Septumkorrektur: Ablauf, Risiken & Kosten

Die Septumkorrektur (Septumplastik oder Septorhinoplastik) ist ein chirurgischer Eingriff zur Begradigung der Nasenscheidewand (Septum). Eine schiefe oder abweichende Nasenscheidewand ist sehr häufig – sie kann sowohl angeboren sein als auch durch Verletzungen entstehen. Neben ästhetischen Aspekten führt eine stark abweichende Nasenscheidewand oft zu funktionellen Beschwerden wie erschwerter Nasenatmung, chronischer Sinusitis oder Schnarchen.

Wann ist eine Septumkorrektur sinnvoll?

Eine Septumkorrektur wird empfohlen bei:

  • Behinderter Nasenatmung durch starke Scheidewanddeviation
  • Chronischer Sinusitis (Nasennebenhöhlenentzündung) als Folge der Deviation
  • Schnarchen und Schlafapnoe durch eingeschränkte Nasenatmung
  • Nasenbluten durch asymmetrischen Luftstrom
  • Ästhetischer Verbesserung bei sichtbarer Nasenasymmetrie (dann als Septorhinoplastik)

Unterschied: Septumplastik vs. Septorhinoplastik

  • Septumplastik (funktionell): Nur Korrektur der inneren Nasenscheidewand – keine äußere Formveränderung. Bei medizinischer Indikation von der Krankenkasse erstattungsfähig.
  • Septorhinoplastik (funktionell + ästhetisch): Gleichzeitige Korrektur der Nasenscheidewand und äußeren Nasenform. Häufig sinnvoll, wenn sowohl Funktion als auch Ästhetik verbessert werden sollen.

Ablauf der Operation

  1. Narkose: Vollnarkose oder lokale Anästhesie mit Sedierung
  2. Schnittführung: Meist über die Nasenlöcher (closed approach) – keine sichtbaren Narben
  3. Korrektur: Begradigung oder Entfernung des abweichenden Knorpel-/Knochenanteils
  4. Einlage: Einlegen von Schienen oder Tamponaden für 1–5 Tage
  5. OP-Dauer: 45–120 Minuten

Heilungsverlauf und Erholung

  • Woche 1–2: Schwellungen, verstopfte Nase, Tamponaden
  • Woche 2–6: Deutliche Verbesserung, Sport noch vermeiden
  • Monate 3–12: Vollständige Heilung und endgültiges Ergebnis

Wichtig: 4–6 Wochen kein Kontaktsport, keine Brille tragen (bei äußerer Korrektur), kein Schnäuzen in den ersten Wochen.

Häufige Fragen zur Septumkorrektur

Übernimmt die Krankenkasse die Kosten?

Bei nachgewiesener medizinischer Indikation (z. B. erhebliche Beeinträchtigung der Nasenatmung) übernimmt die gesetzliche Krankenkasse die Kosten der funktionellen Septumplastik. Die ästhetische Komponente (Septorhinoplastik) muss in der Regel selbst gezahlt werden. Kosten für die rein ästhetische Septorhinoplastik: 2.500–7.000 Euro.

Muss ich ins Krankenhaus?

Eine reine Septumplastik kann oft ambulant oder mit einer Übernachtung durchgeführt werden. Bei komplexeren Eingriffen (Septorhinoplastik) ist ein stationärer Aufenthalt von 1–2 Tagen üblich. In jedem Fall sollten Sie jemanden haben, der Sie am OP-Tag begleitet.

Kann eine Septumkorrektur wiederholt werden?

Ja, Korrekturen der Nasenscheidewand können in seltenen Fällen wiederholt werden, wenn das Ergebnis unbefriedigend ist oder ein Rückfall (Rezidiv) auftritt. Eine Revisionsoperation ist technisch anspruchsvoller und sollte von einem sehr erfahrenen Chirurgen durchgeführt werden.

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