Aquafacial: Behandlung, Wirkung & Kosten
Das Aquafacial zählt zu den modernsten Verfahren der ästhetischen Hautpflege und erfreut sich wachsender Beliebtheit – sowohl bei Hautpflege-Einsteigern als auch bei erfahrenen Patienten. Die Behandlung kombiniert Tiefenreinigung, schonendes Peeling und intensive Hydration in einem einzigen Schritt. Anders als klassische Verfahren wie die Microdermabrasion oder das chemische Peeling arbeitet das Aquafacial besonders sanft und ist für nahezu jeden Hauttyp geeignet. Auf dieser Seite erfahren Sie alles Wichtige über Ablauf, Wirkung, Kosten und Vorteile des Aquafacials – und warum es sich von verwandten Behandlungen wie dem Hydrafacial unterscheidet.
Was ist ein Aquafacial?
Ein Aquafacial ist eine nicht-invasive Gesichtsbehandlung, bei der mithilfe von Wasser und speziellen Wirkstoffen die Haut porentief gereinigt, gepeelt und mit Feuchtigkeit versorgt wird. Das Verfahren nutzt eine Vakuum-Technologie in Kombination mit verschiedenen Aufsätzen und Seren, um abgestorbene Hautzellen zu entfernen, Unreinheiten aus den Poren zu lösen und gleichzeitig nährende Substanzen wie Hyaluronsäure, Antioxidantien und Vitamine in die Haut einzuschleusen.
Der Begriff „Aqua“ verweist auf die wasserbasierte Technologie, die das Verfahren besonders schonend macht. Im Gegensatz zu abrasiven Methoden wird die Hautoberfläche nicht mechanisch verletzt, sodass keine Ausfallzeit entsteht. Das Aquafacial eignet sich daher hervorragend als regelmäßige Pflegebehandlung und kann problemlos mit anderen Verfahren wie Microneedling oder Mesotherapie kombiniert werden.
Wie funktioniert die Aquafacial-Behandlung?
Die Aquafacial-Behandlung folgt einem mehrstufigen Prozess, bei dem verschiedene Handstücke und Wirkstofflösungen zum Einsatz kommen. Jeder Schritt baut auf dem vorherigen auf und sorgt für ein optimales Ergebnis:
Schritt 1: Reinigung und Peeling
Zunächst wird die Haut gründlich gereinigt. Ein spezieller Aufsatz trägt mithilfe einer Wirbelstrom-Technologie abgestorbene Hautzellen ab und bereitet die Haut auf die nachfolgenden Schritte vor. Dieser Vorgang ist vergleichbar mit einem sanften Peeling, jedoch deutlich schonender als herkömmliche mechanische Verfahren.
Schritt 2: Säure-Peeling
Im zweiten Schritt wird eine milde Mischung aus Glykol- und Salicylsäure aufgetragen. Diese Lösung dringt in die Poren ein und lockert Talg, Schmutz und Unreinheiten. Die Säurekonzentration ist dabei so gewählt, dass sie wirksam, aber nicht aggressiv ist – ein wesentlicher Unterschied zum klassischen chemischen Peeling.
Schritt 3: Extraktion
Mithilfe der Vakuum-Technologie werden die gelösten Verunreinigungen schmerzfrei aus den Poren gesaugt. Dieser Schritt ersetzt das manuelle Ausreinigen, das bei herkömmlichen Gesichtsbehandlungen oft als unangenehm empfunden wird. Die Absaugung ist so kalibriert, dass sie effektiv reinigt, ohne die Haut zu reizen oder Rötungen zu verursachen.
Schritt 4: Hydration und Schutz
Im letzten Schritt werden hochkonzentrierte Seren in die gereinigte Haut eingeschleust. Je nach Hauttyp und Behandlungsziel kommen Hyaluronsäure, Peptide, Antioxidantien oder Vitamine zum Einsatz. Die Wirkstoffe können dank der geöffneten Poren besonders tief eindringen und ihre volle Wirkung entfalten – ähnlich dem Prinzip, das auch bei Skinbooster-Behandlungen genutzt wird.
Unterschied zwischen Aquafacial und Hydrafacial
Aquafacial und Hydrafacial werden häufig synonym verwendet, unterscheiden sich jedoch in einigen wesentlichen Punkten. Das Hydrafacial ist ein markengeschütztes Verfahren der Firma Edge Systems, während „Aquafacial“ als allgemeinerer Begriff für wasserbasierte Gesichtsbehandlungen mit ähnlicher Technologie verwendet wird.
Die Grundprinzipien beider Verfahren sind vergleichbar: Reinigung, Peeling, Extraktion und Hydration. Unterschiede bestehen vor allem in den verwendeten Geräten, der Seren-Zusammensetzung und den verfügbaren Aufsätzen. Das Hydrafacial arbeitet mit patentierten Vortex-Aufsätzen und speziell entwickelten Wirkstoffkomplexen. Aquafacial-Geräte bieten hingegen oft mehr Flexibilität bei der Wahl der Seren und können mit zusätzlichen Funktionen wie LED-Lichttherapie oder Ultraschall ausgestattet sein.
