Carbon Peeling – Das Hollywood Peeling für strahlende Haut

Das Carbon Peeling, auch bekannt als Carbon Laser Peel oder Hollywood Peeling, zählt zu den innovativsten nicht-invasiven Behandlungen der modernen ästhetischen Dermatologie. Diese schonende Laserbehandlung kombiniert eine spezielle Kohlenstoff-Maske mit gezielter Laserenergie, um das Hautbild sichtbar zu verfeinern – ohne Ausfallzeit und mit sofort sichtbaren Ergebnissen. Ursprünglich in Hollywood als Beauty-Geheimnis der Stars bekannt geworden, hat sich das Carbon Peeling längst auch in deutschen Praxen als beliebte Behandlung für Patientinnen und Patienten etabliert, die Unreinheiten, vergrößerte Poren, fettige Haut oder Pigmentstörungen effektiv behandeln möchten.

Was ist ein Carbon Peeling?

Beim Carbon Peeling handelt es sich um ein lasergestütztes Hautbehandlungsverfahren, bei dem eine dünne Schicht medizinischer Kohlenstoff (Carbon) auf die Haut aufgetragen wird. Diese Kohlenstoffpartikel dringen in die Poren ein und binden dort überschüssigen Talg, abgestorbene Hautzellen sowie Verunreinigungen. Anschließend wird die Carbon-Schicht mit einem speziellen Nd:YAG-Laser (Wellenlänge 1064 nm) abgetragen. Der Laser erhitzt die Kohlenstoffpartikel, wodurch diese zusammen mit den gebundenen Unreinheiten kontrolliert verdampfen.

Im Gegensatz zu chemischen Peelings wie dem Fruchtsäurepeeling arbeitet das Carbon Peeling nicht mit Säuren, sondern nutzt die physikalische Wirkung der Laserenergie. Das macht die Behandlung besonders schonend und eignet sich auch für empfindliche Hauttypen. Der Begriff „Hollywood Peeling“ verweist auf die Beliebtheit dieser Methode unter Prominenten, die vor öffentlichen Auftritten schnell ein frisches, strahlendes Hautbild wünschen.

Wie funktioniert das Carbon Laser Peeling?

Die Wirkungsweise des Carbon Peelings beruht auf einem mehrstufigen Prozess, der sowohl die Hautoberfläche als auch tiefere Hautschichten positiv beeinflusst:

Absorption und Bindung: Die Carbon-Lotion enthält feinste Kohlenstoffpartikel, die Schmutz, überschüssiges Sebum und tote Hautzellen wie ein Magnet anziehen. Sie dringen tief in die Poren ein und binden dort Verunreinigungen, die mit herkömmlicher Reinigung nicht erreichbar wären.

Photoakustischer Effekt: Der Nd:YAG-Laser sendet kurze, hochenergetische Lichtimpulse aus, die von den dunklen Kohlenstoffpartikeln absorbiert werden. Durch die plötzliche Energieaufnahme verdampfen die Partikel zusammen mit den gebundenen Verunreinigungen. Gleichzeitig wird die oberste Schicht abgestorbener Hautzellen entfernt.

Thermische Stimulation: Die kontrollierte Wärmeentwicklung dringt in die Dermis vor und stimuliert dort die Fibroblasten – jene Zellen, die Kollagen und Elastin produzieren. Diese Neocollagenese führt in den Wochen nach der Behandlung zu einer fortschreitenden Hautstraffung.

Porenverfeinerung: Durch die gezielte Erwärmung ziehen sich vergrößerte Poren zusammen und die Talgdrüsenaktivität wird reguliert, was langfristig zu einem feineren Hautbild führt.

Indikationen: Für wen eignet sich das Carbon Peeling?

Das Carbon Peeling ist ein vielseitiges Behandlungsverfahren, das bei zahlreichen Hautproblemen eingesetzt werden kann. Es eignet sich grundsätzlich für alle Hauttypen, auch für dunklere Hauttypenstufen nach Fitzpatrick (Typ IV–VI), bei denen andere Laserverfahren mit einem erhöhten Risiko für Pigmentstörungen verbunden sein können.

