig für Probleme durch eine eventuelle Rotation, da ihre symmetrische Form keine lageabhängige Änderung des Erscheinungsbildes verursacht.

SERENITY-Oberfläche und weitere Texturen

Neben der Polyurethanschicht bei MICROTHANE bietet Polytech weitere Oberflächenvarianten an. Die SERENITY-Oberfläche ist eine eigenständige Texturierungstechnologie, die von Polytech entwickelt wurde. SERENITY-Implantate weisen eine besonders feine, gleichmäßige Mikrotextur auf, die eine gute Gewebeintegration fördert, ohne die Oberflächenrauheit von makrotexturierten Implantaten zu erreichen.

Die Entwicklung der SERENITY-Textur ist eine Antwort auf die wissenschaftliche Debatte rund um makrotexturierte Implantate und BIA-ALCL. Grob texturierte Implantate – insbesondere solche mit einer sogenannten „salt-loss“-Texturierung – wurden in der Vergangenheit mit einem erhöhten BIA-ALCL-Risiko in Verbindung gebracht. Polytech reagierte darauf mit der Entwicklung von Oberflächen, die die Vorteile der Texturierung (bessere Gewebeintegration, reduziertes Kapselfibrose-Risiko) behalten, ohne das Sicherheitsprofil zu beeinträchtigen.

Zusätzlich zu SERENITY und MICROTHANE bietet Polytech auch glatte Implantatoberflächen an, die für bestimmte Indikationen und chirurgische Präferenzen geeignet sind. Glatte Implantate lassen sich im Gewebe leicht verschieben, was in bestimmten Situationen vorteilhaft sein kann, allerdings auch ein höheres Risiko für eine Implantatverlagerung mitbringt.

Die Wahl der optimalen Oberfläche ist eine wichtige Entscheidung im Vorfeld einer Brustaugmentation. Ihr behandelnder Arzt wird auf Basis Ihrer individuellen Anatomie, Ihrer Vorgeschichte und Ihrer Wünsche die geeignetste Option empfehlen.

Implantatsicherheit, CE-Zertifizierung und BIA-ALCL bei Polytech

Alle Brustimplantate von Polytech sind nach der europäischen Medizinprodukteverordnung (MDR 2017/745) zertifiziert und tragen das CE-Kennzeichen. Dieses Zertifikat bescheinigt, dass die Produkte die strengen europäischen Anforderungen an Sicherheit, Leistung und Qualität erfüllen. Die Fertigung unterliegt zusätzlich einem zertifizierten Qualitätsmanagementprozess gemäß ISO 13485.

Im Kontext der jüngeren Sicherheitsdiskussionen rund um Brustimplantate – insbesondere das Brustimplantat-assoziierte anaplastische großzellige Lymphom (BIA-ALCL) – nimmt Polytech eine aktive Rolle ein. BIA-ALCL ist eine seltene Form des Non-Hodgkin-Lymphoms, die in der Gewebekapsel um das Brustimplantat entstehen kann. Die weltweite wissenschaftliche Gemeinschaft hat festgestellt, dass texturierte Implantate, insbesondere solche mit grob texturierten Oberflächen, ein höheres BIA-ALCL-Risiko mit sich bringen als glatte Implantate.

Polytech hat in Reaktion auf diese Erkenntnisse seine Produktpalette angepasst und überprüft. Das Unternehmen führt eine aktive Vigilanz-Datenbank und berichtet regelmäßig an die zuständigen Behörden. Bislang sind für Polytech-Produkte – einschließlich MICROTHANE – keine signifikant erhöhten BIA-ALCL-Raten dokumentiert worden. Dennoch empfiehlt das Unternehmen ausdrücklich, dass alle Patientinnen vor der Operation umfassend über das allgemeine BIA-ALCL-Risiko aufgeklärt werden.

Für Patientinnen ist es wichtig zu wissen: BIA-ALCL ist insgesamt eine sehr seltene Erkrankung. Das lebenslange Risiko für eine Trägerin texturierter Implantate wird je nach Studie auf 1:2.000 bis 1:86.000 geschätzt, abhängig von der verwendeten Oberflächentexturierung. Symptome wie anhaltende Schwellung oder Verhartung sollten jedoch immer zeitnah von einem Facharzt abgeklärt werden.