In der Praxis erzielen beide Verfahren hervorragende Ergebnisse. Welche Methode besser geeignet ist, hängt von den individuellen Hautbedürfnissen ab und sollte im persönlichen Beratungsgespräch geklärt werden.
Vorteile des Aquafacials
Das Aquafacial bietet gegenüber vielen anderen Gesichtsbehandlungen eine Reihe von Vorteilen, die es zu einer besonders attraktiven Option machen:
- Schmerzfrei und sanft: Die Behandlung ist nahezu schmerzfrei und verursacht keine Verletzungen der Hautoberfläche.
- Keine Ausfallzeit: Patienten können direkt nach der Behandlung ihren normalen Aktivitäten nachgehen. Make-up kann sofort aufgetragen werden.
- Sofort sichtbare Ergebnisse: Bereits nach der ersten Sitzung wirkt die Haut frischer, glatter und strahlender.
- Für alle Hauttypen geeignet: Ob trockene, fettige, empfindliche oder reife Haut – die Behandlung lässt sich individuell anpassen.
- Kombinierbar: Das Aquafacial kann problemlos mit anderen Verfahren wie Microneedling, Mesotherapie oder LED-Therapie kombiniert werden.
- Tiefenwirksam: Durch die Vakuum-Technologie werden Wirkstoffe tiefer in die Haut eingeschleust als bei herkömmlicher Pflege.
- Ganzjährig durchführbar: Im Gegensatz zu einigen Peeling-Verfahren kann das Aquafacial auch in den Sommermonaten angewendet werden.
Für welche Hautprobleme ist das Aquafacial geeignet?
Das Aquafacial ist ein vielseitiges Verfahren, das bei einer Vielzahl von Hautproblemen eingesetzt werden kann:
- Unreine Haut und Akne: Die Tiefenreinigung und Extraktion befreien die Poren von Talg und Bakterien. Bei leichter bis mittelschwerer Akne kann das Aquafacial das Hautbild deutlich verbessern.
- Vergrößerte Poren: Regelmäßige Behandlungen können das Erscheinungsbild vergrößerter Poren sichtbar verfeinern.
- Feine Linien und Fältchen: Die Kombination aus Peeling und Hyaluronsäure polstert die Haut auf und mildert erste Alterserscheinungen.
- Hyperpigmentierung: Unregelmäßige Pigmentierung und Sonnenflecken können durch den Peeling-Effekt aufgehellt werden.
- Trockene und dehydrierte Haut: Die intensive Feuchtigkeitsversorgung bringt auch stark ausgetrocknete Haut wieder ins Gleichgewicht.
- Fahler Teint: Durch die Entfernung abgestorbener Hautzellen und die verbesserte Durchblutung erstrahlt die Haut in neuem Glanz.
- Empfindliche Haut: Dank der schonenden Technik ist das Aquafacial auch für empfindliche Hauttypen geeignet, bei denen aggressive Verfahren wie eine intensive Microdermabrasion nicht infrage kommen.
Ablauf einer Aquafacial-Sitzung
Eine typische Aquafacial-Sitzung dauert zwischen 30 und 60 Minuten und beginnt mit einer ausführlichen Hautanalyse. Der behandelnde Arzt oder die Kosmetikerin beurteilt den Hautzustand und wählt die passenden Seren und Einstellungen für das Gerät aus.
Nach der Reinigung des Gesichts beginnt die eigentliche Behandlung mit den vier beschriebenen Schritten. Während der gesamten Sitzung empfinden die meisten Patienten ein angenehmes, leicht saugendes Gefühl auf der Haut. Schmerzen treten in der Regel nicht auf.
Nach der Behandlung wird ein Sonnenschutz aufgetragen, da die frisch behandelte Haut empfindlicher gegenüber UV-Strahlung sein kann. Die Haut kann unmittelbar nach der Sitzung leicht gerötet sein, was jedoch innerhalb weniger Stunden abklingt. Ein sofortiger „Glow-Effekt“ ist typisch – die Haut wirkt praller, glatter und strahlender.
Kosten eines Aquafacials
Die Kosten für ein Aquafacial variieren je nach Praxis, Region und Umfang der Behandlung. In Deutschland liegen die Preise für eine einzelne Sitzung in der Regel zwischen 120 und 250 Euro. Werden zusätzliche Module wie LED-Lichttherapie, spezielle Wirkstoffbooster oder eine erweiterte Behandlungszone (Hals, Dekolleté) hinzugebucht, können die Kosten entsprechend höher ausfallen.
Viele Praxen bieten Pakete mit mehreren Sitzungen zu einem reduzierten Gesamtpreis an. Da für optimale und langanhaltende Ergebnisse regelmäßige Behandlungen empfohlen werden, kann sich ein solches Paket finanziell lohnen. Es ist ratsam, sich in einem persönlichen Beratungsgespräch über die individuellen Kosten und mögliche Kombinationsbehandlungen – etwa mit Skinbooster-Therapien – zu informieren.