Akne und Unreinheiten: Das Carbon Peeling gilt als besonders effektiv bei leichter bis mittelschwerer Akne. Die Tiefenreinigung der Poren entfernt komedogene Verunreinigungen und reduziert die Besiedelung mit Propionibacterium acnes, dem Hauptverursacher entzündlicher Akne. Durch die Regulation der Talgproduktion wird zudem die Entstehung neuer Unreinheiten vermindert. Bei bestehenden Aknenarben kann das Carbon Peeling unterstützend wirken, wobei für tiefere Narben häufig intensivere Verfahren wie der Fraxel-Laser empfohlen werden.

Vergrößerte Poren: Erweiterte Poren, insbesondere im Bereich der T-Zone (Stirn, Nase, Kinn), lassen sich durch das Carbon Peeling sichtbar verkleinern. Die thermische Wirkung des Lasers bewirkt eine Kontraktion des Porengewebes, während die gründliche Reinigung verstopfte Poren befreit und so deren optische Größe reduziert.

Fettige und ölige Haut: Patientinnen und Patienten mit übermäßiger Talgproduktion profitieren besonders vom Carbon Peeling. Die Laserenergie reguliert die Aktivität der Talgdrüsen nachhaltig, sodass die Haut weniger glänzt und ein matteres Erscheinungsbild erhält. Dieser Effekt verstärkt sich mit jeder weiteren Behandlung.

Pigmentstörungen und ungleichmäßiger Teint: Oberflächliche Hyperpigmentierungen, Sonnenflecken und ein ungleichmäßiger Hautton können durch das Carbon Peeling verbessert werden. Der Laser fragmentiert oberflächliche Melanin-Ansammlungen, während die beschleunigte Zellerneuerung für einen gleichmäßigeren Teint sorgt. Bei tiefer liegenden Pigmentstörungen kann eine Kombination mit anderen Verfahren sinnvoll sein.

Fahle Haut und erste Alterserscheinungen: Durch die Stimulation der Kollagensynthese und die Entfernung abgestorbener Hautzellen verleih das Carbon Peeling der Haut einen sofortigen Glow-Effekt. Feine Linien und erste Fältchen werden gemildert, die Hautstruktur wird verfeinert und die Haut wirkt insgesamt frischer und jünger.

Ablauf der Carbon-Peeling-Behandlung

Eine Carbon-Peeling-Sitzung dauert in der Regel zwischen 30 und 45 Minuten und umfasst mehrere sorgfältig aufeinander abgestimmte Schritte. Die Behandlung wird ambulant in der dermatologischen oder ästhetischen Praxis durchgeführt.

Vorbereitung und Reinigung: Zunächst wird die Haut gründlich gereinigt und entfettet, um die optimale Aufnahme der Carbon-Lotion zu gewährleisten. Make-up-Reste, Sonnencreme und überschüssiger Talg werden vollständig entfernt. Eine lokale Betäubung ist in der Regel nicht notwendig, da die Behandlung als weitgehend schmerzfrei empfunden wird.

Auftragen der Carbon-Lotion: Eine dünne, gleichmäßige Schicht der medizinischen Kohlenstoff-Suspension wird auf die zu behandelnden Hautareale aufgetragen und etwa 10 bis 15 Minuten einwirken gelassen. Die Kohlenstoffpartikel dringen in die Poren ein und binden dort Verunreinigungen.

Laserbehandlung: Anschließend wird der Nd:YAG-Laser über die behandelten Hautflächen geführt. Die Laserimpulse verdampfen die Kohlenstoffpartikel samt gebundener Unreinheiten. Die meisten Patientinnen und Patienten spüren dabei ein leichtes Kribbeln, vergleichbar mit dem Schnalzen eines Gummibandes gegen die Haut. Die Laserintensität wird individuell angepasst.

Nachbehandlung: Nach der Laserbehandlung wird die Haut mit einer beruhigenden, feuchtigkeitsspendenden Creme oder einem kühlenden Gel versorgt. Zudem wird ein hochwertiger Sonnenschutz mit mindestens LSF 50 aufgetragen. Die Haut kann unmittelbar nach der Behandlung leicht gerötet sein, was in der Regel innerhalb weniger Stunden abklingt.

Ergebnisse und Wirksamkeit

Bereits nach der ersten Carbon-Peeling-Sitzung berichten die meisten Patientinnen und Patienten von einem sichtbar verfeinerten Hautbild. Die Haut fühlt sich glatter an, der Teint erscheint frischer und ebener, und vergrößerte Poren wirken optisch verkleinert. Dieser sofortige Glow-Effekt ist einer der Gründe, warum das Carbon Peeling auch als „Lunch-Break Treatment“ bezeichnet wird – es lässt sich problemlos in die Mittagspause integrieren.