Neben BIA-ALCL sind Kapselfibrose, Implantatruptur und Implantatverlagerung die häufigsten Komplikationen bei Brustimplantaten. Polytech investiert kontinuierlich in die Weiterentwicklung seiner Produkte, um diese Risiken so weit wie möglich zu minimieren. Aktuelle klinische Studien und Post-Market-Surveillance-Daten werden regelmäßig veröffentlicht und mit der wissenschaftlichen Gemeinschaft geteilt.

Indikationen, Zugangsweg und operatives Vorgehen

Polytech-Implantate werden für eine Reihe unterschiedlicher chirurgischer Indikationen eingesetzt. Die häufigste Anwendung ist die primäre ästhetische Brustaugmentation – also die Vergrößerung der Brust aus kosmetischen Gründen. Darüber hinaus werden Polytech-Implantate häufig bei Brustrekonstruktionen nach Mastektomien (z.B. nach Brustkrebs) sowie bei Revisionsoperationen nach vorangegangenen Implantatoperationen eingesetzt.

Bezüglich des Zugangsweges – also der Schnittführung beim Einsetzen des Implantats – sind grundSätzlich drei Standardzugänge gebräuchlich:

  • Inframammarer Zugang: Schnitt in der Unterbrustfalte. Dies ist der am häufigsten gewählte Zugang, da er eine gute Sicht auf das Operationsfeld bietet und die Narbe unter der Brust gut versteckt liegt.
  • Periareolärer Zugang: Schnitt am Rand des Brustwarzenhofes. Dieser Zugang hinterlässt eine kaum sichtbare Narbe, birgt aber ein leicht erhöhtes Risiko für Empfindungsveränderungen der Brustwarze.
  • Axillärer Zugang: Schnitt in der Achseldaktenfalte. Dieser Zugang hinterlässt keine sichtbare Narbe an der Brust, erfordert jedoch besondere operationstechnische Erfahrung.

Die Implantatposition – also ob das Implantat über oder unter dem Brustmuskel (M. pectoralis major) platziert wird – ist ebenfalls eine wichtige Entscheidung, die gemeinsam mit dem Chirurgen getroffen werden sollte. Eine subpektorale Platzierung (unter dem Muskel) wird häufig empfohlen, da sie eine natürlichere ästhetische Wirkung erzielen kann und das Risiko einer Kapselfibrose möglicherweise reduziert.

Alle Polytech-Produktlinien sind für die verschiedenen Zugangswege und Implantatpositionen geeignet. Die genaue Planung erfolgt stets individuell in Abhängigkeit von der Anatomie der Patientin, ihren Wünschen und der Erfahrung des Chirurgen. Mehr zu den Grundlagen einer Brustvergerößerung finden Sie auf unserer entsprechenden Seite.

Langzeitresultate und Haltbarkeit der Polytech-Implantate

Eine häufige Frage von Patientinnen lautet: Wie lange halten Brustimplantate? Grundsätzlich gilt, dass Brustimplantate keine Produkte mit einem festgelegten Ablaufdatum sind. Dennoch geht die Medizin davon aus, dass die meisten Implantate nach 10 bis 20 Jahren ausgetauscht oder entfernt werden müssen. Dies liegt nicht zwingend an einem Produktversagen, sondern oft an veränderten ästhetischen Bedürfnissen oder natürlichen körperlichen Veränderungen.

Polytech bietet für seine Implantate ein umfassendes Garantieprogramm an. Im Rahmen dieses Programms werden Implantate bei nachgewiesenem Herstellungsdefekt kostenlos ersetzt. Viele kooperierende Kliniken bieten darüber hinaus eine lebenslange Implantatgarantie in Kombination mit dem Polytech-Garantieprogramm an – ein wichtiges Sicherheitsnetz für die Patientin.

Klinische Daten aus Langzeitstudien zeigen, dass Polytech-Implantate eine hohe Rupturstabilität aufweisen. Die mehrlagige Silikonhülle und das hochkohäsive Gel minimieren das Risiko einer Implantatruptur erheblich. Regelmäßige Nachsorgeuntersuchungen, idealerweise alle ein bis zwei Jahre, sind dennoch empfehlenswert, um den Zustand der Implantate zu überprüfen. Eine MRT-Untersuchung ist dabei das diagnostische Mittel der Wahl.