Wichtig zu wissen: Das Aquafacial ist eine ästhetische Behandlung und wird in der Regel nicht von den gesetzlichen Krankenkassen übernommen.
Wie oft sollte ein Aquafacial durchgeführt werden?
Für optimale Ergebnisse empfehlen Experten eine Aquafacial-Behandlung alle vier bis sechs Wochen. Dieser Rhythmus orientiert sich am natürlichen Erneuerungszyklus der Haut und sorgt dafür, dass die positiven Effekte dauerhaft erhalten bleiben.
Bei bestimmten Hautproblemen wie Akne oder starker Hyperpigmentierung kann zu Beginn eine intensivere Behandlungsserie sinnvoll sein – beispielsweise drei bis vier Sitzungen im Abstand von zwei Wochen. Anschließend genügt in der Regel eine monatliche Erhaltungsbehandlung.
Auch als einmalige Behandlung vor besonderen Anlässen ist das Aquafacial beliebt, da es sofort sichtbare Ergebnisse liefert und keine Erholungszeit erfordert.
Risiken und Nebenwirkungen
Das Aquafacial gilt als eine der sichersten Gesichtsbehandlungen in der ästhetischen Medizin. Dennoch können in seltenen Fällen leichte Nebenwirkungen auftreten:
- Leichte Rötungen: Eine vorübergehende Rötung der Haut ist möglich und klingt in der Regel innerhalb weniger Stunden ab.
- Spannungsgefühl: Manche Patienten berichten über ein leichtes Spannungsgefühl nach der Behandlung, das durch eine feuchtigkeitsspendende Pflege gemildert werden kann.
- Empfindlichkeit: Die Haut kann in den ersten 24 Stunden nach der Behandlung empfindlicher auf Sonnenlicht reagieren. Ein Sonnenschutz mit hohem LSF ist daher empfehlenswert.
- Allergische Reaktionen: In sehr seltenen Fällen können Unverträglichkeiten gegenüber den verwendeten Seren auftreten. Ein Vorabgespräch über bekannte Allergien ist daher wichtig.
Kontraindikationen für ein Aquafacial bestehen bei aktiven Hautinfektionen, offenen Wunden im Behandlungsbereich, schwerer Rosazea oder während einer Schwangerschaft. Im Zweifelsfall sollte die Eignung im ärztlichen Beratungsgespräch geklärt werden.
Häufig gestellte Fragen zum Aquafacial
Ist ein Aquafacial schmerzhaft?
Nein, die Behandlung ist nahezu schmerzfrei. Die meisten Patienten empfinden das Aquafacial als angenehm und entspannend. Das leichte Vakuumgefühl auf der Haut wird in der Regel nicht als unangenehm wahrgenommen.
Wie lange hält das Ergebnis eines Aquafacials an?
Die sofortigen Effekte – ein frischerer, strahlenderer Teint – halten in der Regel fünf bis sieben Tage an. Bei regelmäßigen Behandlungen verbessert sich das Hautbild langfristig und nachhaltig. Die kumulative Wirkung zeigt sich meist nach drei bis vier Sitzungen besonders deutlich.
Kann ich nach dem Aquafacial sofort Make-up auftragen?
Ja, grundsa¨tzlich ist das möglich. Es wird jedoch empfohlen, der Haut mindestens eine Stunde Ruhe zu gönnen, damit die eingeschleusten Wirkstoffe optimal einziehen können. Mineralisches Make-up ist in den ersten Stunden nach der Behandlung vorzuziehen.
Ab welchem Alter ist ein Aquafacial sinnvoll?
Es gibt keine strikte Altersgrenze. Jugendliche mit Akne können ebenso von der Behandlung profitieren wie Patienten ab 40, die erste Zeichen der Hautalterung behandeln möchten. Die Seren und Einstellungen werden individuell an Alter und Hauttyp angepasst.
Kann das Aquafacial mit anderen Behandlungen kombiniert werden?
Ja, das Aquafacial lässt sich hervorragend mit anderen ästhetischen Verfahren kombinieren. Besonders beliebt sind Kombinationen mit Microneedling zur Kollagenstimulation, mit Mesotherapie zur gezielten Wirkstoffeinschleusung oder mit Skinbooster-Behandlungen für eine intensive Feuchtigkeitsversorgung. Der behandelnde Arzt erstellt einen individuellen Behandlungsplan, der auf die jeweiligen Hautbedürfnisse abgestimmt ist.
Welche Pflege ist nach einem Aquafacial empfehlenswert?
In den ersten 24 bis 48 Stunden nach der Behandlung sollten aggressive Pflegeprodukte (Retinol, AHA/BHA-Säuren) vermieden werden. Empfehlenswert sind eine milde Reinigung, eine feuchtigkeitsspendende Pflege und ein Sonnenschutz mit mindestens LSF 30. Auf Sauna, intensive sportliche Betätigung und direkte Sonneneinstrahlung sollte am Behandlungstag verzichtet werden.
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