Für optimale und langanhaltende Ergebnisse empfehlen Dermatologen eine Behandlungsserie von vier bis sechs Sitzungen im Abstand von zwei bis vier Wochen. Die Kollagenneubildung in den tieferen Hautschichten setzt verzögert ein und erreicht ihren Höhepunkt etwa zwei bis drei Monate nach der letzten Behandlung. In klinischen Studien wurde eine signifikante Verbesserung folgender Parameter nachgewiesen:

Eine Reduktion der Porengröße um 20 bis 40 Prozent nach einer vollständigen Behandlungsserie. Eine Verminderung der Talgproduktion um bis zu 30 Prozent, gemessen durch Sebumetrie. Eine Verbesserung der Hautelastizität und -festigkeit durch gesteigerte Kollagenproduktion. Eine Aufhellung oberflächlicher Pigmentflecken und ein gleichmäßigerer Hauttonus.

Um die Ergebnisse dauerhaft zu erhalten, wird eine Erhaltungstherapie mit einer Sitzung alle vier bis acht Wochen empfohlen. Die individuellen Ergebnisse können je nach Hautzustand, Alter und Behandlungsziel variieren.

Carbon Peeling im Vergleich zu anderen Peeling-Verfahren

Die Wahl des richtigen Peelings hängt von den individuellen Hautbedürfnissen und Behandlungszielen ab. Im Folgenden wird das Carbon Peeling mit anderen gängigen Verfahren verglichen:

Carbon Peeling vs. Fruchtsäurepeeling: Während das Fruchtsäurepeeling mit chemischen Substanzen wie Glykolsäure oder Mandelsäure arbeitet, setzt das Carbon Peeling auf physikalische Laserenergie. Fruchtsäurepeelings eignen sich besonders gut für die Behandlung von Hyperpigmentierungen und zur allgemeinen Hauterneuerung, können jedoch bei empfindlicher Haut zu Reizungen führen. Das Carbon Peeling ist in der Regel verträglicher und bietet zusätzlich den Vorteil der Porentiefenreinigung. Beide Verfahren lassen sich bei Bedarf auch kombinieren.

Carbon Peeling vs. Aquafacial: Das Aquafacial (auch HydraFacial genannt) ist ein wasserbasiertes Reinigungsverfahren, das mit Vakuum-Technologie und speziellen Seren arbeitet. Es eignet sich hervorragend zur Tiefenreinigung und Hydratation, wirkt jedoch vorwiegend auf der Hautoberfläche. Das Carbon Peeling dringt durch die Laserenergie tiefer ein und stimuliert zusätzlich die Kollagenproduktion. Für Patientinnen und Patienten mit trockener Haut kann das Aquafacial die bessere Wahl sein, während bei fettiger Haut und vergrößerten Poren das Carbon Peeling überlegen ist.

Carbon Peeling vs. Fraxel-Laser: Der Fraxel-Laser ist ein fraktionierter Laser, der deutlich intensiver wirkt als das Carbon Peeling. Er erzeugt mikroskopisch kleine Verletzungen in der Haut, die eine intensive Regeneration und Kollagenbildung auslösen. Der Fraxel-Laser eignet sich besonders für tiefe Falten, ausgeprägte Aknenarben und starke Pigmentstörungen, geht jedoch mit einer längeren Ausfallzeit von mehreren Tagen einher. Das Carbon Peeling ist die schonendere Alternative ohne Downtime, erzielt jedoch bei schwerwiegenden Hautproblemen weniger intensive Ergebnisse.

Carbon Peeling vs. Mikrodermabrasion: Die Mikrodermabrasion ist ein mechanisches Peeling, das die oberste Hautschicht mit feinen Kristallen abträgt. Sie eignet sich für eine allgemeine Hautauffrischung, erreicht jedoch nicht die Tiefenwirkung und Kollagenstimulation des Carbon Peelings.