Kosten für Polytech Brustimplantate in Deutschland

Die Gesamtkosten einer Brustaugmentation mit Polytech-Implantaten setzen sich aus mehreren Komponenten zusammen. Grundsätzlich können Patientinnen in Deutschland mit folgenden Kostenbereichen rechnen:

  • Implantatkosten: Die Implantate selbst kosten in Abhängigkeit von Produktlinie und Größe zwischen 800 und 1.800 Euro pro Paar.
  • Operationshonorare des Chirurgen: Je nach Qualifikation und Renommee des Operateurs variieren die Honorare erheblich. Bei erfahrenen Fachkollegen sind 2.000 bis 4.000 Euro typisch.
  • Anesthesie und OP-Einrichtung: Kosten für Anästhesie, OP-Saal und das Pflegepersonal belaufen sich in der Regel auf 800 bis 1.500 Euro.
  • Voruntersuchungen und Nachsorge: Prä- und postoperative Betreuung, Blutuntersuchungen und Kontrolluntersuchungen schlagen mit weiteren 200 bis 500 Euro zu Buche.

In der Summe liegen die Gesamtkosten einer Brustaugmentation mit Polytech-Implantaten in Deutschland typischerweise zwischen 3.500 und 7.000 Euro. Sehr günstige Angebote unterhalb dieses Rahmens sollten kritisch hinterfragt werden, da sie mitunter auf Kompromisse bei Qualität, Erfahrung oder Nachsorge hindeuten können.

Es ist wichtig zu beachten, dass Krankenkassen die Kosten einer rein kosmetischen Brustaugmentation in der Regel nicht übernehmen. In medizinisch indizierten Fällen – zum Beispiel bei erheblichen angeborenen Asymmetrien oder nach Mastektomien – kann eine Übernahme durch die gesetzliche oder private Krankenversicherung geprüft werden. Sprechen Sie hierzu frühzeitig mit Ihrem Chirurgen und Ihrer Krankenkasse.

Viele Kliniken bieten zusätzlich Finanzierungsoptionen an, die es ermöglichen, die Kosten in monatlichen Raten zu begleichen. Achten Sie bei solchen Angeboten auf die Gesamtkosten inklusive Zinsen und lassen Sie sich alle Konditionen schriftlich bestätigen.

Vergleich: Polytech versus internationale Marken

Im Vergleich zu anderen führenden Brustimplantat-Marken – wie Mentor (Johnson & Johnson), Allergan/AbbVie oder Motiva (Establishment Labs) – positioniert sich Polytech vor allem durch seinen europäischen Fertigungsstandort und seine Spezialisierung auf den europäischen Markt. Während amerikanische Hersteller wie Mentor eine sehr breite globale Präsenz haben und auf umfangreiche FDA-Zulassungsstudien zurückblicken können, punktet Polytech durch die Nähe zum deutschen und europäischen Patienten sowie durch bewährte Technologien wie MICROTHANE.

Ein wesentlicher Unterschied: Polytech-Implantate sind in Deutschland besonders verbreitet und werden von vielen plastischen Chirurgen bevorzugt, da sie speziell auf die Bedürfnisse des europäischen Marktes ausgelegt sind. Auch die Kommunikation und der technische Support mit dem Hersteller gestalten sich für deutsche Kliniken deutlich direkter und einfacher als bei überseeischen Konkurrenten.

Grundsätzlich gilt: Es gibt keine universell „beste“ Implantatmarke. Die Entscheidung für ein bestimmtes Produkt sollte stets auf Basis der individuellen Anatomie, der chirurgischen Erfahrung und den persönlichen Präferenzen getroffen werden. Informieren Sie sich ausführlich zu allen Aspekten von Brustimplantaten und suchen Sie das Gespräch mit einem erfahrenen, zugelassenen plastischen Chirurgen.

