Schweißdrüsen entfernen: Methoden & Kosten

Übermäßiges Schwitzen (Hyperhidrose) in den Achseln kann für Betroffene stark belastend sein. Wenn antiperspirante Deos und konservative Methoden nicht helfen, bieten moderne ästhetisch-medizinische Verfahren effektive und teils dauerhafte Lösungen – von Botox-Injektionen bis zur Laserbehandlung oder operativen Entfernung der Schweißdrüsen.

Behandlungsmethoden im Überblick

Botox-Injektionen (häufigste Methode)

Botulinumtoxin blockiert die Nervensignale zu den Schweißdrüsen und hemmt so die Schweißproduktion für 6–12 Monate. Pro Achselhöhle werden 50–100 Einheiten Botox gesetzt. Die Behandlung dauert 20–30 Minuten, ist gut verträglich und kann bei Bedarf wiederholt werden. Bei medizinisch diagnostizierter schwerer Hyperhidrose oft von der Krankenkasse erstattungsfähig.

MiraDry (Mikrowellen-Technologie)

MiraDry ist eine nicht-invasive Behandlung mit Mikrowellenenergie, die Schweißdrüsen dauerhaft zerstört. Die Wärme zielt präzise auf die Drüsenschicht ab. In 1–2 Sitzungen wird eine dauerhafte Reduktion von bis zu 82 % der Schweißproduktion erreicht. Gleichzeitig werden Haarfollikel reduziert. Kosten pro Sitzung: 1.500–2.500 Euro. Einmalige Investition, kein Wiederholungsbedarf.

Laser-Behandlung (Nd:YAG, Diodenlaser)

Über kleine Stichinzisionen wird ein Laser-Lichtleiter unter die Haut eingeführt, der die Schweißdrüsen von innen verödet. Minimalinvasiv und sehr effektiv. Dauerhafte Reduktion der Schweißproduktion um 70–90 %. Kosten: 1.000–3.000 Euro.

Operative Entfernung (Exzision oder Kürettage)

Die chirurgische Entfernung der Schweißdrüsen per Exzision (Ausschneiden) oder Kürettage (Ausschaben) erzielt die höchste Erfolgsrate, hinterlässt jedoch eine Narbe in der Achselhöhle. Heute seltener eingesetzt, da MiraDry und Laser vergleichbare Ergebnisse ohne Narbe liefern.

Subkutane Absaugung (Suktion)

Eine modifizierte Form der Liposuktion entfernt die Schweißdrüsen durch Absaugung. Minimalinvasiv, mit kleinen Stichinzisionen. Gutes dauerhaftes Ergebnis.

Vergleich der Methoden

  • Temporär: Botox (6–12 Monate) – günstigster Einstieg, reversibel
  • Dauerhaft, nicht-invasiv: MiraDry – beste Option ohne OP-Risiken
  • Dauerhaft, minimalinvasiv: Laser, Suktion – effektiv mit minimalen Narben
  • Dauerhaft, operativ: Exzision – höchste Erfolgsrate, aber Narbe

Häufige Fragen zum Entfernen von Schweißdrüsen

Ist das Entfernen von Schweißdrüsen gefährlich?

Nein – Schweißdrüsen in den Achseln machen nur einen kleinen Teil aller Körperschweißdrüsen aus. Das Entfernen hat keine Auswirkungen auf die Körpertemperaturregulation. Der Körper kann problemlos über die verbleibenden Schweißdrüsen am restlichen Körper kühlen.

Übernimmt die Krankenkasse die Kosten?

Bei nachgewiesener schwerer primärer Hyperhidrose (ICD-10: R61.0) können Botox-Behandlungen und in begründeten Fällen operative Methoden von der gesetzlichen Krankenkasse übernommen werden. MiraDry wird in der Regel nicht erstattet. Lassen Sie die Indikation vorab ärztlich dokumentieren und stellen Sie einen Antrag bei Ihrer Krankenkasse.

Wie viel kostet Botox gegen Schwitzen?

Botox-Injektionen für beide Achseln kosten in Deutschland zwischen 350 und 700 Euro. Bei Kassenindikation werden die Kosten übernommen. Die Wirkung hält 6–12 Monate und muss dann wiederholt werden. Im Vergleich zu einer einmaligen MiraDry-Behandlung können die Langzeitkosten höher ausfallen.

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