Risiken und Nebenwirkungen

Das Carbon Peeling gilt als eines der sichersten lasergestützten Behandlungsverfahren in der ästhetischen Dermatologie. Schwerwiegende Nebenwirkungen sind äußerst selten, insbesondere wenn die Behandlung von einem erfahrenen Arzt oder einer erfahrenen Ärztin durchgeführt wird. Dennoch sollten Patientinnen und Patienten über mögliche Reaktionen informiert sein.

Häufige, vorübergehende Reaktionen: Leichte Rötungen der behandelten Hautareale, die in der Regel innerhalb von ein bis drei Stunden abklingen. Ein leichtes Wärmegefühl oder Spannungsgefühl unmittelbar nach der Behandlung. Geringfügige Trockenheit der Haut in den ersten ein bis zwei Tagen nach der Sitzung.

Seltene Nebenwirkungen: Vorübergehende Hyperpigmentierung, insbesondere bei dunkleren Hauttypen oder unzureichendem Sonnenschutz nach der Behandlung. Leichte Schwellungen im Behandlungsbereich, die spontan zurückgehen. In vereinzelten Fällen minimale Krustenbildung, die ohne Narbenbildung abheilt.

Kontraindikationen: Das Carbon Peeling sollte nicht durchgeführt werden bei aktiver Herpes-simplex-Infektion im Behandlungsgebiet, akuten Hautentzündungen oder offenen Wunden, Einnahme von photosensibilisierenden Medikamenten (z. B. Isotretinoin, bestimmte Antibiotika), frischer, intensiver Sonnenbräune oder Solarium-Nutzung innerhalb der letzten zwei Wochen, Schwangerschaft und Stillzeit (als Vorsichtsmaßnahme) sowie bei bekannter Überempfindlichkeit gegenüber Kohlenstoff oder Laserbehandlungen. Vor jeder Behandlung sollte ein ausführliches Beratungsgespräch mit einem qualifizierten Arzt oder einer Ärztin stattfinden, um individuelle Risikofaktoren abzuklären.

Kosten des Carbon Peelings in Deutschland

Die Kosten für ein Carbon Peeling variieren je nach Praxis, Region und Umfang der Behandlung. Da es sich um eine ästhetische Behandlung handelt, werden die Kosten in der Regel nicht von den gesetzlichen Krankenkassen übernommen. Private Krankenversicherungen erstatten die Kosten in einigen Fällen teilweise, sofern eine medizinische Indikation (z. B. Akne) vorliegt.

Einzelsitzung: Für eine einzelne Carbon-Peeling-Behandlung im Gesicht ist mit Kosten zwischen 150 und 350 Euro zu rechnen. Der Preis hängt von der Größe des behandelten Areals und der verwendeten Gerätetechnik ab. In großen Städten und spezialisierten Hautkliniken liegen die Preise tendenziell am oberen Ende dieser Spanne.

Behandlungsserie: Die empfohlene Serie von vier bis sechs Sitzungen kostet zwischen 500 und 1.800 Euro. Viele Praxen bieten Paketpreise an, bei denen die einzelne Sitzung günstiger ausfällt als bei Einzelbuchung. Eine Serie von vier Sitzungen wird häufig für 500 bis 1.200 Euro angeboten.

Zusätzliche Areale: Die Behandlung von Hals, Dekolleté oder Händen wird in der Regel separat berechnet und kostet jeweils zwischen 80 und 200 Euro zusätzlich. Kombinationsbehandlungen mit anderen Verfahren wie LED-Lichttherapie oder Mesotherapie erhöhen die Kosten entsprechend.

Erhaltungstherapie: Für die empfohlenen Auffrischungsbehandlungen alle vier bis acht Wochen sollten Patientinnen und Patienten mit jährlichen Kosten von ca. 900 bis 2.500 Euro rechnen, abhängig von der Häufigkeit der Sitzungen.

Nachsorge und Pflege nach dem Carbon Peeling

Die richtige Nachsorge ist entscheidend für optimale Behandlungsergebnisse und die Vermeidung von Komplikationen. Obwohl das Carbon Peeling keine klassische Ausfallzeit erfordert, sollten in den Tagen nach der Behandlung einige wichtige Pflegehinweise beachtet werden.

Sonnenschutz: Verwenden Sie mindestens zwei Wochen lang täglich einen Breitspektrum-Sonnenschutz mit LSF 50 oder höher, auch bei bewölktem Himmel. Vermeiden Sie direkte Sonneneinstrahlung und Solarien. Unzureichender Sonnenschutz kann zu Pigmentveränderungen führen.