Häufig gestellte Fragen zu Polytech Brustimplantaten

1. Wie lange halten Polytech Brustimplantate?

Polytech-Implantate sind auf eine sehr lange Haltbarkeit ausgelegt. Es gibt keine gesetzlich vorgeschriebene maximale Tragedauer. In der klinischen Praxis werden viele Implantate 15 bis 20 Jahre oder länger getragen, ohne dass Probleme auftreten. Polytech bietet ein Garantieprogramm an, das bei Herstellungsdefekten einen kostenlosen Austausch vorsieht. Regelmäßige Nachsorgeuntersuchungen alle ein bis zwei Jahre werden dennoch empfohlen, um den Zustand der Implantate frühzeitig zu erkennen.

2. Sind Polytech MICROTHANE-Implantate sicherer als herkömmliche Implantate?

MICROTHANE-Implantate haben durch ihre Polyurethanschicht nachweislich eine sehr niedrige Kapselfibroserate. Studien zeigen, dass das Kapselfibrose-Risiko bei Polyurethan-beschichteten Implantaten deutlich geringer ist als bei glattwandigen oder makrotexturierten Implantaten. Bezüglich BIA-ALCL liegen für MICROTHANE bislang keine signifikant erhöhten Fallzahlen vor. Eine ausführliche Aufklärung durch den Arzt vor der Operation ist jedoch unbedingt empfohlen.

3. Was ist der Unterschied zwischen REPLICON und OPTIMAM?

Beide Produktlinien umfassen runde Implantate, unterscheiden sich jedoch in Gelkonsistenz, Projektion und Indikation. REPLICON ist die vielseitige Grundlinie, die für eine breite Palette von Patientinnen geeignet ist. OPTIMAM ist besonders auf ein natürliches, dynamisches Erscheinungsbild ausgerichtet und verwendet ein Gel, das aufrecht eine runde Fülle und im Liegen eine natürliche Abflachung erzeugt. Ihr Chirurg wird gemeinsam mit Ihnen das für Sie geeignete Produkt auswählen.

4. Welche Zugangswege sind für Polytech-Implantate geeignet?

Polytech-Implantate können über alle drei Standard-Zugangswege eingesetzt werden: inframammarer Schnitt (Unterbrustfalte), periareolärer Schnitt (Brustwarzenhofrand) und axillärer Schnitt (Achselhautfalte). Die Wahl des Zugangsweges hängt von der Anatomie der Patientin, dem gewählten Implantattyp und den Präferenzen des Chirurgen ab. Der inframammarer Zugang ist der am häufigsten verwendete Zugang.

5. Werden die Kosten von der Krankenkasse übernommen?

Eine rein kosmetische Brustaugmentation wird von gesetzlichen und privaten Krankenversicherungen in der Regel nicht übernommen. In Ausnahmefällen – bei medizinisch anerkannter Indikation wie einer erheblichen angeborenen Brustasymmetrie oder einer Rekonstruktion nach Mastektomie – kann ein Kostenerstattungsantrag gestellt werden. Die Erfolgsaussichten hängen von der individuellen Situation und der Begründung durch den behandelnden Arzt ab. Wir empfehlen, diesen Schritt frühzeitig und in enger Absprache mit Ihrem Chirurgen zu planen.

6. Gibt es ein Mindestalter für eine Brustaugmentation mit Polytech-Implantaten?

In Deutschland gibt es keine gesetzliche Mindestaltersgrenze für Brustaugmentationen. Allerdings empfehlen die meisten plastischen Chirurgen und Fachgesellschaften, den Eingriff erst nach Abschluss der körperlichen Reifung – in der Regel ab dem 18. Lebensjahr, bei manchen Präferenzen erst ab 21 Jahren – durchzuführen. Dies liegt daran, dass sich das Brustgewebe in der Adoleszenz noch verändern kann, was das ästhetische Ergebnis einer Augmentation beeinflussen würde. Polytech selbst macht keine Altersangaben für seine Produkte, da dies in den ärztlichen Verantwortungsbereich fällt.

Weiterführende Informationen zu Brustimplantaten allgemein, Zugangswegen, Narkosearten und der Vor- und Nachbereitung finden Sie auf unserer Seite zu Brustimplantaten sowie im Artikel zur Brustvergerößerung. Bei Fragen zu Kapselfibrose empfehlen wir unseren ausführlichen Beitrag zu diesem Thema: Kapselfibrose nach Brustaugmentation.