Lidstraffung: Falten, Tränensäcke und erschlaffte Haut gezielt behandeln

Die Lidstraffung (Blepharoplastik) ist eine der häufigsten ästhetisch-plastischen Operationen. Sie entfernt überschüssiges Haut- und Fettgewebe an den Ober- und/oder Unterlidern und verleiht dem Blick neue Frische. Neben dem ästhetischen Nutzen kann eine Oberlidstraffung auch die Sehfähigkeit verbessern, wenn erschlaffte Lider das Gesichtsfeld einschränken.

Wann ist eine Lidstraffung sinnvoll?

  • Erschlaffte Oberlider (Schlupflider), die das Gesicht müde wirken lassen
  • Ausgeprägte Tränensäcke oder Unterlidfett
  • Feine Fältchen und Falten rund um die Augen
  • Einschränkung des Sehfeldes durch herabhängende Oberlider

Operativer Ablauf der Lidstraffung

Der Eingriff erfolgt in der Regel ambulant unter lokaler Betäubung oder Dämmerschlaf:

  • Oberlidstraffung: Schnitt entlang der natürlichen Lidfalte, Entfernung überschüssiger Haut und ggf. Fettgewebe
  • Unterlidstraffung: Schnitt direkt unterhalb der Wimpernlinie oder transkonjunktival (von innen), Entfernung oder Umverteilung von Fettpolstern

Die Eingriffe dauern jeweils ca. 45–90 Minuten. Selbstauflösende Nähte werden verwendet, die Narben verlaufen in natürlichen Hautlinien.

Lidstraffung ohne OP: Nicht-operative Alternativen

  • Plasmapen: Thermische Straffung durch ionisiertes Plasma – besonders für leichte Erschlaffungen
  • Hyaluronsäure-Filler: Volumenaufbau im Tränenrinnenbereich bei Augenringen und Hohlräumen
  • Radiofrequenzbehandlung: Thermische Stimulation der Kollagenproduktion
  • Anti-Aging-Cremes: Nur oberflächliche Verbesserungen, kein vergleichbarer Effekt

Vorher-Nachher: Was sind realistische Ergebnisse?

Die Lidstraffung erzielt eines der natürlichsten ästhetischen Ergebnisse in der plastischen Chirurgie. Patienten wirken frischer und ausgeruhter, ohne „operiert" auszusehen. Das Ergebnis hält 8–15 Jahre.

Kosten der Lidstraffung

EingriffKosten ab
Oberlidstraffung (beide Lider)ab 1.500 €
Unterlidstraffung (beide Lider)ab 2.000 €
Kombi Ober- und Unterlidraffungab 3.000 €

Bei nachgewiesener Sehfeldeinschränkung durch erschlaffte Oberlider kann die Krankenkasse die Kosten der Oberlidstraffung übernehmen.

Risiken und Nebenwirkungen

  • Temporäre Schwellungen und Hämatome (1–2 Wochen)
  • Trockene Augen vorübergehend möglich
  • Sehr selten: asymmetrisches Ergebnis oder Narbenstörungen

Häufige Fragen zur Lidstraffung

Wie lange hält das Ergebnis einer Lidstraffung?

Das Ergebnis hält in der Regel 8–15 Jahre, da der natürliche Alterungsprozess weiterläuft. Viele Patienten benötigen keinen zweiten Eingriff.

Kann ich nach der Lidstraffung sofort wieder arbeiten?

Bei Bürotätigkeit sind die meisten Patienten nach 7–10 Tagen wieder arbeitsfähig. Schwellungen und leichte Hämatome können durch Kühlung und erhöhte Schlafposition minimiert werden.

Übernimmt die Krankenkasse die Kosten?

Ja, bei einer messbaren Einschränkung des Gesichtsfelds durch herabhängende Oberlider kann die Krankenkasse die Kosten der Oberlidstraffung übernehmen. Ein augenärztliches Gutachten ist dafür notwendig.

Was ist der Unterschied zwischen Lidstraffung und Oberlidstraffung?

Die Lidstraffung ist ein Oberbegriff für Eingriffe an Ober- und/oder Unterlidern. Die Oberlidstraffung betrifft nur die oberen Augenlider. Beide Eingriffe können separat oder kombiniert durchgeführt werden.

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