Feuchtigkeitspflege: Versorgen Sie die Haut mit einer milden, feuchtigkeitsspendenden Pflege ohne Duftstoffe. Hyaluronsäurehaltige Seren unterstützen die Regeneration optimal. Vermeiden Sie komedogene Produkte, die die frisch gereinigten Poren verstopfen könnten.

Verzicht auf aktive Wirkstoffe: In den ersten drei bis fünf Tagen sollten Sie auf Retinol, AHA- und BHA-Säuren, hochkonzentriertes Vitamin C sowie mechanische Peelings verzichten.

Weitere Empfehlungen: Meiden Sie in den ersten 24 bis 48 Stunden intensive sportliche Aktivitäten, Saunabesuche und Schwimmbäder. Verzichten Sie auf Make-up für mindestens sechs bis zwölf Stunden nach der Sitzung.

Carbon Peeling mit anderen Behandlungen kombinieren

Das Carbon Peeling lässt sich hervorragend mit anderen nicht-invasiven Verfahren kombinieren. Eine bewährte Kombination ist die anschließende LED-Lichttherapie: Blaues LED-Licht verstärkt die antibakterielle Wirkung bei Akne, rotes LED-Licht regt die Kollagensynthese zusätzlich an. Auch die Verbindung mit einem Aquafacial ist wirkungsvoll – das Carbon Peeling reinigt und strafft die Haut, während das Aquafacial Feuchtigkeit und Nährstoffe einschleust. Für Aknenarben kann das Carbon Peeling ergänzend zwischen intensiveren Fraxel-Laser-Sitzungen eingesetzt werden. Zwischen den einzelnen Verfahren sollte ein Abstand von mindestens ein bis zwei Wochen eingehalten werden.

Häufig gestellte Fragen zum Carbon Peeling

Ist das Carbon Peeling schmerzhaft?

Die meisten Patientinnen und Patienten beschreiben das Carbon Peeling als nahezu schmerzfrei. Während der Laserbehandlung wird ein leichtes Kribbeln, Prickeln oder Wärmegefühl wahrgenommen, das in der Regel gut toleriert wird. Eine lokale Betäubung ist normalerweise nicht erforderlich. Lediglich bei sehr empfindlicher Haut oder in besonders sensiblen Bereichen kann auf Wunsch eine betäubende Creme aufgetragen werden.

Wie viele Sitzungen sind für sichtbare Ergebnisse nötig?

Bereits nach der ersten Sitzung ist ein verbessertes Hautbild sichtbar – die Haut erscheint frischer, glatter und strahlender. Für nachhaltige Ergebnisse bei spezifischen Hautproblemen wie vergrößerten Poren, Akne oder Pigmentstörungen werden vier bis sechs Sitzungen im Abstand von zwei bis vier Wochen empfohlen. Der volle Effekt der Kollagenstimulation zeigt sich etwa zwei bis drei Monate nach Abschluss der Behandlungsserie.

Gibt es eine Ausfallzeit nach dem Carbon Peeling?

Nein, das Carbon Peeling erfordert keine Ausfallzeit. Sie können Ihren normalen Alltagsaktivitäten unmittelbar nach der Behandlung nachgehen. Eine leichte Rötung kann für ein bis drei Stunden bestehen, lässt sich jedoch mit Make-up abdecken. Einzig intensive Sonneneinstrahlung, Sauna und anstrengende sportliche Betätigung sollten für 24 bis 48 Stunden vermieden werden.

Für welche Hauttypen ist das Carbon Peeling geeignet?

Das Carbon Peeling ist grundsätzlich für alle Hauttypen geeignet, einschließlich dunklerer Hauttypenstufen (Fitzpatrick Typ IV–VI). Im Vergleich zu anderen Laserverfahren ist das Risiko für post-inflammatorische Hyperpigmentierung beim Carbon Peeling deutlich geringer. Vor der Behandlung sollte dennoch eine individuelle Hautanalyse durch den behandelnden Arzt oder die behandelnde Ärztin erfolgen, um die Laserparameter optimal anzupassen.

Kann das Carbon Peeling auch am Körper angewendet werden?

Ja, das Carbon Peeling ist nicht nur für das Gesicht geeignet. Es kann auch erfolgreich am Hals, Dekolleté, Rücken und an den Händen angewendet werden. Am Rücken eignet es sich besonders gut zur Behandlung von Rückenakne (sogenannte „Bacne“), während es am Dekolleté und an den Händen zur Verbesserung der Hauttextur und Behandlung von Altersflecken eingesetzt werden kann.

Wie unterscheidet sich das Carbon Peeling vom klassischen chemischen Peeling?

Während chemische Peelings wie das Fruchtsäurepeeling mit Säuren arbeiten, die die obersten Hautschichten chemisch ablösen, nutzt das Carbon Peeling die physikalische Energie eines Lasers. Vorteile des Carbon Peelings sind die gezieltere Steuerbarkeit, die zusätzliche Porentiefenreinigung und die Kollagenstimulation in tieferen Hautschichten. Chemische Peelings bieten hingegen bei bestimmten Indikationen wie ausgeprägten Pigmentstörungen oder Photoaging Vorteile, da sie in verschiedenen Wirkstärken (superficial, medium, deep) verfügbar sind.

Wann sollte man kein Carbon Peeling durchführen lassen?

Von einem Carbon Peeling ist abzuraten bei aktiven Herpesinfektionen, offenen Wunden oder akuten Hautentzündungen im Behandlungsgebiet, bei Einnahme von Isotretinoin (Roaccutan) innerhalb der letzten sechs Monate, bei starker Sonnenexposition oder Solarium-Nutzung in den letzten zwei Wochen sowie während Schwangerschaft und Stillzeit. Auch bei bekannter Neigung zu Keloiden oder hypertrophen Narben sollte die Behandlung nur nach sorgfältiger ärztlicher Abwägung erfolgen.

Wie lange halten die Ergebnisse des Carbon Peelings an?

Die Ergebnisse einer vollständigen Behandlungsserie halten bei guter Hautpflege und konsequentem Sonnenschutz mehrere Monate an. Die durch die Kollagenstimulation erzielten Verbesserungen der Hautelastizität und -festigkeit können sechs bis zwölf Monate bestehen bleiben. Für dauerhaft optimale Ergebnisse wird eine Erhaltungstherapie mit Auffrischungsbehandlungen alle vier bis acht Wochen empfohlen. Ohne Erhaltungstherapie kehrt die Haut allmählich in ihren Ausgangszustand zurück, da die natürliche Hautalterung fortschreitet.

Kann man Make-up nach einem Carbon Peeling tragen?

Es wird empfohlen, in den ersten sechs bis zwölf Stunden nach der Behandlung auf Make-up zu verzichten, um die Poren nicht erneut zu verstopfen und die Haut atmen zu lassen. Danach kann Mineral-Make-up oder nicht-komedogenes Make-up problemlos verwendet werden. Viele Patientinnen und Patienten berichten, dass ihr Hautbild nach dem Carbon Peeling so verbessert ist, dass weniger Make-up als zuvor benötigt wird.

Fazit: Für wen lohnt sich das Carbon Peeling?

Das Carbon Peeling hat sich als vielseitiges, sicheres und effektives Behandlungsverfahren in der ästhetischen Dermatologie etabliert. Es vereint Tiefenreinigung, Porenverfeine­rung, Talgregulation und Kollagenstimulation in einer einzigen, schmerzarmen Behandlung ohne Ausfallzeit. Besonders geeignet ist es für Patientinnen und Patienten mit fettiger oder zu Unreinheiten neigender Haut, vergrößerten Poren, leichter bis mittelschwerer Akne sowie für alle, die ihrem Teint einen sofortigen Frische-Boost verleihen möchten.

Als nicht-invasives Verfahren stellt das Carbon Peeling eine hervorragende Einstiegsbehandlung in die lasergestützte Hautpflege dar und kann bei Bedarf mit intensiveren Verfahren wie dem Fraxel-Laser oder mit ergänzenden Behandlungen wie dem Aquafacial kombiniert werden. Entscheidend für den Behandlungserfolg sind die Wahl eines qualifizierten Arztes, realistische Erwartungen sowie eine konsequente Nachsorge mit adäquatem Sonnenschutz. Vereinbaren Sie ein persönliches Beratungsgespräch, um herauszufinden, ob das Carbon Peeling die richtige Behandlung für Ihre individuellen Hautbedürfnisse ist.